ARD-Chefredakteur weist Kritik an Talkshows zurück


ARD Sendung: Menschen bei Maischberger – Feindbild Islam: Wird der Hass geschürt? (Archiv)
Haben Talkshows die AfD stark gemacht – über 100 Mal Flüchtlinge und Islam seit 2015? Diesen Vorwurf hat der Deutsche Kulturrat erhoben. ARD-Chefredakteur Becker hat jetzt den Vorwurf zurückgewiesen. Es werde allenfalls mal überspitzt formuliert.

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Talkshows im deutschen Fernsehen stehen in der Kritik. Zuletzt hatte der Deutsche Kulturrat nach der Talksendung „Maischberger“ zum Thema „Die Islamdebatte – Wo endet die Toleranz“ massiv Kritik geübt. Der Geschäftsführer des Kulturrats, Olaf Zimmermann, forderte eine einjährige Pause für die Talkshows.

„Mehr als 100 Talkshows im Ersten und im ZDF haben uns seit 2015 über die Themen Flüchtlinge und Islam informiert und dabei geholfen, die AfD bundestagsfähig zu machen“, erklärte Zimmermann. Die Spaltung der Gesellschaft habe zugenommen. Während einer einjährigen Auszeit sollten die Talkshows deshalb konzeptionell überarbeitet werden.

Diesen Vorwurf weist ARD-Chefredakteur Rainald Becker jetzt zurück, die politischen Talkshows von ARD und ZDF hätten die AfD stark gemacht. Dafür gebe es „keinen schlüssigen Beweis“, sagte Becker der Tageszeitung „Die Welt“.

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