Beschneidung erst ab 18 Jahren: Juden und Moslems schockiert


Dänemark ist ein zunehmend säkulares Land. 48 Prozent der Bevölkerung sind nicht gläubig. ©pixabay
Dänemarks Parlament muss über ein Verbot von Beschneidungen Unmündiger abstimmen. Das Kindsrecht komme vor der Religion.

Tobias Tscherrig | infosperber.ch

In einer Petition fordern Teile der Bevölkerung von Dänemark die Einführung eines Verbots von Beschneidungen bei Minderjährigen. Es ist ein Antrag, auf den die Parlamentsabgeordneten lieber verzichten würden. Bei der Thematik prallen fundamentale Rechtsauffassungen aufeinander: Es geht um ein weitgehend tabuisiertes Menschenrecht gegen Religion.

So wirft die Idee, das Beschneiden von Minderjährigen zu verbieten, unbequeme Fragen in Bezug auf die Menschenrechte und auf die Religionsfreiheit auf.

Kinderrecht versus religiöses Erziehungsrecht

Ein Beispiel für die tabuisierten Kinderrechte liefert die «UN-Konvention über die Rechte des Kindes». Hier ist klar vermerkt, dass die Vertragsstaaten jedem Kind, das sich in ihrer Hoheitsgewalt befindet, seine Rechte zukommen lassen muss. Und das unabhängig von der Religion und unabhängig vom Status der Eltern oder des Vormundes.

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