Deutschland muss Scheidung durch Scharia-Gericht nicht anerkennen


Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Islamische Scheidungen vor einem Scharia-Gericht können in Deutschland nicht anerkannt werden, wenn die Eheleute deutsche Staatsbürger sind. Das entschied das Oberlandesgericht München im Fall eines syrischen Paares.

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Islamische Scharia-Scheidungen können nach deutschem Recht nicht anerkannt werden. Einen entsprechenden Beschluss des Oberlandesgerichts (OLG) München bestätigte auf Anfrage des „Evangelischen Pressedienstes“ am Mittwoch die Pressesprecherin des Gerichts, Annette Neumair. Dies gelte zumindest dann, wenn beide Eheleute neben der syrischen auch die deutsche Staatsangehörigkeit haben. (AZ: 34 Wo 146/14)

Konkret ging es um ein aus dem syrischen Homs stammendes und in Deutschland lebendes Paar. Dieses hatte 1999 in Syrien vor einem geistlichen Scharia-Gericht geheiratet. Doch die Ehe ging in die Brüche.

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