Erdogan hat ein Problem mit seinen Wählern


Bild: Magazin „The Economist“
Der türkische Präsident versucht im Wahlkampf mit dem Kampf gegen kurdische «Terroristen» zu trumpfen. Doch bei Teilen seiner Stammwählerschaft zieht das nicht.

Inga Rogg | Neue Zürcher Zeitung

Vor kurzem donnerten noch türkische Kampfjets über das Grenzgebiet zwischen der Türkei und Syrien bei Antakya. Wenn die Bomben in der Region um das syrische Afrin einschlugen, zitterte auch diesseits der Grenze der Boden. Granaten, die nach offiziellen Angaben von kurdischen Kämpfern in Syrien abgefeuert wurden, forderten in der Türkei Dutzende von Toten und Verletzten.

Drei Monate nach dem Sieg der türkischen Armee und ihrer syrischen Hilfstruppen über die syrisch-kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in Afrin ist rund um Antakya wieder Ruhe eingekehrt. Den einzigen Knall, den man in diesen Tagen hört, ist der abendliche Kanonenschuss, der das Ende des täglichen Fastens während des Ramadan einläutet. In der historischen Altstadt von Antakya füllen sich dann die Lokale, die mit ihren fein gewürzten Speisen eine der besten Küchen des Landes bieten.

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