Auslandsfinanzierungen: Deutsche Priester sammeln Millionen für Auslandskollegen

Bild: tilly
Priestern in Deutschland geht es im Vergleich zu ihren Amtsbrüdern auf anderen Kontinenten finanziell sehr gut. Deswegen haben sie gemeinsam mit dem Hilfswerk missio eine Solidaritätsaktion gestartet.

katholisch.de

Rund 1,7 Millionen Euro haben Priester in Deutschland im vergangenen Jahr für ihre Amtskollegen in Afrika und Asien gesammelt. Dies ist das Ergebnis der Solidaritätsaktion „Priester helfen einander in der Mission“ (PRIM), wie das Internationale Katholische Missionswerk missio München am Dienstag mitteilte. Demnach erhielten laut dem aktuellen Rechenschaftsbericht von missio und der Arbeitsgemeinschaft der Priesterräte in Deutschland 8.630 Priester in 25 Ländern eine einmalige Unterhaltshilfe von 200 Euro.

„Fortdauernde Hungerkrisen und politische Konflikte stellen viele Länder, in die die Gelder fließen, vor große Herausforderungen“, erklärten missio-Präsident Wolfgang Huber und Ludwig Waldmüller, PRIM-Beauftragter der Arbeitsgemeinschaft der Priesterräte in Deutschland.

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NRW-Gymnasium kauft Burkinis für Schülerinnen – 300 Jahre Aufklärung im Arsch

Wegen der Probleme beim gemischten Schwimmunterricht hat ein Gymnasium in Herne 20 sogenannte Burkinis angeschafft. Die islamkonformen Ganzkörperbadeanzüge sollen muslimischen Schülerinnen bei der Integration helfen. Von Schülern und Eltern sei die Aktion gut aufgenommen worden, so die Schule. Pädagogen üben jedoch Kritik.

FOCUS ONLINE

Wie die „WAZ“ berichtet, hat das Pestalozzi-Gymnasium in Herne bereits kostenlose Burkinis an 15 Schülerinnen verliehen. „Damit hat keiner mehr eine Ausrede, nicht am Unterricht teilzunehmen“, sagte Schulleiter Volker Gößling der Zeitung. Der Schwimmunterricht ab der sechsten Klasse sei verpflichtend, muslimische Schülerinnen hätten jedoch aus Glaubensgründen nicht teilgenommen.

Mit der Zuwanderung von Flüchtlingen habe sich die Situation verändert, ohne Burkini hätten viele der Mädchen nicht mit männlichen Schulkameraden zusammen  ins Becken steigen wollen.

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Homöopathie: Auch nett erzählter Blödsinn bleibt Blödsinn

Homöopathische Globuli darf man auch kombinieren. Getty Images/iStockphoto
Gelassener und ausgeglichener bei körperlichen und seelischen Problemen – und das auf sanfte, natürliche Art. Vielen Menschen gefällt, was die Homöopathie verspricht, auch wenn Schulmediziner von reinem Placebo-Effekt ausgehen. Hier erklärt ein Mediziner und Experte für Homöopathie, wie Globuli der Seele helfen sollen.

Sabine Knapp | FOCUS ONLINE

Jeder zweite Deutsche hat schon einmal versucht, ein gesundheitliches Problem mit den Mitteln der Homöopathie zu bekämpfen. Die typischen Arzneikügelchen gelten als sanfte Alternative zu Medikamenten aus einem Pharmalabor. Vielen Homöopathie-Anhängern gefällt auch, dass Globuli und Tropfen nicht nur einzelne Symptome bekämpfen wollen, sondern den ganzen Menschen im Blick haben.

Daher ist es kaum verwunderlich, dass die Homöopathie auch bei psychischen Problemen entsprechende Mittel bereit hält. Gerade bei seelischen Nöten und Beschwerden stelle die Homöopathie einen guten Lösungsansatz dar, sagt der Allgemeinmediziner und Experte für Naturheilkunde Markus Wiesenauer.

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BVerfG: Lehrer und andere Beamte dürfen auch weiterhin nicht streiken

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Beamte dürfen in Deutschland auch in Zukunft nicht streiken. Das Bundesverfassungsgericht wies am Dienstag vier gegen das Streikverbot gerichtete Verfassungsbeschwerden von beamteten Lehrern zurück.

Berliner Zeitung

Das Grundrecht auf Koalitionsfreiheit finde eine Schranke in den hergebrachten Grundsätzen des Berufsbeamtentums, sagte der Präsident des Gerichts, Andreas Voßkuhle, bei der Urteilsverkündung in Karlsruhe. Einer dieser Grundsätze sei das Streikverbot. (Az. 2 BvR 1738/12 u.a.)

„Ein Streikrecht für Beamte löste eine Kettenreaktion in Bezug auf die Ausgestaltung des Beamtenverhältnisses aus und zöge fundamentale Grundsätze des Berufsbeamtentums in Mitleidenschaft“, sagte er.

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Männer navigieren effizienter

Wo geht’s lang? Dem Vorurteil nach weiß der Mann meist besser bescheid. © Beer 5020/ istock
Stimmt es also doch? Männer scheinen tatsächlich die besseren „Pfadfinder“ zu sein. Denn sie bewegen sich effizienter durch ihnen grundsätzlich bekannte Umgebungen und erreichen ihr Ziel dadurch deutlich schneller, wie ein Experiment belegt. Demnach nehmen die Herren der Schöpfung häufiger sinnvolle Abkürzungen. Frauen folgen dagegen eher einmal eingeprägten Routen und neigen außerdem dazu, umher zu wandern.

scinexx

Typisch Mann, typisch Frau: Klischees über die Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt es viele – und in manchen steckt tatsächlich ein wahrer Kern. Zwar ist „das“ männliche oder weibliche Gehirn ein Mythos. Trotzdem scheinen sich Frauen in manchen Situationen anders zu verhalten und auch anders zu denken als Männer.

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Klimawandel destabilisiert Getreide-Weltmarkt

Gleichzeitige Missernten in verschiedenen Regionen der Welt sind heute beim Mais noch rar – doch das könnte sich mit dem Klimawandel ändern. © James Brey/ iStock
Forscher warnen: Der Klimawandel könnte die globalen Märkte für Mais und andere Getreide destabilisieren. Denn durch die globale Erwärmung werden Ernteausfälle bei den Haupterzeugerländern häufiger – und sie treten öfter gleichzeitig auf. Als Folge bricht der weltweite Mais-Nachschub ein und der Weltmarkt reagiert mit dramatischen Preisanstiegen. Das könnte die Versorgung vor allem ärmerer Regionen und großer Ballungsräume gefährden, so die Wissenschaftler.

scinexx

Klimaforscher prognostizieren schwere Zeiten für Landwirte: Für die Weizen-Anbaugebiete Europas sagen sie eine Verdopplung bis Verdreifachung widriger Wetterereignisse voraus – mit entsprechend drastischen Ernteausfällen. Studien belegen zudem, dass viele Getreide gerade auf Hitzewellen sensibel reagieren und auch zu stark steigende CO2-Werte wirken sich negativ auf die Erträge aus. Schon jetzt gibt es weltweit messbare Ernteeinbußen.

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Israels Sicherheitskräfte beginnen Räumung von Siedlungsaussenposten

Israelische Sicherheitskräfte haben am Dienstag mit der Räumung eines illegalen Siedlungsaussenpostens im Westjordanland begonnen. Polizisten seien dabei, 15 Häuser in der Kleinsiedlung Netiv Ha-Avot zu räumen, teilte ein Polizeisprecher mit.

Neue Zürcher Zeitung

Das Höchste Gericht hatte die Zerstörung der Häuser in dem Aussenposten in der Nähe der Palästinenserstadt Bethlehem angeordnet.

Laut Medienberichten kam es bei der Räumung zu Konfrontationen zwischen israelischen Jugendlichen und Polizisten. Am Montagabend hatten rund 2000 Menschen in der 2001 errichteten Kleinsiedlung gegen die Evakuierung demonstriert. Die Polizei sei im Gespräch mit der Siedlerführung, um unnötige Reibungen zu verhindern, teilte ein Sprecher mit.

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Goldene Krücken für den Haschemitenkönig

Mohammed al-Raoud weiss kaum noch, wie er seine Familie ernähren soll. (Bild: Ulrich Schmid)
2,5 Milliarden Dollar erhält Jordanien von Saudiarabien, den Emiraten und Kuwait. Die Hilfe ist hochwillkommen, aber kein Ersatz für tiefgreifende Reformen.

Ulrich Schmid | Neue Zürcher Zeitung

Weinen möchte Mohammed al-Raoud, wenn er an die Armen Jordaniens denkt. Er weint nicht, aber ein trauriger Schatten huscht über sein fröhliches Gesicht, wenn er erzählt, wie gut es früher war und wie scheusslich heute. Früher hätten die Armen knapp überleben können, «heute sterben sie». Früher seien diese Tage kurz vor Eid, dem Tag des Fastenbrechens, die besten im Jahr gewesen, heute «kommt kein Mensch». Früher trug er aus seinem farbenfrohen Laden mit den tausend Süssigkeiten im Sakkaf al-Sil-Markt im Zentrum Ammans 50 bis 70 Dinar täglich nach Hause, heute sind es 10. Wie soll er überleben? 150 Dinar beträgt die Miete. Drei Kinder hat er, der Sohn studiert, die ganze Familie Raoud lebt in einer Einzimmerwohnung. «Wir brauchen dringend Hilfe.»

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Supernova-Staub liegt am Grund der Ozeane

Die bei einer Supernova-Explosion ins All geschleuderte Materie breitet sich in alle Richtungen aus Quelle: Getty Images/Brand X/Science Photo Library – MEHAU KULYK.
In unserer kosmischen Nachbarschaft sind in den letzten 13 Millionen Jahren 16 Riesensterne explodiert. Zum Glück war der Abstand zur Erde immer groß genug, um das irdische Leben nicht auszulöschen.

Von Norbert Lossau | DIE WELT

Die Astrophysikerin Jenny Feige von der TU Berlin sucht am Grund der Ozeane nach Belegen für die Explosion von Sternen in unserer kosmischen Nachbarschaft. Sterne, die mindestens achtmal mehr Masse haben als unsere Sonne, explodieren am Ende ihres Lebens als sogenannte Supernova. Dabei schleudern sie Materie in alle Richtungen.

Ist die Supernova maximal rund 300 Lichtjahre von der Erde entfernt, kann ein Teil dieser bei der Explosion freigesetzten Substanzen unseren Planeten erreichen – und auf den Meeresboden sinken. Nach dieser Materie sucht Feige am Zentrum für Astronomie und Astrophysik, das von Professor Dieter Breitschwerdt geleitet wird.

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Die Amerikaner sind nachrichtenmüde geworden

Grafik: TP
Das Ergebnis einer PEW-Umfrage, die das eher als Folge einer Informationsflut interpretiert, könnte aber auch eine Folge neuer politischer Konstellationen sein

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Es ist, wie man uns sagt, die Zeit der hybriden Kriege und der Verbreitung von Desinformationen oder Fake News, die gegnerische oder konkurrierende Gesellschaften destabilisieren sollen. Man unterstellt damit eine Amnesie, als wäre nicht das, was man seit Jahrzehnten als Psychologische Operationen bezeichnet, im Verein mit ausgestreuten Gerüchten und nationalen Medien, keine geläufige Strategie gewesen. Und als gäbe es keine Ahnung mehr von den Zeiten des Kalten Kriegs, als der Konflikt zwischen dem kapitalistischen Westblock gegen den kommunistischen Ostblock loderte, während jetzt der bröckelnde Westblock, dem unter Donald Trump seine Führungsmacht abhanden gekommen ist, mit Russland im Kampf um Einflusszonen liegt. Dabei geht es nur nicht mehr um Links oder Rechts, um Kommunismus oder Kapitalismus, sondern um wirtschaftliche und geopolitische Interessen.

Es geht um Macht, wobei nur noch manche der früheren ideologischen Bruchstücke ein vermeintliches Narrativ des Guten gegen das Böse simulieren. Aber diese Simulation ist für viele Menschen bereits nach den Eskapaden des angeblich epochalen Kriegs gegen den Terrorismus oder der „Achse des Bösen“ (Saddam Hussein, den Iran oder Nordkorea) bereits im Leerlauf gelandet, die suggerierte Alternativenlosigkeit greift immer weniger. Der Kampf gegen das Böse und die Bösen hat die Welt nicht besser gemacht, sondern sie nur stärker fragmentiert und polarisiert. Daher greift die mit immer denselben Mitteln von Politikern, so genannten Think Tanks, die man eher Beeinflussungsorganisationen nennen sollte, und Medien betriebene Konstruktion des Bösen, den Wladimir Putin zu spielen hat, nicht mehr wirklich.

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Beschneidung auf dem Küchentisch – Vater vor Gericht

Traumatisiert. Professionell wie im OP verlief Luiz’ Beschneidung nicht.Foto: O. Berg/dpa
Weil er laut Anklage seinen neunjährigen Sohn in seiner Wohnung gegen dessen Willen beschneiden ließ, muss sich ein 52-Jähriger vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten.

Von Kerstin Gehrke | DER TAGESSPIEGEL

Als zwei fremde Männer in die Wohnung des Vaters kamen, fügte sich der kleine Luiz. Er hatte den Ermittlungen zufolge zuvor Anweisungen erhalten. „Du legst dich auf den Küchentisch“, soll der Papa verlangt haben. Luiz wurde beschnitten – illegal und den Ermittlungen zufolge strafbar. Er habe große Schmerzen erlitten, das Geschehen habe ihn traumatisiert. Der 52-jährige Vater steht nun seit Montag wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Amtsgericht Tiergarten.

Mit dem Eingriff, den Francisco S. veranlasst habe, seien weder der damals neunjährige Junge noch die auch sorgeberechtigte Mutter einverstanden gewesen, so die Anklage. Die Beschneidung sei auch nicht nach den Regeln der ärztlichen Kunst erfolgt.

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Diamantenstaub erklärt mysteriöses Leuchten

Kosmischer Diamantenstaub um junge Sterne könnte das rätselhafte Mikrowellenleuchten in unserer Milchstraße erklären. © S. Dagnello, NRAO/AUI/NSF
Kosmische Edelsteine: Astronomen haben die Quelle eines rätselhaften Mikrowellenleuchtens in unserer Milchstraße entdeckt. Demnach geht diese Strahlung von winzigen Diamanten in den Staubscheiben einiger junger Sterne aus – die Nanodiamanten setzen sie bei schneller Rotation frei, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Astronomy“ berichten. Damit ist nicht nur ein fast 20 Jahre altes Rätsel gelöst, die neue Erkenntnis könnte auch kosmologische Messungen erleichtern.

scinexx

Seit fast 20 Jahren rätseln Astronomen über die Quelle einer schwachen Mikrowellenstrahlung in der Milchstraße. Diese sogenannte anomale Mikrowellenemission (AME) tritt im Frequenzbereich von 10 bis 60 Gigahertz auf, ließ sich bisher aber nicht einem eindeutigen Ursprung zuordnen. „Wir wissen zwar, dass irgendwelche Teilchen für dieses Mikrowellenlicht verantwortlich sein müssen“, erklärt Erstautorin Jane Greaves von der Cardiff University in Wales. Aber was für Teilchen, blieb unklar.

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ARD-Chefredakteur weist Kritik an Talkshows zurück

ARD Sendung: Menschen bei Maischberger – Feindbild Islam: Wird der Hass geschürt? (Archiv)
Haben Talkshows die AfD stark gemacht – über 100 Mal Flüchtlinge und Islam seit 2015? Diesen Vorwurf hat der Deutsche Kulturrat erhoben. ARD-Chefredakteur Becker hat jetzt den Vorwurf zurückgewiesen. Es werde allenfalls mal überspitzt formuliert.

MiGAZIN

Talkshows im deutschen Fernsehen stehen in der Kritik. Zuletzt hatte der Deutsche Kulturrat nach der Talksendung „Maischberger“ zum Thema „Die Islamdebatte – Wo endet die Toleranz“ massiv Kritik geübt. Der Geschäftsführer des Kulturrats, Olaf Zimmermann, forderte eine einjährige Pause für die Talkshows.

„Mehr als 100 Talkshows im Ersten und im ZDF haben uns seit 2015 über die Themen Flüchtlinge und Islam informiert und dabei geholfen, die AfD bundestagsfähig zu machen“, erklärte Zimmermann. Die Spaltung der Gesellschaft habe zugenommen. Während einer einjährigen Auszeit sollten die Talkshows deshalb konzeptionell überarbeitet werden.

Diesen Vorwurf weist ARD-Chefredakteur Rainald Becker jetzt zurück, die politischen Talkshows von ARD und ZDF hätten die AfD stark gemacht. Dafür gebe es „keinen schlüssigen Beweis“, sagte Becker der Tageszeitung „Die Welt“.

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Alle Jahre wieder …

Hubschrauberlandeplatz des Lingotto-Kongresszentrums in Turin, Veranstaltungsort des diesjährigen Bilderberg-Treffens. Foto: Jean-Pierre Dalbéra / CC BY 2.0
…treffen sich die Mächtigen dieser Welt zur Bilderberg-Konferenz. Wirklich?

Hermann Ploppa | TELEPOLIS

Auch die legendäre Bilderberg-Konferenz ist nicht mehr das, was sie mal war. Ihre 2018er Ausgabe fand statt in Turin, in einem Hotel auf dem ehemaligen Gelände der Autofabrik FIAT. Schmucklos und beengt sollen hier die Reichen und Mächtigen dieser Welt ein Wochenende lang brennende Themen der Gegenwart und Zukunft abarbeiten.

Über vier Jahrzehnte, seit ihrer ersten Sitzung im legendären Hotel De Bilderberg in den Niederlanden, hatte diese extrem diskrete Tafelrunde niemand bemerkt. Unter der Schirmherrschaft des Prinzen Bernhard der Niederlande wurden so folgenreiche Dinge wie die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft angestoßen.

Doch Ende der 1990er Jahre ging ein immer lauteres Raunen durch die Stammtische: Es gäbe da eine geheimnisvolle Runde der Superreichen, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit die Richtlinien der Politik bestimmen würden. Im Internet-Zeitalter gab es dann kein Halten mehr. Heute sind die Bilderberg-Treffen in aller Munde.

Der Verlust der Heimlichkeit hat der Bilderberg-Runde nicht gutgetan. Bereits die Liste der Teilnehmer jener vermeintlichen Artus-Runde der letzten zehn Jahre zeigt deutlich: Hier tummelt sich schon lange nur noch die zweite oder dritte Garnitur der Machtträger auf diesem Globus. Multimilliardäre mit Visionen (wie seltsam diese auch sein mögen) wie George Soros, Jeff Bezos, Bill Gates oder der bizarre Richard Branson bleiben den Bilderbergern fern.

Stattdessen: farblose „Domestiken der Superreichen“ und sogar deren Unterlinge. Da sitzt die Meinungsforscherin Renate Köchel aus Allensbach neben Albert Rivera von der spanischen Partei Ciudadanos. Ach ja, ein paar Urgesteine aus besseren Tagen sind auch noch dabei, wie z.B. der hochbetagte Meisterstratege Henry A. Kissinger oder der hochdekorierte Vier-Sterne-General und ehemalige CIA-Chef David Petraeus. Dann das Milliardärs-Ehepaar Marie-Josée und Henry Kravis, die den Bilderbergern als Organisatoren und Sponsoren seit Jahren verbunden sind.

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The Universe Has a Lot More Huge Stars Than Scientists Thought

New observations from Chile’s Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) reveal that starburst galaxies, like the one in an artist’s impression above, have many more massive stars than peaceful galaxies do. Credit: M. Kornmesser/ESO
A surprisingly large number of massive stars have been spotted in regions across the universe, shedding new light on how galaxies near and far evolve, a new study shows.

By Samantha Mathewson | SPACE.com

In the study, astronomers using the Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) in Chile investigated intense bouts of star formation in four distant, gas-rich starburst galaxies, where new stars are formed 100 or more times faster than they are in our own galaxy, the Milky Way.

Massive stars in these galaxies produce outflows of gas and create supernova explosions, which release large amounts of energy and stellar material into space. This type of activity can have a significant impact on the area surrounding these stars, according to a statement from the European Southern Observatory (ESO). [Supernova Photos: Great Images of Star Explosions]

Using a new technique similar to radiocarbon dating, the researchers looked for signatures of different types of carbon monoxide to determine the mass distribution of stars in the starburst galaxies. While oxygen isotopes are associated with larger, more massive stars, carbon isotopes are associated with smaller, intermediate-mass stars, Zhi-Yu Zhang, lead researcher and astronomer from the University of Edinburgh, said in the statement. Because carbon and oxygen combine to form carbon monoxide, this means different variations of carbon monoxide form more frequently in larger stars than in smaller ones.

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Austria: Innerislamischer Machtkampf spitzt sich zu: Rücktrittsforderung gegen Olgun

foto: matthias cremer Minarett der ersten Moschee Österreichs, der des Islamischen Zentrums in Wien.
Ibrahim Olgun, Chef der Islamischen Glaubensgemeinschaft soll die Regierung beim Abdrehen von Moscheen unterstützt haben. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur aktuellen Causa und dem Islam in Österreich

Katharina Mittelstaedt | derStandard.at

Frage: Innerhalb der islamischen Religionsgemeinschaft ist nach der Ankündigung der türkis-blauen Bundesregierung, Moscheen zu schließen und Imame auszuweisen, Streit ausgebrochen. Was ist dort los?

Antwort: Die Vorhaben der Regierung im „Kampf gegen den politischen Islam“, wie Türkis-Blau es nennt, haben nun auch Machtkämpfe und Richtungsstreits innerhalb der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) zutage gefördert. Präsident Ibrahim Olgun, der sich über die Moscheenschließungen offiziell „empört“ gezeigt hatte, soll für diese selbst mitverantwortlich sein. IGGÖ-Vizepräsident Abdi Tasdögen wirft Olgun vor, die Schließung der Gebetshäuser mit einer Anzeige beim Kultusamt sogar veranlasst zu haben. Die Regierung habe sich mit Olgun abgesprochen, der sich aber nicht mit dem Obersten Rat der Glaubensgemeinschaft, kritisiert Tasdögen. Er fordert Olgun nun zum Rücktritt auf.

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Achteinhalb Jahre Haft für mutmaßlichen IS-Terroristen gefordert

Der Angeklagte sitzt in Düsseldorf vor Gericht Quelle: dpa
Er erfand einen geplanten Anschlag, um für sich und seine Familie ein Aufenthaltsrecht zu erhalten. Doch vor Gericht kam die Lüge ans Licht – und die grausame Vorgeschichte des vermeintlichen Whistleblowers.

DIE WELT

Im Prozess um ein angeblich geplantes Blutbad in der Düsseldorfer Altstadt hat die Bundesanwaltschaft achteinhalb Jahre Haft gefordert. Zwar sei der geplante „Anschlag ungeheuren Ausmaßes“ in Düsseldorf eine erfundene Geschichte des Angeklagten gewesen, der Syrer habe aber als IS-Terrorist im Bürgerkrieg in Syrien gekämpft, Kriegswaffen benutzt und einen Scharfschützen der syrischen Armee erschossen. Zwei weitere Mitangeklagte waren von ihm zu Unrecht belastet und bereits vor Monaten freigesprochen worden, nachdem er sein Geständnis widerrufen hatte.

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Bayern plant keine Verfassungsänderung zu christlicher Prägung – Ankündigung folgt Rückzieher

Der Ankündigung von Bayern Ministerpräsident Markus Söder folgt nun der Rückzieher: Die bayerische Staatsregierung strebt offenbar nicht mehr an, die christliche Prägung Bayerns durch einen Zusatz in der Landesverfassung zu verankern.

DOMRADIO.DE

Das geht aus einer am Montag in München bekanntgewordenen Antwort auf eine parlamentarische Anfrage von SPD-Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher hervor.

Ankündigung folgt Rückzieher

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte beim Politischen Aschermittwoch vor drei Monaten in Passau erklärt, dass die Verfassung um ein „klares Bekenntnis zu der christlich-abendländischen Prägung“ ergänzt werden solle.

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Baobab: Die typischen Afrika-Bäume verschwinden

Die flaschenförmigen Baobab-Bäume sind typisch für die afrikanischen Savannen Quelle: Getty Images
Es sollte eine normale Untersuchung der majestätischen Affenbrotbäume sein, doch es wurde zu einer alarmierenden Studie: Die ältesten Baobab-Exemplare sind vor wenigen Jahren überraschend kollabiert. Was ist die Ursache?

Von Caroline Ring | DIE WELT

Dieses Bild ist charakteristisch für die afrikanische Savanne: Über weite Wiesen streifen Giraffen und Elefanten zwischen niedrigen Büschen, überragt von den majestätischen Kronen des Afrikanischen Affenbrotbaums – auch Baobab genannt. Es sind die typischsten afrikanischen Bäume – außerhalb des Kontinents kann man die Riesen nur in botanischen Gärten bestaunen.

Ihr kurzer, oft flaschenförmiger Stamm ist von einem dichten Astwerk gekrönt, sodass es manchmal scheint, als würde der Baum mit den Wurzeln Richtung Himmel wachsen. Die Krone der Baobabs ist ein Nistplatz vieler Vögel, die Baobab-Früchte ernähren Elefanten, Antilopen, Paviane und auch Menschen.

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Al-Quds-Tag in Deutschland – Das Hochfest aller Antisemiten

Die Demonstranten fordern den Massenmord an Juden. Muss eine freiheitliche Gesellschaft so etwas aushalten? / picture alliance
Ajatollah Chomeini rief den sogenannten al-Quds-Tag aus. Jeden letzten Samstag im Ramadan ziehen Demonstranten durch Berlin. Sie sind ausgestattet mit Hisbollah-Fahnen, skandieren antisemitische Parolen und drohen Israel mit Tod und Vernichtung. Müssen wir uns das gefallen lassen?

Alexander Grau | Cicero

Früher war vielleicht nicht alles besser, aber einfacher war es mitunter allemal. Zum Beispiel die Sprache, insbesondere die Sprache der Politik. Die war deutlich, klar und unverstellt. Man sagte, was man dachte – zumindest meistens. Wer etwa für eine Diktatur war, war für eine Diktatur, beschimpfte die Demokratie und verachtete den Parlamentarismus. Wer in der Freiheit ein Übel sah, machte daraus keinen Hehl und befürwortete den autoritären Staat. Rassisten bekannten sich zu ihrem Rassismus und Antisemiten zu ihrem Antisemitismus.

Aus und vorbei. Heutzutage geben sich auch knallharte Autokraten als Demokraten. Diktatoren schwadronieren von Menschenrechten. Rassist ist sowieso niemand. Und Antisemit immer der andere. Glaubt man der politischen Rhetorik, die zu Beginn des 21. Jahrhunderts weltweit gepflegt wird, müsste die Menschheit in einem Paradies leben, friedvoll, auf Ausgleich bedacht, gerecht, demokratisch, stets die Würde des Menschen achtend. Schaut man sich in der Welt um, wirkt das geradezu surreal.

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