Roger Waters provoziert in der Mannheimer SAP-Arena mit politischen Statements


Ein Weltverbesserer macht Musik: Roger Waters bei seinem Mannheimer Auftritt. Foto: Sven-Sebastian Sajak
Kontrovers, radikal und aufrührerisch: „Pink-Floyd“-Mitgründer Roger Waters polarisiert auf seiner „Us-&-Them“-Tour in der Mannheimer SAP-Arena mit einer Mischung aus Entertainment und Agit-Propaganda.

Von Maximilian Steiner | Frankfurter Neue Presse

Meeresrauschen und Möwengeschrei: Gut eine halbe Stunde lang blicken rund 12 000 Zuschauer unter gedämpften New-Age-Klängen auf eine ihnen den Rücken zukehrende Frau, die am Strand sitzt und ins weite Meer stiert. Als eine Übung in Zen erweist sich der statische Anblick auf der gigantischen LED-Wand. Irgendwann färbt sich das Bild blutrot. Subtil steigen Roger Waters und seine Begleiter mit „Breathe“ ein. Es ist der Auftakt einer opulenten Inszenierung aus zahllosen „Pink-Floyd“-Klassikern, Songs von Waters’ aktuellem Solowerk „Is This The Life We Really Want?“ sowie dezidiert pro-palästinensischer Agit-Propaganda des Bandchefs.

Angeblich soll es Roger Waters’ letzte Tournee sein. Das haben andere allerdings auch schon behauptet, um dann doch wieder auf die große Reise zu gehen. Im Fokus steht Material diverser LP-Klassiker aus den 70er Jahren. Von „Meddle“ bis „The Wall“, um genauer zu sein. So eine Mischung zieht beim hiesigen Publikum immer – gleich, ob nun Roger Waters, David Gilmour oder eine der Dutzenden Tributbands das Pensum bestreiten. Gleich mehrfach Widerhall im Repertoire findet der Meilenstein „The Dark Side Of The Moon“.

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