Ayahuasca: Ein psychedelisches Elixier lockt Touristen nach Peru


Während einer Zeremonie in Nuevo Egipto gießt der Schamane Pablo Flores das Elixier Ayahuasca in einen Plastikbecher Quelle: AP
Einheimische am Amazonas verwenden den halluzinogenen Pflanzenstoff Ayahuasca seit Jahrhunderten. Längst kommen aber auch Ausländer wegen des Gebräus, das heilend wirken soll. Nicht für alle geht das gut aus.

Von Franklin Briceno | DIE WELT

Pamela Moronci sitzt auf einer Matratze auf dem Boden, ein Sprechgesang in der einheimischen Shipibo-Sprache beginnt. Ein Schamane zieht an einer Pfeife mit einem starken Tabak und bläst den Rauch auf den Kopf der Frau – um sie zu reinigen.

Die Italienerin ist in den peruanischen Amazonas-Regenwald gekommen, um in einer Ayahuasca-Zeremonie Frieden und Erleuchtung zu finden. Jedes Jahr suchen Tausende von Touristen spirituelle Erfahrungen in Peru, Kolumbien und Ecuador. Für einige endete das tödlich.

„Man kann hier wirklich eine starke Energie spüren“, sagt Moronci. Der Schamane hat ihr einen Plastikbecher mit einem bitteren, trüben, psychedelischen Pflanzengebräu gereicht. Sie trinkt, hustet und lächelt trotz des unangenehmen Geschmacks. Dann schläft sie ein, während im Hintergrund Grillen zirpen und heftiger Regen prasselt.

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