DNA: Doch kein eindeutiger Code?!


Der genetische Bauplan aller Lebewesen setzt sich aus Abfolgen vier chemischer Basen zusammen. © Ktsimage/ thinkstock
Translation nach dem Zufallsprinzip: Forscher haben eine Hefeart entdeckt, die eine grundlegende Regel der Genetik auf den Kopf stellt. Denn eine bestimmte Abfolge von DNA-Basen wird bei ihr nicht immer in dieselbe Aminosäure übersetzt. Stattdessen wird im Falle der Basenkombination CTG zufällig zwischen zwei Varianten entschieden. Damit ist diese Hefe das erste bekannte Lebewesen, bei dem die Eindeutigkeitsregel des genetischen Codes ungültig ist.

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Eigentlich ist die Sache klar: Unsere DNA enthält die Bauanleitung für all das, was uns ausmacht. Dieser genetische Code setzt sich aus Sequenzen vier chemischer Basen zusammen: Adenin, Thymin, Cytosin und Guanin, kurz A, T, C und G. Folgen aus drei Basen-Buchstaben werden in der Zelle jeweils in eine Aminosäure übersetzt – diese Verbindungen sind die Bausteine der für unseren Körper so wichtigen Proteine.

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1 Comment

  1. Biologie ist die Wissenschaft der Ausnahmen. Wenn man in der Biologie einen Allsatz formuliert, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er nicht zutrifft, vermutlich höher als 50 Prozent. Daher machen reißerische Überschriften wie die über diesem Artikel wenig Sinn. Was hat man herausgefunden: Einige wenige Organismen haben den genetischen Code an sehr wenigen Stelle modifiziert.

    Nun ja, wen sollte das vom Hocker reißen? In 99,9… Prozent der Fälle ist der Code eindeutig.

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