„80 Prozent der Bewohner des Donbass wollen nicht zurück in die Ukraine“

Das östlich von Mariupol gelegene Küstenstädtchen Shyrokyne ist verlassen und völlig zerstört. Bild: censor.net.ua
Ex-SBU-Generalmajor Vovk fordert in einem Interview Realismus, der im G7-Abschlusscommuniqué auch nicht vorhanden ist, Freedom House warnt vor erstarkendem Rechtsextremis in der Ukraine

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Bundeskanzlerin Merkel war ganz vorne mit dabei, den Vorschlag von Donald Trump, Russland wieder zum G7-Gipfel einzuladen, zurückzuweisen. Nur der neue italienische Regierungschef Conte hatte Trumps Vorschlag zunächst begrüßt, sich aber dann wieder in die Ablehnungsfront eingereiht. Merkel sagte dazu, man sei sich einig gewesen, „dass eine Rückkehr Russlands zum G7-Format nicht erfolgen kann, solange nicht wirklich substanzielle Fortschritte im Hinblick auf die Probleme mit der Ukraine erreicht wurden“.

Im Abschlusscommuniqué, aus dem Trump nachträglich wieder ausgestiegen war, heißt es zu dem Thema in altbekannter Manier, Russland müsse sein „destabilisierendes Verhalten, demokratische Systeme zu untergraben, und seine Unterstützung des syrischen Regimes beenden“. Wiederholt wird, obgleich die Bundesregierung gerade einräumen musste, dafür keinerlei Beweise erhalten zu haben, dass Russland für den Anschlag auf die Skripals verantwortlich gemacht wird. Identisch werden die Begründungshülsen weiter verwendet, um die unbegründete Behauptung in den Köpfen der Menschen zu zementieren. Man stimme mit der britischen Regierung übereinstimme, dass „es sehr wahrscheinlich ist, dass die Russische Föderation für den Angriff verantwortlich ist und dass es keine plausible alternative Erklärung dafür gibt“.

Zur Ukraine werden ebenfalls die zum Ritual gewordenen Forderungen erhoben. Nach einer Verurteilung der „illegalen Annexion der Krim“ wird die kritiklose Unterstützung der Ukraine betont und das bisherige Scheitern der Umsetzung des Minsker Vereinbarungen alleine Russland in die Schuhe geschoben, weswegen die Fortführung der Sanktionen auch gerechtfertigt sei. Russland wird mit weiteren „restriktiven Maßnahmen zur Erhöhung der Kosten für Russland“ gedroht, sollten dessen Aktionen es erforderlich machen.

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Vertuschung: Papst nimmt Rücktritt von acht Aposteln Chiles an

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Missbrauchs-Causa in Chile war im Zuge der Papstreise im Jänner eskaliert – Auch Santiagos Kardinal Ricardo Ezzati und zunächst vom Papst verteidigter Bischof Juan Barros treten zurück

kath.net

Das vom chilenischen katholischen Publizisten und Papstvertrauten Luis Badilla geleitete vatikannahe römische Blogportal „Il Sismografo“ hat am Montag die Namen jener acht Bischöfe des Andenstaates veröffentlicht, deren Rücktritt infolge des Missbrauchsskandals Papst Franziskus angenommen hat und deren Nachfolger im Laufe der Woche im Vatikan-Bollettino veröffentlicht werden sollen. Es handelt sich um vier Diözesanleiter, die bereits über 75 sind und um vier Bischöfe, die aus der „Pia Union Secardotal“ des Missbrauchsgeistlichen Fernando Karadima (87) stammen.

Zu der ersten Gruppe gehören demnach Erzbischof Kardinal Ricardo Ezzati (76; Santiago, Erzbischof Cristian Caro (76; Puerto Montt), Bischof Gonzalo Duarte (76; Valparaiso) und Bischof Alejandro Goic (78; Rancagua). Zur zweiten Gruppe gehören Bischof Juan Barros (62; Osorno), Bischof Horacio Valenzuela (65; Talca), Bischof Tomislav Koljatic (63; Linares) sowie Weihbischof Andres Arteaga (59; Santiago).

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Bluttest verrät Frühgeburt-Risiko

Frühgeborene sind bei der Geburt noch nicht vollständig entwickelt. © Photodisc-rbma/ thinkstock
Biomarker entdeckt: In Zukunft könnte ein Bluttest Schwangeren verraten, wie hoch ihr Risiko für eine Frühgeburt ist. Denn Forscher haben herausgefunden: Anhand von bestimmten, im Blut zirkulierenden RNA-Schnipseln lässt sich der weitere Schwangerschaftsverlauf erstaunlich gut prognostizieren. Ob ein Kind zu früh auf die Welt kommt oder nicht – das beantwortet die Auswertung dieser Signale demnach mit einer Genauigkeit von rund 80 Prozent.

scinexx

Knapp zehn Prozent aller Babys kommen in Deutschland vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt – und gelten damit als „Frühchen“. Diese Säuglinge sind für ein Leben außerhalb des Mutterleibs eigentlich noch nicht reif genug. Dass sie die schützende Gebärmutter trotzdem vorzeitig verlassen, dafür können viele unterschiedliche Faktoren verantwortlich sein.

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Islam wird mehr und mehr zur Privatsache

Mann mit einer Gebetskette (imago/suedraumfoto)
Auch in islamisch geprägten Ländern stellen sich Gläubige ihre religiöse Praxis immer individueller zusammen. Forscher der Universität Göttingen untersuchen, wie sich muslimische Frömmigkeit in so unterschiedlichen Ländern wie etwa Senegal oder Pakistan verändert.

Von Luisa Meyer, Christian Röther | Deutschlandfunk Kultur

„Religion hat etwas mit dir und deiner Seele zu tun und wie du auf das Leben schaust. Religion ist wie Nacktheit: Es geht niemanden etwas an, was unter meiner Kleidung ist, wie mein Körper aussieht. Es ist etwas extrem Persönliches.“

Aya Kabalan studiert Kunstgeschichte in Beirut. Sie ist Schiitin, fastet im Ramadan und versucht, regelmäßig zu beten. Ein Kopftuch trägt sie nicht. Mit ihrer eigenen Art, den Glauben zu leben, stößt sie manchmal auf Ablehnung. Bekannte haben ihr vorgeworfen, keine richtige Muslimin zu sein. Doch Aya geht es nicht darum, ihre Frömmigkeit öffentlich zur Schau zu stellen.

„Spiritualität ist nicht an einen Ort gebunden. Man braucht auch keine Gebetsrichtung, um wirklich zu beten. Echte Gebete kommen aus dem Inneren eines Menschen. Ich liebe Kirchen und Moscheen, weil sie einem helfen, zu sich selbst zu finden. Genauso wie man in der Yogastunde zu sich selbst findet.“

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Der Glaube braucht den dogmatischen Kern

Nachthimmel über Jerusalem. Foto: afp
Demokratie verträgt Religion, aber sie wird nicht von ihr getragen. Eine Antwort auf Monika Grütters.

Von Markus Tiedemann | Frankfurter Rundschau

In der Debatte über das Kreuz in bayerischen Amtsstuben haben die Kirchen der Versuchung einer Instrumentalisierung widerstanden. Sorge macht hingegen, dass die Vertreter des Staates die Grenze zwischen Religion und Politik verwischen. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder ist hier nicht allein am Werk. Ein weniger spektakuläres, aber durchaus besorgniserregendes Beispiel ist ein Beitrag, den Monika Grütters, die Staatsministerin für Kultur und Medien, anlässlich des 101. Katholikentages in der „Zeit“ formulierte.

Die zunächst nicht weiter auffällige Leitthese lautete, dass Demokratie Religion vertrage, solange die Religion demokratietauglich sei. Dieser Aussage ist in Gänze zuzustimmen. Auch ist unbestritten, dass zahlreiche Religionen einen positiven Beitrag zu einem humanen und friedlichen Zusammenleben zu leisten vermögen. Als Beispiele dürfen zu Recht das islamische Almosengebot oder die christliche Nächstenliebe gelten. Die Vorstellung eines „deus caritas est“ impliziert neben Fremden- sogar Feindesliebe.

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Junge für Vergewaltigungen angeboten: Mutter und Partner in Missbrauchsfall vor Gericht

September 2017: Ermittler nehmen einen Verdächtigen im Freiburger Missbrauchsfall fest. Foto: dpa
Genau fünf Monate nach Bekanntwerden des jahrelangen Missbrauchs eines Jungen in Staufen bei Freiburg stehen die beiden Hauptbeschuldigten vor Gericht. Vor dem Landgericht Freiburg begann Staatsanwältin Nikola Novak mit der Verlesung der Anklage.

Berliner Zeitung

Der 48 Jahre alten Mutter des Kindes und ihrem 39 Jahre alten Lebensgefährten werden unter anderem schwere Vergewaltigung und Zwangsprostitution in jeweils knapp 50 Fällen zur Last gelegt. Der heute Neunjährige soll über zwei Jahre lang von ihnen missbraucht sowie im Darknet Männern gegen Geld für Vergewaltigungen angeboten worden sein (Az.: 6 KLs 160 Js 30250/17).

Insgesamt acht Angeklagte

Angeklagt sind Taten zwischen Mai 2015 bis Ende August 2017. In dem Fall gibt es insgesamt acht Tatverdächtige. Die Mutter und ihr Lebensgefährte, beide Deutsche, gelten den Angaben zufolge als die beiden zentralen Figuren in dem Missbrauchsfall.

Dodo Söder: Ich habe die Kreuzpflicht mehrfach angekündigt

Screenshot FB
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) weist den Vorwurf zurück, vor dem umstrittenen Kabinettsbeschluss zur Kreuzpflicht in Behörden nicht das Gespräch mit den Kirchen gesucht zu haben.

evangelisch.de

„Ich habe das Vorhaben mehrfach öffentlich angekündigt“, sagte der CSU-Politiker der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ am Montag. Söder verteidigte die Kreuzpflicht erneut gegen die Kritik, dass damit das Christentum durch den Staat vereinnahmt werde. Er sei auf die bayerische Verfassung vereidigt, in der die Ehrfurcht vor Gott als ein oberstes Bildungsziel definiert sei. In Bayern gebe es „eine tiefe Verbindung zwischen Kirche und Staat“, sagte der evangelische Christ.

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Wasser aus der Wüstenluft

Nur durch den Tag-Nacht-Wechsel angetrieben, könnte ein neues Verfahren Wasser aus Wüstenluft gewinnen. © bluejayphoto
Buchstäblich aus der Luft gegriffen: Forscher haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich aus Wüstenluft flüssiges Wasser gewinnen lässt. Das System absorbiert Wasserdampf selbst bei geringer Luftfeuchtigkeit und lässt das Wasser kondensieren. Das Besondere daran: Diese Methode funktioniert ohne zusätzliche Stromzufuhr – Antrieb ist allein die wechselnde Sonneneinstrahlung, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin „Science Advances“ berichten.

scinexx

Käfer und Pflanzen in der Namibwüste tun es und auch das in vielen Trockenregionen verbreitete Laubmoos Syntrichia caninervis: Sie gewinnen Wasser aus ihrer Umgebungsluft. Diese Wüstenbewohner profitieren davon, dass die Luft selbst in diesen trockenen Umgebungen noch Feuchtigkeit enthält – als Wasserdampf oder Nebel. Spezieller Oberflächenstrukturen lassen diese Feuchtigkeit auf den Organismen kondensieren und versorgen sie so mit flüssigem Wasser.

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Campylobacter: Erreger für Darmentzündung wird oft durch Grillfleisch übertragen

Themenbild. dpa
Sommerzeit ist Grillzeit – und damit auch die Zeit für Campylobacter-Bakterien. Der Erreger kann Darminfektionen verursachen und wird oft durch Geflügelfleisch übertragen.

Kölner Stadt-Anzeiger

Bis Mitte Mai sind nach Angaben der Krankenkasse IKK classic, die Daten des Robert-Koch-Instituts ausgewertet hat, im Rheinisch-Bergischen Kreis bereits 67 Infektionen bekanntgeworden, im Oberbergischen waren es 71 Erkrankte.

207 Infektionen im Kreisgebiet

Im vergangenen Jahr wurden 207 Infektionen im Kreisgebiet registriert, 2016 seien es 255 Fälle gewesen.Die tatsächliche Zahl dürfte allerdings weit höher liegen, da die Erkrankung zwar meldepflichtig ist, aber nicht jeder Betroffene zum Arzt geht und auf den Erreger getestet wird, vermutet Michael Lobscheid von der Krankenkasse.

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Ayahuasca: Ein psychedelisches Elixier lockt Touristen nach Peru

Während einer Zeremonie in Nuevo Egipto gießt der Schamane Pablo Flores das Elixier Ayahuasca in einen Plastikbecher Quelle: AP
Einheimische am Amazonas verwenden den halluzinogenen Pflanzenstoff Ayahuasca seit Jahrhunderten. Längst kommen aber auch Ausländer wegen des Gebräus, das heilend wirken soll. Nicht für alle geht das gut aus.

Von Franklin Briceno | DIE WELT

Pamela Moronci sitzt auf einer Matratze auf dem Boden, ein Sprechgesang in der einheimischen Shipibo-Sprache beginnt. Ein Schamane zieht an einer Pfeife mit einem starken Tabak und bläst den Rauch auf den Kopf der Frau – um sie zu reinigen.

Die Italienerin ist in den peruanischen Amazonas-Regenwald gekommen, um in einer Ayahuasca-Zeremonie Frieden und Erleuchtung zu finden. Jedes Jahr suchen Tausende von Touristen spirituelle Erfahrungen in Peru, Kolumbien und Ecuador. Für einige endete das tödlich.

„Man kann hier wirklich eine starke Energie spüren“, sagt Moronci. Der Schamane hat ihr einen Plastikbecher mit einem bitteren, trüben, psychedelischen Pflanzengebräu gereicht. Sie trinkt, hustet und lächelt trotz des unangenehmen Geschmacks. Dann schläft sie ein, während im Hintergrund Grillen zirpen und heftiger Regen prasselt.

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Kenia: Wenn Fake News Gewalt auslösen

Bild: tagesschau.de
Politische Hetze ist in Kenia allgegenwärtig. Per Handy werden Falschmeldungen verschickt, die die Empfänger nicht selten zu Gewalt aufwiegeln. Ein neues Gesetz gegen Cyberkriminalität soll Abhilfe schaffen.

Von Linda Staude | tagesschau.de

Auf den Straßen der größten Slums in Nairobi brennen Autoreifen und kleine Marktstände. Wütende junge Männer bauen Barrikaden. Einzelne werfen dicke Steine in Richtung der schwer gerüsteten Sicherheitskräfte, die Tränengas gegen die Demonstranten einsetzen – und scharfe Schüsse.

Es ist die Nacht auf den 12. August 2017 – kurz nach Bekanntgabe des Ergebnisses der später annullierten Präsidentschaftswahl. Gewalt nach dem Urnengang ist immer eine Gefahr in Kenia, klagt Händler Japheth damals:

Ich habe große Angst. Sie können sehen, dass ich das Geschäft heute nicht aufgemacht habe, alles ist weggeschlossen. Es ist nicht gut und ich glaube, dass wir Angst haben müssen.

Die Wahlunruhen im vergangenen Jahr kosteten fast 40 Menschen das Leben.

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Beulenpest ist älter als gedacht

Zwei Opfer der Pest: Bei diesen beiden Skeletten fanden die Forscher Spuren eines hochgefährlichen Erregerstammes. © V.V. Kondrashin/ V.A. Tsybin/ Nature Communications
Vorfahre des „Schwarzen Todes“: Die berüchtigte Beulenpest befiel Menschen schon vor rund 4.000 Jahren – und damit 1.000 Jahre früher als bisher gedacht, wie Analysen von Erregerproben beweisen. Demnach besaß das Pestbakterium bereits damals die entscheidenden genetischen Anpassungen, um in Flöhen zu überleben und sich explosionsartig verbreiten zu können.

scinexx

Die Pest hat im Laufe der Geschichte immer wieder verheerende Seuchen ausgelöst. Im 6. Jahrhundert wütete die sogenannte Justinianische Pest, im Mittelalter ging der Yersinia pestis-Erreger als der „Schwarze Tod“ in Europa um. Auch heute noch bedroht die Krankheit Bevölkerungsgruppen auf der ganzen Welt – erst im vergangenen Jahr brach sie etwa in Madagaskar aus. Als Hauptüberträger für die Pestbakterien gelten Flöhe, die beim Blutsaugen die Erreger auf neue Opfer verbreiten.

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Erdogan fordert schnellen Prozess gegen inhaftierten Konkurrenten

Der türkische Präsidentschaftskandidat Selahattin Demirtas und Chef der prokurdischen Demokratischen Partei der Völker (HDP) im Gefängnis in der Türkei. (Bild: HDP via AP)
Der inhaftierte türkische Präsidentschaftskandidat Selahattin Demirtas ist der Chef der prokurdischen Demokratischen Partei der Völker (HDP) und tritt für die Partei als Präsidentschaftskandidat an. Ihm drohen mehr als 142 Jahre Haft.

Neue Zürcher Zeitung

Der inhaftierte türkische Präsidentschaftskandidat Selahattin Demirtas soll nach Worten von Staatschef Recep Tayyip Erdogan «so schnell wie möglich» vor Gericht gestellt werden. Er sitzt unter anderem wegen des Vorwurfs «terroristischer» Aktivitäten seit November 2016 in Untersuchungshaft.

«Dieser Mann sitzt derzeit in Untersuchungshaft, oder? Ja, er ist eingesperrt. Ehrlich gesagt muss die Justiz ihre Entscheidung so schnell wie möglich treffen», forderte Erdogan am Sonntag bei einer Veranstaltung im nordwestlichen Kocaeli.

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Amazon zerstört massenhaft neuwertige Artikel

Viele Pakete bekommt Amazon zurück – und zerstört sie offenbar. (Foto: REUTERS)
  • Der Versandhändler vernichtet offenbar jeden Tag Waren im Wert von mehreren 10 000 Euro.
  • Die Bundesregierung fordert Aufklärung. Amazon rechtfertigt sich mit Programmen zur Reduzierung der „Entsorgung von Produkten“.

Süddeutsche Zeitung

Für die Kunden sind sie praktisch, für die Online-Händler ein Problem: Retouren. Verbraucher kaufen Kleidungsstücke in mehreren Größen und behalten im besten Fall nur eines. Oder sie bestellen Smartphones bei mehreren Händlern, bis auf ein Gerät gehen alle anderen zurück. Eine Recherche der Wirtschaftswoche und des ZDF-Fernsehmagazins Frontal 21 zeigt, was der US-Onlinehändler Amazon mit den zurückgeschickten Artikeln macht. Er vernichtet massenhaft Ware, auch neuwertige.

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The Trouble with Theories of Everything

by Melinda Beck. NAUTILUS
Whenever you say anything about your daily life, a scale is implied. Try it out. “I’m too busy” only works for an assumed time scale: today, for example, or this week. Not this century or this nanosecond. “Taxes are onerous” only makes sense for a certain income range. And so on.

By Lawrence M. Krauss | NAUTILUS

Surely the same restriction doesn’t hold true in science, you might say. After all, for centuries after the introduction of the scientific method, conventional wisdom held that there were theories that were absolutely true for all scales, even if we could never be empirically certain of this in advance. Newton’s universal law of gravity, for example, was, after all, universal! It applied to falling apples and falling planets alike, and accounted for every significant observation made under the sun, and over it as well.

With the advent of relativity, and general relativity in particular, it became clear that Newton’s law of gravity was merely an approximation of a more fundamental theory. But the more fundamental theory, general relativity, was so mathematically beautiful that it seemed reasonable to assume that it codified perfectly and completely the behavior of space and time in the presence of mass and energy.

The advent of quantum mechanics changed everything. When quantum mechanics is combined with relativity, it turns out, rather unexpectedly in fact, that the detailed nature of the physical laws that govern matter and energy actually depend on the physical scale at which you measure them. This led to perhaps the biggest unsung scientific revolution in the 20th century: We know of no theory that both makes contact with the empirical world, and is absolutely and always true. (I don’t envisage this changing anytime soon, string theorists’ hopes notwithstanding.) Despite this, theoretical physicists have devoted considerable energy to chasing exactly this kind of theory. So, what is going on? Is a universal theory a legitimate goal, or will scientific truth always be scale-dependent?

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Microsoft versenkt Rechenzentrum im Meer

(Bild: Microsoft Research (Screenshot aus Video))
In Phase 2 seines Projekts „Natick“ hat Microsoft 12 Serverracks in einem Container am Meeresboden platziert. Dort sollen sie sich effizienter kühlen lassen.

Tilman Wittenhorst | heise online

Microsoft hat die zweite Phase seines Forschungsprojekts „Natick“ eingeleitet: Ein komplettes Rechenzentrum hat der Konzern bei den Orkney-Inseln vor der Küste Schottlands im Meer versenkt. Die 12 Serverracks stecken in einem zylinderförmigen Tank etwa von der Größe eines Seefracht-Containers, der per Unterseekabel mit dem Land verbunden ist. Mit dem Projekt will Microsoft vor allem Erfahrung mit der Wartungsfreiheit eines Rechenzentrums sowie mit alternativer Kühlung sammeln.

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„Wer baut, der bleibt“: Der Jüdische Campus in Berlin

Es ist das größte jüdische Neubauprojekt in Berlin seit dem Holocaust: Am Sonntag ist Grundsteinlegung des Jüdischen Campus für insgesamt 500 Kinder. Das Projekt soll Hoffnung machen.

Christoph Strack | Deutsche Welle

„Wer baut, der bleibt. Der freut sich auf die Zukunft.“ Rabbiner Yehuda Teichtal, der Gemeinderabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, ist ein Meister der knappen großen Worte. Der Pathos ist ihm ernst. „Wer baut, der zeigt Vertrauen. Wir sind hier, um eine langfristige, dauerhaft lebendige jüdische Zukunft mitzugestalten in Deutschland.“ Das sei die Botschaft.

Der orthodoxe Rabbiner Teichtal ist Vorsitzender des Jüdischen Bildungszentrums in Berlin. Am Sonntag begrüßt er Außenminister Heiko Maas zum Spatenstich eines Jüdischen Campus im Bezirk Wilmersdorf. Kindergarten und Schule, eine Turnhalle, die auch für Theater- und Kinovorführungen genutzt werden kann. Es ist wohl das größte jüdische Neubauprojekt in Berlin seit Ende des Zweiten Weltkriegs.

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Gabriel: Debatte über Bamf ist Stellvertreterdiskussion

Der frühere SPD-Chef Sigmar Gabriel sieht keine Notwendigkeit für einen Untersuchungsausschuss zur Aufarbeitung der Affäre im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf). „In Wahrheit geht es doch gar nicht um das Bamf, sondern die Mitarbeiter dort werden gerade zum Sündenbock gemacht“, sagte der frühere Vizekanzler den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montag). „Es ist doch illusorisch zu glauben, dass irgendeine Behörde in der Lage gewesen wäre, in kurzer Zeit über eine Million Menschen fehler- und makellos zu registrieren.“

evangelisch.de

In der Bremer Außenstelle des Bundesamts sollen mehr als 1.100 positive Asylbescheide ohne ausreichende Grundlage erteilt worden sein. Die Affäre hat eine politische Diskussion über die mutmaßlichen Rechtsverstöße in Bremen hinaus ausgelöst. Der Innenausschuss des Bundestags hat in Sondersitzungen mit der Aufklärung systematischer Mängel in der Behörde begonnen. AfD und FDP dringen auf die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses.

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Papst: Bestimmte Sünden sind unvergebbar

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Die «schwerste Sünde» liegt nach den Worten von Papst Franziskus darin, gegen die Liebe Gottes zu lästern.

DOMRADIO.DE

Diese Sünde könne nicht vergeben werden, weil sie ihren Ursprung im «Sich-Verschließen des Herzens gegenüber der Barmherzigkeit Gottes» habe, sagte Franziskus beim Mittagsgebet am Sonntag auf dem Petersplatz. Er warnte auch vor Neid auf die Güte anderer Menschen.

Darin stecke ein «tödliches Gift», das auf die Zerstörung des guten Rufs des anderen ziele, so der Papst.

Hamburger IZH-Vertreter wohl bei Al-Quds-Marsch

Am al-Quds-Tag gingen rund 1600 Menschen in Berlin für eine israelfeindliche Demonstration auf die Straße, um Solidarität mit dem palästinensischen Volk zeigen
Beobachter sollen hochrangige Vertreter des Islamischen Zentrums Hamburg erneut bei dem israelfeindlichen Al-Quds-Marsch in Berlin gesehen haben. Die Schura nannte diesen „nicht tragbar“.

DIE WELT

Hochrangige Vertreter des Islamischen Zentrums Hamburg (IZH) sollen auch in diesem Jahr am israelfeindlichen Al-Quds-Marsch in Berlin teilgenommen haben. „Beobachter berichten, dass sie mindestens zwei Ayatollahs des IZH gesichtet haben“, sagte Volker Beck, Lehrbeauftragung am Centrum für Religionswissenschaftliche Studien der Ruhr-Universität Bochum und ehemaliger grüner Bundestagsabgeordener, zur WELT. „Eine Teilnahme von IZH-Funktionären ist ein Wortbruch gegenüber der Schura und dem Land Hamburg, der Konsequenzen haben muss.“

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