Beirat für neues Islam-Institut in Berlin: Volker Beck will Schiiten-Verband ausschließen


Volker Beck im Interview mit dem Tagesspiegel im Februar 2017.Foto: Mike Wolff
Der Schiiten-Verband IGS wollte sich nicht von der israelfeindlichen Demonstration am „Al-Quds-Tag“ distanzieren. Beck fordert Konsequenzen.

Von Alexander Fröhlich | DER TAGESSPIEGEL

Der frühere Bundestagsabgeordnete Volker Beck (Grüne) hat vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) ein Umdenken bei der Besetzung des künftigen Instituts für islamische Theologie an der Humboldt-Universität gefordert. Der Beirat ist ohnehin mit traditionell-konservativen Islamverbänden besetzt – einen davon hält Beck aber für ungeeignet: die Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands, kurz IGS.

Beck führt dazu mehrere Gründe an. Dazu zählt eine Aussage des Verbandes auf eine Anfrage des Tagesspiegels, wonach die IGS sich als Dienstleister und Sprachrohr für die Gemeinden, nicht aber als „Führungsinstanz“ sieht. Damit hatte die IGS die Forderungen von Beck zurückgewiesen, der Verband müsse seine Mitglieder dazu aufrufen, nicht an der Al-Quds-Demonstration in Berlin teilzunehmen. Auch wollte der IGS sich nicht ausdrücklich von der Demonstration distanzieren.

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