BAMF: Konvertiten dürfen mit Pastor zu Anhörung gehen


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Das BAMF unterzieht konvertierte Flüchtlinge einer Glaubensprüfung. Ein christlicher Dachverband wollte, dass sie bei ihrer Anhörung Unterstützung erhalten. Nun bekamen sie eine Antwort vom BAMF.

katholisch.de

Zum Christentum konvertierte Flüchtlinge dürfen nach Angaben der evangelischen Nachrichtenagentur „idea“ bei Anhörungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) einen Geistlichen mitbringen. Ihr Pastor oder ein anderer Gemeindemitarbeiter dürfe als geistlicher Beistand dabei sein, heißt es demnach in einem Schreiben des BAMF an den christlichen Dachverband „Netzwerk-M“ in Kassel. Da dessen missionarisch tätige Mitgliedswerke zum Teil mit Flüchtlingen arbeiteten, hatte der Verband Gespräche mit dem Bundesinnenministerium und dem BAMF geführt.

Im Frühjahr hatten Vertreter der evangelischen Kirche und der Grünen die Praxis des Bundesamts kritisiert, den Glauben von ehemals muslimischen Flüchtlingen zu überprüfen, die zum Christentum übertreten. Das christliche Hilfswerk Open Doors forderte einen Abschiebeschutz für Konvertiten, da ihnen in ihrem Heimatland der Tod drohe. In islamisch geprägten Herkunftsländern steht der Abfall vom Islam unter Strafe.

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