Gauck wirbt um Verständnis für restriktive Flüchtlingspolitik


In seiner Festrede zum Weihejubiläum des Wormser Doms betont Ex-Bundespräsident Joachim Gauck: „Entscheidungen des Abwägens“ in der Flüchtlingspolitik sollten auch für Christen nachvollziehbar und vertretbar sein.

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Altbundespräsident Joachim Gauck hat für ein „pragmatisches“ Vorgehen in der Flüchtlingspolitik geworben. „Um offen zu bleiben für Menschen in existenzieller Not, sind Begrenzungen für jene nötig, denen am aktuellen Aufenthaltsort keine Gefahr droht“, sagte Gauck am Samstagabend in Worms.

Gauck: Grenzen nicht für alle öffnen

Gerade Christen zeigten zwar eine große Bereitschaft, sich für Flüchtlinge einzusetzen und hätten oft moralische Bedenken gegen eine restriktive Flüchtlingspolitik. „Um aber unseren Staat und unsere Gesellschaft nicht zu überfordern und die Demokratie zu bewahren, kann Deutschland seine Grenzen nicht für alle öffnen“, sagte Gauck.

Die Politik müsse „auch steuern“ und letztlich auf die Zustimmung von Mehrheiten setzen, um handlungsfähig zu bleiben.

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