
Regnerischer Januskopf: Der asiatische Monsun bringt nicht nur sintflutartigen Regen, er beseitigt auch den Dunstschleier aus Ruß und Schadstoffen über Südasien – jedenfalls vorübergehend. Doch ein Großteil dieser Schadstoffe wird nicht ausgewaschen, sondern in große Höhen transportiert, wie nun Messflüge enthüllen. Dadurch verteilt sich die Luftverschmutzung aus Asien rund um den Globus, wie die Forscher im Fachmagazin „Science“ berichten.
Kein Wetterphänomen prägt Südasien so stark wie der Monsun: Die saisonale Luftströmung führt im Winter zu Trockenheit und Dürre, bringt im Sommer aber große Niederschlagsmengen. Motor dieses Phänomens sind warme Luftmassen, die im Sommer über Indien aufsteigen und feuchte Luft vom Meer anziehen. Die Stärke des Monsuns schwankt dabei im Laufe der Zeit – und er könnte durch den Klimawandel trockener werden.