Austria: Innerislamischer Machtkampf spitzt sich zu: Rücktrittsforderung gegen Olgun


foto: matthias cremer Minarett der ersten Moschee Österreichs, der des Islamischen Zentrums in Wien.
Ibrahim Olgun, Chef der Islamischen Glaubensgemeinschaft soll die Regierung beim Abdrehen von Moscheen unterstützt haben. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur aktuellen Causa und dem Islam in Österreich

Katharina Mittelstaedt | derStandard.at

Frage: Innerhalb der islamischen Religionsgemeinschaft ist nach der Ankündigung der türkis-blauen Bundesregierung, Moscheen zu schließen und Imame auszuweisen, Streit ausgebrochen. Was ist dort los?

Antwort: Die Vorhaben der Regierung im „Kampf gegen den politischen Islam“, wie Türkis-Blau es nennt, haben nun auch Machtkämpfe und Richtungsstreits innerhalb der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) zutage gefördert. Präsident Ibrahim Olgun, der sich über die Moscheenschließungen offiziell „empört“ gezeigt hatte, soll für diese selbst mitverantwortlich sein. IGGÖ-Vizepräsident Abdi Tasdögen wirft Olgun vor, die Schließung der Gebetshäuser mit einer Anzeige beim Kultusamt sogar veranlasst zu haben. Die Regierung habe sich mit Olgun abgesprochen, der sich aber nicht mit dem Obersten Rat der Glaubensgemeinschaft, kritisiert Tasdögen. Er fordert Olgun nun zum Rücktritt auf.

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