Auf Hawai ist der größte Süßwassersee verdampft

Die von den Lavamassen erzeugte Dampfwolke über dem Green Lake am Samstag, 2. Juni. (Bild: USGS via AP)
Ein Lavastrom des Vulkans Kilauea ist in einen See auf Hawaiis Big Island geflossen und hat dessen Wasser innert weniger Stunden verkocht. Auch andernorts hinterlässt die Lava eine Spur der Zerstörung.

Janique Weder | Neue Zürcher Zeitung

Es dauerte ein paar Stunden, dann war der Green Lake auf Hawaii verschwunden. Am vergangenen Wochenende ist ein Lavastrom in den grössten Süsswassersee auf Big Island eingetreten. Laut einer Meldung des United States Geological Survey (USGS) war das geschmolzene Gestein am Samstag um 10 Uhr morgens in den See geflossen und erzeugte dort eine grosse Dampfwolke. Als Feuerwehrleute am Nachmittag in einem Helikopter das Gebiet überflogen, stellten sie fest, dass der Green Lake verschwunden war. Wo einmal Wasser war, ist da nur noch: getrocknete Lava.

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Missbrauch: Priester müssen Beichtgeheimnis brechen

© Bild: Piotr Slizewski/Fotolia.com
Das Kirchenrecht stellt die Verletzung des Beichtgeheimnisses unter Höchststrafe. Priester im australischen Canberra geraten daher bald in ein Dilemma: Sie werden gesetzlich dazu verpflichtet – wenn es um Missbrauch geht.

katholisch.de

Priester in der australischen Hauptstadt Canberra müssen künftig Missbrauchsfälle, von denen sie in der Beichte erfahren haben, bei der Polizei anzeigen. Wie die Zeitung „The Catholic Sun“ berichtet, hat der Legislativrat des australischen Hauptstadtterritoriums am Donnerstag eine entsprechende Gesetzeserweiterung beschlossen. Damit werde die Meldepflicht in Fällen von sexuellem Missbrauch bei religiösen Organisationen auch auf die Beichte ausgedehnt. Priester geraten dadurch in einen Konflikt mit dem Kirchenrecht, das den Bruch des Beichtgeheimnisses mit der Tatstrafe der Exkommunikation belegt (CIC Can. 1388 §1).

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Ein Iraker verübt Massaker und erhält Asyl in Frankreich

Ein Jahr nach dem Massaker von Camp Speicher: Irakische Gerichtsmediziner bergen die Leichen von schiitischen Soldaten. (Bild: Reuters)
Mit dem grossen Migrantenstrom gelangt ein mutmasslicher islamistischer Kämpfer auf der Balkanroute nach Frankreich. Erst nach Jahren entdeckt die Terrorabwehr, dass er Kommandant der Kaida und des Islamischen Staats war.

Andres Wysling | Neue Zürcher Zeitung

Die französischen Behörden haben einen Iraker verhaftet, der als anerkannter Flüchtling in Frankreich lebte. Im Juni letzten Jahres hatte er einen positiven Asylbescheid erhalten und eine Niederlassungsbewilligung für zehn Jahre. Jetzt steht er im Verdacht, im Irak als Kommandant des Terrornetzwerks al-Kaida an mehreren Massakern beteiligt gewesen zu sein; 2014 soll er sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben. Das enthüllte der private Fernsehsender TF1/LCI, gestützt auf Justizkreise; die Meldung wurde in Paris offiziell bestätigt. Unter anderem spielte der 33-jährige Mann offenbar eine Rolle beim grossen Massaker von Tikrit von 2014, als sunnitische Kämpfer Hunderte von schiitischen Rekruten der irakischen Armee umbrachten; sogar von bis zu 1700 Opfern ist die Rede.

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Auch in Deutschland kämpfen Frauen noch um Gleichberechtigung

Junge muslimische Familie in Berlin (picture alliance/ dpa/ Wolfram Steinberg)
Die Debatte um den Islam sieht der Historiker Paul Nolte als „großen kulturpolitischen Streit“. Er warnt davor, „hochnäsig“ auf Probleme in der islamischen Kulturwelt zu blicken – viele liberale Errungenschaften hierzulande seien auch nicht besonders alt.

Moderation: Korbinian Frenzel | Deutschlandfunk Kultur

Der Historiker Paul Nolte rät zu einem gelassenerem Umgang mit dem Thema Islam. Im Deutschlandfunk Kultur sagte er, die Beschäftigung mit dem Islam habe in Deutschland nie gekannte Dimensionen angenommen. Es gebe jede Menge Sachbücher über den Islam und gute Übersetzungen des Koran, die viel gekauft und gelesen würden. Nolte konstatierte „echtes Interesse“ im liberalen und gebildeten Teil der Bevölkerung. „Das sollte man nicht unterschätzen“, betonte der Historiker.

Man diskutiere allerdings auch zurecht Dinge, die in der islamischen Kulturwelt problematisch seien, betonte der Historiker. Als Beispiel nannte Nolte die Geschlechterfrage. Er warnte aber zugleich davor, das „hochnäsig“ zu tun. Viele der Fortschritte, auf die man hierzulande so stolz sei, seinen „höchstens Errungenschaften aus dem 20. Jahrhundert“. Gerade bei der Gleichberechtigung von Frauen kämpfe die deutsche Gesellschaft an manchen Stellen auch noch immer.

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Der Mars konserviert organische Moleküle über lange Zeit

Ein aus verschiedenen Einzelbildern zusammengesetztes Selbstporträt des Mars-Rovers Curiosity. (Bild: Nasa/JPL-Caltech/MSSS)
Der Mars-Rover Curiosity hat in uraltem Gestein organisches Material entdeckt. Ob es biologischen Ursprungs ist, bleibt offen.

Thorsten Dambeck | Neue Zürcher Zeitung

Organische Moleküle auf dem Mars aufzuspüren, ist schwierig. Erste Versuche gehen auf die beiden Viking-Lander der Nasa zurück, die vor vier Jahrzehnten mit ihren Minilabors den roten Boden untersuchten – erfolglos. Das kam überraschend. Denn laut Schätzungen sollten jährlich mindestens 100 Tonnen solchen Materials den Mars erreichen, beispielsweise durch Meteoriten. Der negative Befund trübte die Aussichten, im Marsboden Spuren einstigen Lebens zu finden; möglicherweise zersetzen sich die organischen Moleküle bei den harschen Umweltbedingungen auf dem Mars einfach zu schnell. Doch nun berichtet ein internationales Forscherteam, dass im Gestein der Marsoberfläche durchaus organische Moleküle existieren: Sie stammen aus über drei Milliarden Jahre alten Steinen, also aus einer Zeit, als sich auch bei uns das erste Leben zu regen begann.

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Mehr als 150 Millionen Kinder in illegaler Kinderarbeit gefangen

Oftmals sind die Familien auf das Geld, das die Kinder verdienen, angewiesen. Foto: dpa
Offiziell ist Kinderarbeit zwar in fast allen Ländern verboten. Doch Millionen Kinder sind weiter betroffen. Gemeint sind dabei nicht Minderjährige, die Eltern ab und zu bei der Arbeit auf dem Feld helfen oder als Schüler Zeitungen austragen.

Berliner Zeitung

Vielmehr spricht die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in Genf von Kinderarbeit, wenn den jungen Menschen durch den Einsatz ihre Würde und ihre Kindheit genommen werden oder wenn die Arbeit ihnen körperlich oder psychisch schadet. Die ILO meint alle unter 18-Jährigen, sowohl Kinder als auch Jugendliche.

Hälfte der Betroffenen unter zwölf Jahren

Nach Schätzungen der ILO arbeiteten 2016 weltweit rund 218 Millionen Kinder im Alter von 5 bis 17 Jahren. Bei 152 Millionen müsse man von illegaler Kinderarbeit ausgehen. Die Hälfte der Betroffenen sei unter zwölf. Am schlimmsten sei die Situation in Afrika. Dort arbeite jedes fünfte Kind.

Österreich: Regierung schließt sieben Moscheen und weist Imame aus

Atib-Zentrum in der Wiener Gudrunstraße (Symbolbild) – Die Presse/Stanislav Jenis
Türkis-Blau zieht nach der Prüfung von ATIB-nahen Einrichtungen erste Konsequenzen: Sieben Moscheen müssen ihren Betrieb einstellen. Aufenthaltsbeendende Maßnahmen für Imame werden geprüft, bis zu 40 könnten des Landes verwiesen werden.

Die Presse.com

Die Regierung zieht erste Konsequenzen aus den Prüfungen von ATIB-nahen Vereinen und Moscheen. Wie Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und sein Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) am Freitagvormittag bei einer Pressekonferenz bekannt gaben, werden sieben salafistische Einrichtungen und Moscheen geschlossen – eine Moschee der rechtsextremen „Grauen Wölfe“ am Antonsplatz in Wien-Favoriten sowie sechs weitere, die von der Arabischen Kultusgemeinde betrieben werden. Diese wird aufgelöst.

„Sie wissen, dass Österreich ein Land der Vielfalt ist“, deswegen sei Religionsfreiheit ein hohes Gut, sagte Kurz um 8 Uhr morgens. Gleichzeitig sei man aber auch ein Rechtsstaat. Der politische Islam habe folglich „in Österreich keinen Platz“. Strache ergänzte: „In Österreich herrscht Religionsfreiheit“. Umso wichtiger sei es, dass „diese Wertorientierung nicht zur politischen Indoktrination missbraucht wird“. Viele Muslime hätten es „nicht verdient, unter Generalverdacht gestellt zu werden“. Tatsache sei aber auch, dass sich viele Terroristen in den vergangenen Jahren auf den Koran berufen hätten. Solche Tendenzen seien „langfristig staatsgefährdend“.

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Skripal: Die britische Polizei steht mit leeren Händen da

Bild: Man vyi/public domain
Es sei ein sehr ungewöhnlicher und komplexer Fall. Trotz immensem Aufwand gibt es keine Spuren, Russland wird im neuesten Zwischenbericht nicht einmal erwähnt

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Am Dienstag hat die britische Polizei einen erneuten Bericht über die Ermittlungen im Fall Skripal veröffentlicht. Er zeigt vor allem, dass mit großem Aufwand bislang wenig herausgebracht wurde. Die Täter des Anschlags mit dem Nervengift bleiben im Dunklen, von irgendwelchen Spuren, die nach Russland reichen, ist nicht die Rede.

Das überführt letztlich die britische Regierung, die die Schuldigen aufgrund angeblicher alternativenloser Plausibilität in Russland und auch im Kreml verortete, ebenso wie die Regierungen, die sich hinter die Beschuldigungen stellten. Offenbar musste die Bundesregierung wenigstens im Geheimen vor dem Parlamentarischen Kontrollausschuss zugestehen, keine Beweise von der britischen Regierung erhalten oder selbst etwa durch die deutschen Geheimdienste erhalten zu haben, die über die Erkenntnis hinausgehen, dass für den Anschlag Nowitschok benutzt wurde (Bundesregierung hat keinerlei Beweise für Skripal-Fall). Bislang unterminieren die westlichen Regierungen, die sich hinter die Schuldzuweisung der britischen Regierung gestellt haben, das Vertrauen in die Institutionen weitaus stärker, als dies eine Desinformationskampagne von außen vermöchte.

Warum das angeblich so gefährliche Nervengift nicht tödlich wirkte, bleibt ebenso unbeantwortet wie seine Herkunft. Dass die britischen Behörden weiterhin die beiden Skripals, die sich mittlerweile erholt haben, von der Öffentlichkeit fernhält, angeblich auf eigenen Wunsch, mindert das Misstrauen nicht gerade, das durch fehlende Beweise oder auch nur Hinweise auf die Anklage der britischen Regierung verstärkt wird.

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Bienen verstehen das Prinzip der Null

Honigbienen begreifen das Prinzip der Null als Zahlenwert – das galt bisher als Privileg von Primaten und einigen Vögeln. © proxyminder/ iStock
Zahlenbegabter als kleine Kinder: Honigbienen haben ein überraschend menschenähnliches Zahlenverständnis – sie begreifen sogar das abstrakte Konzept der Null. Im Experiment erkannten die Insekten spontan, dass ein leeres Bild einen niedrigeren Zahlenwert besitzt als ein Bild mit einem oder mehr Punkten, wie Forscher im Fachmagazin „Science“ berichten. Das Überraschende daran: Das Prinzip der Null als Zahlenwert begreifen selbst menschliche Kinder erst ab etwa vier Jahren.

scinexx

Die Null steht für ein Nichts, eine leere Menge, aber gleichzeitig ist sie auch Teil unseres Zahlenraums: Sie kennzeichnet einen Wert kleiner als 1. Doch so wichtig dieses Konzept der Null ist, so abstrakt und schwer zu begreifen ist es – selbst für uns Menschen: In der Geschichte taucht die Null erst vor rund 1.700 Jahren erstmals auf und bis heute gibt es Naturvölker, die keine Null kennen.

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Was die Hamas mit dem „Marsch der Millionen“ bezweckt

25.000 Kämpfer sollen die Kassam-Brigaden, der militärische Arm der Hamas, unter Waffen haben.Foto: Said Khatib/AFP
Für Freitag ruft die Hamas zum „Marsch der Millionen“ für Gaza auf. Der Protest richtet sich gegen Israel. Wer die Hamas ist und – was die Terrorgruppe vorhat.

Von Christian Böhme, Lissy Kaufmann | DER TAGESSPIEGEL

Die Waffenruhe am Gazastreifen hält – noch. Bis vor Kurzem hatten militante Palästinenser Dutzende Mörsergranaten und Raketen auf Israel abgefeuert. Jerusalem reagierte mit Luftschlägen auf militärische Ziele. Doch am heutigen Freitag könnte die Situation wieder eskalieren.

Mit einem „Marsch der Millionen für Gaza“ soll an die Niederlage der Araber im Sechstagekrieg 1967 erinnert werden. Sollten dabei wieder Demonstranten auf den Grenzzaun zumarschieren oder Brandbomben werfen, ist nicht ausgeschlossen, dass es Tote geben wird. Israels Armee will wie bisher Scharfschützen einsetzen, um die Grenze zu sichern.

Was bezweckt die Hamas mit den Protesten?

Ziel der Islamisten ist es, dass die Blockade der Ägypter und der Israelis gelockert wird. Denn der Küstenstreifen leidet seit Jahren unter der restriktiven Grenzpolitik der beiden Nachbarn. Warenlieferungen sind nur eingeschränkt möglich, die Gazaner sind mehr oder weniger eingesperrt.

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Die Nazikeule hilft nicht gegen Schweinepest

Die „Nazikeule“ auf einem Plakat bei einer Pegida-Demo 2015 Quelle: picture alliance / dpa
Das Wort „Keule“ ist zurück. Nicht nur in Mastbetrieben, sondern auch in Debatten: Wer an historische Wahrheiten erinnert, wird rasch als Troglodyt beschimpft, der die Stasi- oder Nazikeule schwingt.

Von Matthias Heine | DIE WELT

Mitten im Zeitalter der Hightechwaffen-Fantasien – der Stahlenkanonen, Virenattacken und Raketenschutzschilde – ist das zweiälteste Tötungswerkzeug der Menschheit zurückgekehrt: die Keule. Nicht nur als Mittel gegen Tierseuchen – das Verb keulen ist dank BSE, Schweinpest, und Vogelgrippe aus dem Spezialistenjargon der Amtstierärzte und Mastbetriebe ins Mediendeutsch gewuchert. Sondern auch als Totschlagargument zur Abwehr historischer Vergleiche: Wer andere darauf hinweist, dass ihre Wortwahl und ihre Denkmuster angebräunt sind, wird geblockt mit dem Vorwurf, er schwinge die Nazikeule.

Als Martin Walser die Moralkeule beschwor

Die Nazikeule ist ein naher Verwandter der Auschwitzkeule. Beide Neuwörter sind seit etwa 2000 häufiger im Gebrauch. Sie sind Konkretisierungen der Begriffs Moralkeule, den Martin Walser 1998 in seiner berühmt-berüchtigten Rede zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in der Frankfurter Paulskirche benutzt hatte.

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Rekordmengen an Mikroplastik im Mittelmeer gemessen

foto: picturedesk.com Industrie und Tourismus verschmutzt das Mittelmeer.
WWF: Touristen erhöhen Abfallbelastung massiv

derStandard.at

Das Mittelmeer geht laut der Umweltorganisation WWF in Plastik förmlich unter. Besonders für Mikroplastik seien wahre Rekordmengen nachgewiesen worden, wurde zum Tag der Meere am Freitag mitgeteilt. Die Konzentration der winzigen Kunststoffpartikel sei fast vier Mal so hoch wie im nördlichen Pazifik. Bis zu 1,25 Millionen Fragmente finden sich pro Quadratkilometer.

Der im Mittelmeer und an seinen Stränden gefundene Abfall bestehe zu 95 Prozent aus Kunststoff, hauptsächlich aus der Türkei und Spanien, gefolgt von Italien, Ägypten und Frankreich. Die Beliebtheit als Urlaubsziel verschärfe das Problem. „Während der Sommermonate steigern jährlich 320 Millionen Touristen die Abfallbelastung des Meers um 40 Prozent“, kritisierte der WWF.

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Hotels in Augsburg stornieren Buchungen für AfD-Parteitag

Die AfD-Spitze mit Alice Weidel (l.) und Alexander Gauland Foto: afp
Wenige Wochen vor dem AfD-Bundesparteitag haben zwei Hotels in Augsburg einem Bericht zufolge Übernachtungen von Politikern der rechtspopulistischen Partei storniert.

Berliner Zeitung

Die Hotels „Holiday Inn Express“ und „Drei Mohren“ hätten die Buchungen storniert, berichteten die Zeitungen „Welt“ und „Augsburger Allgemeine“ (Freitagausgaben).

Betroffen von der Absage des „Holiday Inn Express“ seien auch Mitglieder des AfD-Bundesvorstands, berichtete die „Welt“ unter Berufung auf Parteiangaben. Darunter befänden sich Partei- und Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland, Fraktionschefin Alice Weidel, Fraktionsvize Beatrix von Storch sowie die Vize-Parteichefs Albrecht Glaser und Kay Gottschalk.

Vier mutmaßliche IS-Terroristen in Deutschland verhaftet

Deutsche Spezialeinheiten waren im Einsatz (Symbolbild) – (c) APA/DPA
Die jungen Männer waren 2015 im Zuge der Fluchtwelle nach Deutschland gekommen. Sie lebten zuletzt in Bayern bzw. Nordrhein-Westfalen. Mindestens einer davon soll ein Dutzend heimtückischer Sprengattentate mit zahlreichen Opfern begangen haben.

Die Presse.com

Die deutsche Bundesanwaltschaft hat am Donnerstag vier mutmaßliche Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verhaften lassen. Die Haftbefehle des Ermittlungsrichters beim Bundesgerichtshof seien am Mittwoch in Dortmund und Bottrop (Nordrhein-Westfalen) sowie im Landkreis Amberg-Sulzbach (Bayern) von Beamten der Spezialeinsatzkommandos vollstreckt worden, teilte die oberste deutsche Anklagebehörde in Karlsruhe mit. Es handelt sich demnach um vier Iraker im Alter von 26 bis 29 Jahren. Sie waren 2015 im Zuge des Massenansturms auf Europa vermutlich über Österreich nach Deutschland gekommen.

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What Has NASA’s Curiosity Found on Mars? We’ll Find Out Today!

NASA will hold a press conference Thursday, June 7, 2018, to announce a new discovery on Mars from the Curiosity rover. Here, Curiosity snaps a selfie while perched on Vera Rubin Ridge on Mars in February 2018. Credit: NASA/JPL-Caltech/MSSS
NASA’s Mars rover Curiosity has apparently found something intriguing on Mars, and the space agency will unveil the discovery today (June 7). 

By Tariq Malik | SPACE.com

The space agency revealed few details about what will be announced today, but the „live discussion“ will feature „new science results from NASA’s Mars Curiosity rover,“ according to a NASA announcement. Why all the secrecy? „The results are embargoed by the journal Science until then,“ NASA wrote in the statement.

That means NASA won’t release any details until the news conference, which is scheduled for 2 p.m. EDT (1800 GMT). You can watch the Mars announcement live on Space.com, courtesy of NASA TV. The space agency did reveal the list of scientists who will be discussing the Mars discovery. [See Curiosity’s Greatest Mars Discoveries (So Far)]

According to NASA, Thursday’s Mars science discussion will be hosted by Michelle Thaller, the assistant director of science for communications in the agency’s Planetary Science Division. Presenters will include:

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Katholische Akademie Berlin zu Grenzen staatlicher Neutralität: Wenn das Kopftuch grundsätzliche Fragen aufdeckt

Heiner Koch. Bild: wikimedia.org. CC-BY-SA 4.0 – Martin Rulsch

Der Streit um das Berliner Neutralitätsgesetz geht quer durch die politischen Lager und verhärtet sich. Mit einer Expertentagung will das Erzbistum Berlin der Debatte um das Kopftuch neue Impulse geben.

DOMRADIO.DE

Die religiöse und weltanschauliche Neutralität des Staates steht verstärkt zur Debatte. So zahlt der Berliner Senat abgelehnten muslimischen Lehramtskandidatinnen mit Kopftuch lieber Entschädigungen, als das umstrittene Neutralitätsgesetz des Landes verfassungsrechtlich überprüfen zu lassen. Berlins Erzbischof Heiner Koch sieht eine mit diesen Konflikten verbundene „Polarisierung und Pauschalisierung“ mit großer Sorge.

In der Katholischen Akademie der Hauptstadt lud der Erzbischof Experten zu einer am Mittwochabend endenden Tagung „Über Notwendigkeit und Grenzen positiver Religionsfreiheit“. Ein Anstoß waren nach seinem Bekunden die scheinbar unversöhnlichen „Pro- und Contra-Initiativen“, zu denen sich Gegner und Befürworter des Neutralitätsgesetzes zusammengeschlossen haben.

Prinzip „wohlwollender Neutralität“

Die seit 2005 geltende Regelung verbietet bestimmten Vertretern des Staates – darunter Grundschullehrern – im Dienst das Tragen auffallender Kleidungs- und Schmuckstücke, die religiöse Bedeutung haben. Betroffen war davon auch schon eine evangelische Pädagogin, die im Unterricht ein Kreuz trug.

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Das Ende des Flüchtlingspakts für Griechenland

Bild Mariza: virtual_tourist / Lizenz: CC-BY-3.0
Die Türkei reagiert auf die Freilassung der „Hubschrauber-Flüchtlinge“. Offen ist, welche faktischen Konsequenzen dies für den EU-Pakt mit der Türkei hat

Wassilis Aswestopoulos | TELEPOLIS

Als Reaktion auf die Freilassung der acht türkischen Militärs, welche in Griechenland Asyl gesucht und erhalten haben, kündigte die Türkei heute den Flüchtlingspakt mit Griechenland. Die acht Hubschrauberflüchtlinge, die direkt nach dem gescheiterten Putsch der Militärs gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nach Griechenland geflohen sind, können sich nach Gerichtbeschluss frei in Griechenland bewegen.

Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu erklärte, dass das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei als Strafe für das griechische Asyl hinsichtlich Griechenlands ausgesetzt sei. Er bemerkte, „die Regierung in Griechenland möchte diese Situation wirklich lösen, aber gleichzeitig sehen wir, dass vom Westen aus Druck auf Griechenland ausgeübt wird“.

Çavuşoğlu führte seinen Gedankengang weiter und behauptete, dass die griechische Justiz mehr als die Regierung unter der Fuchtel westlicher Interessen stehe. Er zog als Konsequenz das immer verkündete Credo einer unabhängigen Justiz in Griechenland in Zweifel.

Tage zuvor hatte das türkische Außenministerium auf die Freilassung mit den folgenden Worten reagiert: „Für ein Land, welches sich als die Wiege der Demokratie rühmt, ist es nicht statthaft, auch nicht mit dem internationalen Recht oder mit den Regeln guter Nachbarschaft, Verräter freizulassen, welche mit einem Putsch im Nachbarland versucht haben, dessen demokratische Ordnung auszulösen.“

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Prinz Charles soll über pädophilen Bischof berichten

© Bild: picture alliance / AP Photo / Kirsty Wigglesworth
Der anglikanische Bischof Peter Ball wurde 2015 wegen Missbrauchs verurteilt. Ungeklärt ist jedoch, wie er über Jahrzehnte unbehelligt bleiben konnte. Nun soll der britische Thronfolger dazu Auskunft geben.

katholisch.de

Im Fall des pädophilen anglikanischen Bischofs Peter Ball soll der englische Thronfolger Prinz Charles eine Stellungnahme für einen Untersuchungsausschuss abgeben. Das berichtet die Zeitung „The Guardian“ (Donnerstag). Bei den Ermittlungen geht es um die Frage, wie der 2015 wegen sexuellen Missbrauchs verurteilte Bischof über Jahrzehnte unbehelligt bleiben konnte. Die Anhörung in der Sache soll am 23. Juli beginnen.

Prinz Charles, dessen Landsitz Highgrove in der Diözese Glocester liegt, hatte Ball laut der Zeitung als einen „loyalen Freund“ bezeichnet. Ihm seien die Verfehlungen des Bischofs unbekannt gewesen. Der Prinz habe jedoch Bereitschaft zu einer möglichen Kooperation im Rahmen der Untersuchung signalisiert.

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Michael Müller: Dodo des Monats Mai 2018

Dodo des Monats Mai 2018 ©HFR

Der Tourismus deutscher Politik in den Vatikan bestimmte in den letzten Tage die Schlagzeilen. In Reisegruppenstärke standen sie vor dem heiligen Stühlchen und versuchten Zipfel der Scheinheiligkeit des absolutistisch regierenden Kirchenfürsten zu erheischen. Nie wird der Anachronismus deutlicher, hier demokratisch gewählte Politiker, dort klerikaler Absolutismus. Man will die Bilder nicht sehen, wenn Ministerpräsidenten, regierende Bürgermeister wie hechelnde, subalterne Beamte dem höfischen Chor der Schmeichler einstimmen. Wer den Papst in den Arsch kriecht kann nicht mehr leuchten und so verglüht Politprominez im Gestank der römischen Kurie. Der sprücheklopfende Pappa und die in leeren Worthülsen denkende Politik.
Die römische Spukgestalt interessiert sich nicht für Wählerwillen, parteiliche Programmatik, ihr geht es um die Konsolidierung, den Ausbau und die Entwicklung der institutionellen Macht seiner Paladine, da eine katholische Fakultät, an einer staatlichen Universität, dort die Rekonstruktion eines Kirchleins, für die der Steuerzahler aufkommen muss.
7,1% der in den Regionen des Erzbistums Berlin lebenden Bevölkerung sind katholisch. Von 5,8 Millionen Einwohnern sind ganze 412.000 Katholiken. Die Party der katholischen Kirche bezahlen alle, ohne jedwedes Gefühl für Scham greift man in die Töpfe staatlicher Kassen. Die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft sehen es mit Wohlwollen, die gesellschaftlich geringer werdende Bedeutung des Fossils katholische Kirche interessiert nicht. Die Gemeinschaft aller bezahlt ein Kasperletheater in dem alte Männer die Fäden für die Puppen ziehen und der Pöbel klatscht Beifall.
Nun gar reden Politiker, wie Michael Müller, Erzapostel Koch und der Pappa gar von einem Konkordat, also einem Staatskirchenvertrag zwischen Berlin und dem „Heiligen Stuhl.“
Die Hauptstadt des Atheismus braucht so etwas nicht.
Woelki, Meisners Ziehsohn, legte am 16. August 2011, dem vom Reichkonkordat vom 20. Juli 1933 geforderten Treueid auf den Berliner Senat ab. Ein freiheitlich-demokratisch gewählter Senat lässt sich die Treue, auf der Grundlage eines Nazi-Vertrages, schwören.

Protestant Müller will es regeln, vertraglich, die Notwendigkeit hat er sich einreden lassen und das deutsche Episkopat quietscht vor Vergnügen.
Die alles entscheidende Frage ist, was heißt das in Euro? Die Stadt Berlin hat andere Probleme, als sich einen Zoo seltsam kleidender alter Männer leisten zu können.
Diderot auf unsere heute Zeit angepasst:“ »Die Menschen werden niemals frei sein bis man nicht den letzten Berufspolitiker mit den Eingeweiden des letzten Priesters erdrosselt hat.“

In dem Sinne. Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Wie die Mutterfirma von Cambridge Analytica die Reformen in Saudiarabien beeinflusste

Statt im Vorfeld der Reformen die saudische Bevölkerung zu konsultieren, liess sich Kronprinz Mohammed bin Salman offenbar lieber von einer britischen Analysefirma beraten. (Bild: François Mori / AP)
Das saudische Königshaus hat seine jüngsten Reformen vor der Umsetzung testen lassen. Dafür engagierte es laut einem Medienbericht die SCL Group, zu der auch die umstrittene Beratungsfirma Cambridge Analytica gehört.

Manuel Frick | Neue Zürcher Zeitung

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman gilt vielen als Befreier. Die Untertanen im Wüstenstaat dürfen neuerdings ins Kino und an Konzerte. Vor allem für die Frauen scheint sich etwas zu bewegen: Seit kurzem ist ihnen die Gründung eines Unternehmens ohne die Erlaubnis eines Mannes erlaubt; am 24. Juni soll das Fahrverbot für Frauen fallen.

SCL analysierte die Bevölkerung

Dass es dem Kronprinzen bei den Reformen mitnichten um Mitbestimmung geht, zeigte vor kurzem die Festnahme zahlreicher Frauenrechtlerinnen und Frauenrechtler. Die Botschaft ist klar: Freiheiten werden nicht erkämpft, sondern gewährt. Im Vorfeld der Reformen fand denn auch keine offene Debatte in der saudischen Gesellschaft statt. Wie jüngste Enthüllungen der «New York Times» zeigen, holte sich Mohammed bin Salman stattdessen Unterstützung bei der britischen SCL Group, um die Befindlichkeiten in der Bevölkerung zu analysieren.

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