Goldene Krücken für den Haschemitenkönig


Mohammed al-Raoud weiss kaum noch, wie er seine Familie ernähren soll. (Bild: Ulrich Schmid)
2,5 Milliarden Dollar erhält Jordanien von Saudiarabien, den Emiraten und Kuwait. Die Hilfe ist hochwillkommen, aber kein Ersatz für tiefgreifende Reformen.

Ulrich Schmid | Neue Zürcher Zeitung

Weinen möchte Mohammed al-Raoud, wenn er an die Armen Jordaniens denkt. Er weint nicht, aber ein trauriger Schatten huscht über sein fröhliches Gesicht, wenn er erzählt, wie gut es früher war und wie scheusslich heute. Früher hätten die Armen knapp überleben können, «heute sterben sie». Früher seien diese Tage kurz vor Eid, dem Tag des Fastenbrechens, die besten im Jahr gewesen, heute «kommt kein Mensch». Früher trug er aus seinem farbenfrohen Laden mit den tausend Süssigkeiten im Sakkaf al-Sil-Markt im Zentrum Ammans 50 bis 70 Dinar täglich nach Hause, heute sind es 10. Wie soll er überleben? 150 Dinar beträgt die Miete. Drei Kinder hat er, der Sohn studiert, die ganze Familie Raoud lebt in einer Einzimmerwohnung. «Wir brauchen dringend Hilfe.»

weiterlesen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.