Ostantarktis: Und sie bebt doch!


Die Ostantarktis galt bisher als seismisch ungewöhnlich ruhig. Doch das war eine Fehlannahme, wie sich nun zeigt. © NASA
Von wegen inaktiv: Auch unter dem dicken Eis der Ostantarktis gibt es Erdbeben, wie seismische Messungen enthüllen. Die Region ist demnach seismisch aktiver als bislang angenommen – und keineswegs durch den Eispanzer „stillgelegt“, wie es eine gängige Theorie postuliert. Ein Großteil der Beben konzentriert sich dabei in urzeitlichen Riftzone. Sie könnte durch Spannungen im Untergrund reaktiviert worden sein, so die Forscher im Fachmagazin „Nature Geoscience“.

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Die Ostantarktis ist eines der am wenigsten erforschten und unzugänglichsten Gebiete der Erde. Der Eispanzer bildet hier ein Hochplateau, das von schneidenden Winden und extrem tiefen Temperaturen geprägt ist. Dort liegt auch der kälteste Ort der Erde. Unter dem Eis bildet die Erdkruste ein Kraton – die besonders dicke und stabile Wurzel des Kontinents. Dass dort auch Relikte uralter Grabenbrüche liegen, entdeckten Forscher erst vor wenigen Jahren.

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