Schleppen Zugvögel ein neues Tropenvirus ein?


Der Schilfrohrsänger überwintert in Afrika – und kann bei seiner Heimkehr mit dem Alkhurma-Virus infizierte Zecken tragen. © Marek Szczepanek/ CC-by-sa 3.0
Zugvögel als Virentransporter: Aus Afrika heimkehrende Zugvögel könnten ein neues hämorrhagisches Fieber nach Europa einschleppen. Denn Forscher haben bereits sechs mit dem Alkhurma-Virus infizierte Zecken bei heimkehrenden Zugvögeln im Mittelmeerraum nachgewiesen. Die Überträger-Zeckenart, Hyalomma rufipes, ist sogar schon in Deutschland gefunden worden. Das Risiko einer Einschleppung dieser Erreger nach Europa sei damit durchaus gegeben, warnen die Forscher.

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Blutsaugende Insekten und Zecken gelten als Hauptüberträger vieler gefährlicher Infektionskrankheiten – gerade in tropischen Gefilden. Doch mit dem Klimawandel breiten sich viele wärmeliebende Mücken- und Zeckenarten immer weiter nach Norden aus – bis ins Mittelmeergebiet und sogar nach Deutschland. Beispiele sind unter anderem die Asiatische Tigermücke und die Buschmücke. Das erhöht auch das Risiko für eine Übertragung tropischer Krankheiten.

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