Tropische Wirbelstürme trödeln mehr – und können so Überschwemmungen verstärken


Der Hurrikan «Harvey», hier eine Aufnahme des Goes-16-Satelliten, brachte Texas im vergangenen Jahr gewaltige Niederschläge. (Bild: Noaa)
Die Zuggeschwindigkeit von Hurrikanen und Taifunen hat sich in vielen Regionen verringert. Was diesen Wandel hervorgerufen hat, ist noch unbekannt.

Sven Titz | Neue Zürcher Zeitung

Jahr für Jahr kann man miterleben, welche Verwüstungen tropische Wirbelstürme anrichten können. Die stärksten Hurrikane und Taifune erreichen Windgeschwindigkeiten von mehr als 250 Kilometern pro Stunde und überfluten nicht selten ganze Landstriche. Gemessen an der Windgeschwindigkeit ziehen Wirbelstürme relativ gemächlich über Meer oder Land. Pro Stunde legen sie typischerweise zwischen 5 und 30 Kilometern zurück. Zwischen 1949 und 2016 hat diese Geschwindigkeit in vielen Regionen abgenommen. Das berichtet James Kossin, ein Wissenschafter an der University of Wisconsin in Madison, jetzt in der Fachzeitschrift «Nature». Möglicherweise hat die Verlangsamung der Wirbelstürme zu tropische Wirbelstürme im Gebiet der Zugbahnen geführt.

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