Helikopter-Eltern: Schlecht fürs Kind?

Überfürsorgliche Eltern hindern ihre Kinder an wichtigen Erfahrungen © santypan/ iStock
Zu behütet: Überfürsorgliche „Helikopter-Eltern“ schaden ihren Kindern langfristig mehr als dass sie helfen, bestätigt nun eine Langzeitstudie. Werden demnach Kinder zu stark bevormundet und abgeschirmt, hemmt dies die Entwicklung der emotionalen Selbstkontrolle und schwächt die Frustrationstoleranz. Das wiederum kann im Schulalter zu sozialen Defiziten und schulischen Problemen führen, wie die Forscher im Fachmagazin “ Developmental Psychology“ berichten.

scinexx

Sie gelten als Phänomen der Gegenwart und werden oft belächelt: die sogenannten Helikopter-Eltern. Typisch für diese überfürsorglichen Väter und Mütter ist, dass sie ihre Kleinen am liebsten vor allen Unbilden bewahren wollen. Dadurch aber lassen sie ihnen kaum Raum für eigenständige Erfahrungen – ob beim Spielen oder im Umgang mit Gleichaltrigen: „Diese Eltern greifen bereits ein, bevor die Kinder die Chance haben, selbst ihre Emotionen oder ihr Verhalten zu regulieren“, erklären Nicole Perry von der University of Minnesota und ihre Kolleginnen.

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Heiliges Land: Kirchenführer werfen Israel Rassismus vor

© Bild: Fotolia.com/kanuman
Israel plant ein Gesetz zur Verstaatlichung von ehemaligem Kirchenland. Die Kirchenführer sehen darin einen „systematischen und beispiellosen Angriff gegen die Christen“ – und drohen mit Gegenreaktionen.

katholisch.de

Im Streit um kirchlichen Grundbesitz im Heiligen Land werfen Kirchenführer Israel Rassismus, Angriffe auf die christliche Gemeinschaft und mangelnde Dialogbereitschaft vor. Den Kirchen lägen Informationen vor, dass die Regierung ein zunächst gestopptes Gesetzesvorhaben voranbringen wolle, das auf eine „Enteignung der Rechte von Kirchen an ihren Ländereien“ abziele, heißt es in einem Brief an Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (Dienstag). Unterzeichnet ist er vom griechisch-orthodoxen Patriarchen Theophilos III., Franziskanerkustos Francesco Patton und dem armenischen Patriarchen Nourhan Manugian. Netanjahu hatte im Februar gegen den Gesetzesvorstoß interveniert.

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San-Andreas-Verwerfung „ruckelt“

Blick über den südlichen Teil der San-Andreas-Verwerfung – die Plattengrenze, die Kalifornien der Länge nach durchzieht. © US Geological Survey
Gefährliches Ruckeln: Südlich von San Francisco bewegt sich die San-Andreas-Verwerfung anders als gedacht. Statt gleichmäßig aneinander vorbeizugleiten, bewegen sich die Erdplatten dort ruckartig, wie Forscher entdeckt haben. Das Ruckeln in dieser vermeintlich inaktiven Pufferzone erhöht die Erdbebengefahr entlang des gesamten Grabens. Für Kalifornien besteht dadurch ein 75-prozentiges Risiko für ein Beben der Magnitude 7 oder höher innerhalb der nächsten 30 Jahre, so die Forscher im Fachmagazin „Nature Geoscience“.

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Die Millionenstädte San Francisco und Los Angeles sitzen auf einem tektonischen Schleudersitz: Mitten durch Kalifornien verläuft die Plattengrenze zwischen der Pazifischen und Nordamerikanischen Erdplatte. Als Folge ist die Region akut erdbebengefährdet, gleich mehrere Verwerfungen, darunter der San-Andreas-Graben, aber auch die Hayward-Verwerfung, gelten als längst „überfällig“.

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Unterwanderung der Kirchen: „Christen mit Rechtsdrall“

Das Kreuz mit den Religionen
Wo treffen sich Rechte und Christen? Liane Bednarz über Islamfeindlichkeit, den sogenannten Genderwahn und den Einfluss konservativer Christen auf CDU und AfD.

Patricia Hecht | taz.de

taz: Frau Bednarz, Sie bezeichnen rechte Christen als „Angstprediger“. Um wen geht es?

Liane Bednarz: Gemeint ist ein Teil des konservativen Milieus beider Konfessionen, das sich momentan zunehmend von genuin konservativen Haltungen verabschiedet und rechte Feindbilder übernimmt. Inhaltlich geht es besonders um die angebliche Islamisierung und den sogenannten Genderwahn. Über diese beiden Themen reden gen rechts gedriftete Christen Bedrohungsszenarien herbei und verstärken damit den Einfluss rechter Populisten.

Wie groß ist das Spektrum, von dem Sie sprechen?

Es geht schätzungsweise um 20 bis 30 Prozent innerhalb des konservativ-christlichen Mi­lieus in Deutschland. In Zahlen ist das schwer auszudrücken. Die Relevanz begründet sich aber auch dadurch, dass Vertreter und Kampagnen sehr aktiv und laut sind und darüber auch in Unionskreise eindringen.

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Krebs durch Glyphosat? Erster US-Prozess gegen Monsanto

APA/dpa/Kay Nietfeld
Just nach der Übernahme durch Bayer um 63 Milliarden Dollar muss sich Saatgutriese Monsanto wegen angeblich verschleierter Krebsrisiken seines Unkrautvernichters Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat vor einem US-Gericht verantworten.

Die Presse.com

Der Pharma- und Agrarriese Bayer begibt für die Übernahme des US-Konzerns Monsanto Anleihen im Volumen von 15 Milliarden Dollar (rund 13 Milliarden Euro). Insgesamt handele es sich um acht Tranchen mit Laufzeiten von drei bis 30 Jahren, die sich ausschließlich an internationale institutionelle Investoren richten, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Emission sei rund dreifach überzeichnet gewesen. Die Anleihen sicherten die langfristige Finanzierung der Übernahme von Monsanto, für die der Konzern rund 63 Milliarden Dollar hingeblättert hat. Mit den Einnahmen sollten Teile der syndizierten Kreditlinie für die Zwischenfinanzierung der Übernahme zurückgezahlt werden.

Just nach der Übernahme muss sich Saatgutriese Monsanto erstmals vor einem US-Gericht wegen angeblich verschleierter Krebsrisiken seines Unkrautvernichters Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat verantworten. Am Montag begann in San Francisco der erste Prozess – viele weitere könnten folgen.

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Antrag geplant? Linke will Legalisierung von Abtreibungen

© Bild: picture alliance/PhotoAlto/Frederic Cirou
Noch ist nicht einmal die Debatte um das Werbeverbot beendet, da will die Linke schon einen Schritt weitergehen: Abtreibungen haben im Strafgesetzbuch nichts zu suchen, sagt deren frauenpolitische Sprecherin.

katholisch.de

Die Linksfraktion will nach der Sommerpause offenbar einen Antrag in den Bundestag einbringen, der eine Legalisierung von Abtreibungen vorsieht. Die frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Cornelia Möhring, sagte der „Tageszeitung“ (Dienstag), langfristig müsse klar werden, dass das gesamte Thema Schwangerschaftsabbruch nichts im Strafgesetzbuch zu suchen habe. Auch Gesine Agena, die frauenpolitische Sprecherin der Grünen, sagte der Zeitung, der Paragraf 218 sei „frauenfeindlich“. Die Entscheidung über Schwangerschaftsabbrüche solle allein bei der Frau liegen: „Sie hat das Recht, über ihren Körper selbst zu entscheiden.“

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Laut einer Studie sind 85 Prozent aller Handfeuerwaffen in Privatbesitz

Eine Ordonnanzpistole 75 der Schweizer Armee, Modell SIG P220, und eine Handvoll 9mm-Pistolenpatronen. (Bild: Martin Ruetschi/Keystone)
Weltweit sind über eine Milliarde Handfeuerwaffen im Umlauf. Nur etwa 100 Millionen der Waffen von Zivilisten sind registriert.

Neue Zürcher Zeitung

85 Prozent der geschätzt mehr als eine Milliarde Handfeuerwaffen weltweit sind laut einem neuen Bericht im Besitz von Zivilisten. Lediglich 13 Prozent gehörten der laut der Studie «Small Arms Survey» im vergangenen Jahr zu Arsenalen von Militärs und nur weitere 2 Prozent wurden von Strafverfolgungsbehörden genutzt. Vor allem wegen der zunehmend bewaffneten Zivilisten sei der weltweite Bestand an Handfeuerwaffen im vergangenen Jahrzehnt gewachsen, hiess es in der am Montag veröffentlichten Studie. Nur etwa 100 Millionen der weltweit 857 Millionen Handfeuerwaffen von Zivilisten waren registriert.

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Mikrokugeln als Laser funktionieren in Blut und Körpergewebe

Jedes dieser nur fünf MIkrometer kleinen Kügelchen ist ein winziger Laser und sendet infrarotes und blaues kohärentes Licht aus. © Angel Fernandez-Bravo
Kleiner als ein rotes Blutkörperchen: Forscher haben eine extrem kleine und gleichzeitig besonders schonende Laser-Form entwickelt. Ihr Laserlicht wird von beschichteten Mikrokugeln produziert, die kleiner sind als eine menschliche Zelle. Das Spannende daran: Diese Mikrolaser benötigen nur schwache Infrarotstrahlung zur Anregung und strahlen sogar in Blut und anderen Flüssigkeiten. Das eröffnet unter anderem neue Anwendungen in der Medizin, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Nanotechnology“ berichten.

scinexx

Laser sind heute aus Technik, Forschung und Alltag kaum mehr wegzudenken – entsprechend optimiert ist ihre Leistung inzwischen. Forschern ist es bereits gelungen, für bestimmte Anwendungen sowohl extrem feine Laserstrahlen als auch besonders kurze Laserpulse zu erzeugen.

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Tschernobyls verstrahlter Schatten länger als gedacht

foto: reuters/gleb garanich Die Auswirkungen der Katastrophe des Reaktorunglücks sind noch heute spürbar.
In der Nordwestukraine geben die Kühe bis heute radioaktiv verseuchte Milch, die getrunken wird

André Ballin | derStandard.at

Mehr als 30 Jahre sind seit dem Reaktorunglück von Tschernobyl vergangen, doch die Menschen in der Region werden weiter verstrahlt. Eine gemeinsam von der britischen Universität Exeter und dem ukrainischen Institut für landwirtschaftliche Radiologie entworfene Umweltstudie kommt zu einem beunruhigenden Ergebnis: Die Bewohner der nordwestukrainischen Region Riwne nehmen über ihre Nahrung vielfach eine deutlich überhöhte Konzentration von Cäsium-137-Isotopen auf.

Die Wissenschafter baten Einwohner von 14 Dörfern in der Region um Proben von Milch, Kartoffeln und Pilzen. Es ist bekannt, dass sich bei einer Verstrahlung gerade in diesen Produkten radioaktive Elemente ansammeln.

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Trump kündigt Aufbau einer Weltraum-Armee an

US-Präsident Donald Trump zeigt eine Direktive zur Weltraumpolitik.Foto: dpa/AP/Susan Walsh
Die USA müssten den Weltraum dominieren, sagt Donald Trump. Deshalb will der US-Präsident nun zur Verteidigung im All eine „Space Force“ ins Leben rufen.

DER TAGESSPIEGEL

Luftwaffe, Heer, Marine – und „Space Force“: US-Präsident Donald Trump will die Verteidigung im Weltraum zu einem eigenständigen Teil der US-Streitkräfte machen. Er habe das Pentagon beauftragt, mit den Vorbereitungen dafür zu beginnen, sagte Trump am Montag in Washington. Die Forderung ist allerdings nicht neu. Ob die Weltraum-Streitmacht Realität werden kann, steht in den Sternen.

„Wir werden eine Air Force haben und wir werden eine Space Force haben, eigenständig, aber gleichwertig“, sagte Trump. Die USA dürften sich bei dem Thema nicht von Russland oder China überholen lassen. „Wenn es darum geht, Amerika zu verteidigen, reicht es nicht, nur eine amerikanische Präsenz im All zu haben. Es muss eine amerikanische Dominanz im All geben“, sagte der Präsident.

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Seehofers 63 Punkte

Die BAMF-Zentrale in Nürnberg. Foto: Nico Hoffmann. Lizenz: CC BY-SA 3.0
Der „Migrations-Masterplan“ des Bundesinnenministers beinhaltet unter anderem „Schutzzentren in Afrika“ und mehr Sofortvollzug

Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Außer der Zurückweisung von Asylbewerbern, die in anderen Ländern mit dem EURODAC-Fingerabruckidentifizierungssystem erfasst wurden, enthält Horst Seehofers „Masterplan“ zur Migration noch weitere 62 Punkte, die er ebenfalls für sehr wichtig hält, wie er in seiner gestrigen Pressekonferenz betonte. Dass er sie noch nicht veröffentlicht hat – so ließ er durchblicken – liegt an Angela Merkel.

Anstatt eines Links oder einer Broschüre gab der Bundesinnenminister den Journalisten deshalb nur mündliche Informationen über diese weiteren Vorhaben. Eines davon ist die Errichtung von „Schutzzonen in Afrika“, in denen sowohl im Mittelmeer abgefangene als auch aus der Wüste ankommende Migranten mit Sachleistungen versorgt werden sollen. Mehr Sach- als Geldleistungen wird es Seehofers Plan nach zukünftig auch in Deutschland geben. Das soll dem in Herkunftsländern teilweise verbreiteten Eindruck eines staatlichen Gehalts für Migranten entgegenwirken.

Anderen Punkten merkt man an, dass der Bundesinnenminister ein gelernter Verwaltungsexperte ist, der dem, was er auf seinem neuen Posten erfuhr, nach eigenen Angaben teilweise fassungslos gegenüberstand. Zum Beispiel, dass Personen, gegen die eine Wiedereinreisesperre verhängt wurde, an den Grenzen bis gestern nicht abgewiesen wurden. Von dieser Auswirkung einer Weisung des ehemaligen Bundesinnenministers Thomas de Maizière wusste sie angeblich selbst nichts, wie Angela Merkel gestern in ihrer eigenen Pressekonferenz behauptet. Für eine Kanzlerin eine bemerkenswerte Wissenslücke, die ein Argument für den von der FDP beantragten Untersuchungsausschuss ist. Der könnte de Maizière vorladen, und ihm Fragen stellen, die sich dazu nicht nur Journalisten aufdrängen.

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Zahl der Flüchtenden steigt auf Rekordniveau

Das Palong-Khali-Flüchtlingscamp in Myanmar ist noch immer Ziel Hunderter Rohingyas – und das jeden Tag. (Foto: UNHCR/Andrew McConnell)
  • 68,5 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht – so viele wie noch nie.
  • Deutschland liegt auf Platz sechs der Liste der Hauptaufnahmeländer von Flüchtlingen.
  • Die Zahl der in Deutschland gestellten Asylanträge ist deutlich gesunken.

Von Matthias Kolb | Süddeutsche Zeitung

Zum fünften Mal in Folge ist die Zahl der Flüchtlinge in aller Welt auf ein Rekordniveau gestiegen. Wegen Krieg, Gewalt und Verfolgungen befanden sich 2017 insgesamt 68,5 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht, meldet das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR in seinem am Dienstag vorgelegten „Global Trends“-Bericht. Migranten, die aus ökonomischen Gründen ihre Heimat verlassen, werden in diesem Report nicht berücksichtigt.

Im Jahr 2017 ist die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland erneut deutlich gesunken, auf nunmehr 186 644 Personen. Im Jahr zuvor waren es noch 280 000. Im Jahr 2015 suchten fünf Mal so viele Männer und Frauen in der Bundesrepublik Schutz.

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Todesanzeigen verraten: Gläubige leben länger

Bild: KNA©
Todesanzeigen und Nachrufe verraten viel über das Leben der Menschen. Forscher in den USA haben sich das zunutze gemacht. Mit ihrer außergewöhnlichen Studie haben sie vor allem eine Frage verfolgt.

katholisch.de

Wissenschaftler in den USA haben gläubigen Menschen anhand der Auswertung ihrer Todesanzeigen eine längere Lebenszeit nachgewiesen. Laut dem Team der Ohio State University lebten religiöse Personen in bestimmten Fällen fast zehn Jahre länger als Religionslose, berichtet die Universität auf ihrer Homepage. Die Studie der Psychologen erschien in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Social Psychological and Personality Science“.

Anders als in früheren Studien zur Lebenserwartung religiöser Menschen, die sich auf die Selbstauskunft der Probanden stützen, hatten die Forscher in Ohio Todesanzeigen und Nachrufe in Zeitungen ausgewertet. In zwei Proben wurden über 1.500 Beispiele nach Hinweisen zum religiösen Leben der Verstorbenen untersucht. Dabei registrierten die Wissenschaftler neben der religiösen Zugehörigkeit auch das Geschlecht, den Lebensstand sowie Erwähnungen sozialer und ehrenamtlicher Aktivitäten.

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US-Justizminister: Gesetze müssen befolgt werden, „weil Gott sie zum Zweck der Ordnung erlassen hat“

Der Kongress hat nicht die von Trump gewünschte Mauer gebilligt, sondern nur weitere Zäune, was mit ein Grund für die Verschärfung der Abschreckung ist. Bild: CPB.gov
Immigrationsdebatte in den USA bringt Trump-Regierung unter Druck, seitdem Kinder von Eltern getrennt werden

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Zur Abschreckung von Zuwanderern hat die Trump-Regierung Mitte April eine Null-Toleranz-Politik eingeführt. Wer ohne gültige Papiere über die Grenze in die USA gelangt, wird inhaftiert und strafrechtlich verfolgt und möglichst schnell abgeschoben. Ein Nebeneffekt ist, dass deswegen minderjährige Kinder von ihren Eltern getrennt und anderweitig untergebracht werden müssen, weil diese nach US-Gesetz nicht mit ihren Eltern in Untersuchungshaft genommen werden können.

Abgelehnt wird die Praxis von Menschenrechtsgruppen, Kirchenvertretern, der Opposition, auch innerhalb der republikanischen Partei. Auch Laura Bush, Gattin von George W. Bush, verurteilte in der Washington Post das Zerreißen der Familien. Kritik wird von der US-Regierung, die die Mauer an der Grenze weiter baut, nach demselben Schema begegnet, mit dem auch hier die Anti-Migrations-Politiker argumentieren, die die Grenzen abdichten wollen: Es werde ja nur geltendes Gesetz durchgesetzt.

Justizminister Jeff Session überschlug sich dabei und verwies ausgerechnet auf eine Passage in der Bibel. Er berief sich auf Römer 13 von Apostel Paulus, um zu begründen, warum Menschen, die die amerikanische Gesetzgebung verletzen, strafrechtlich verfolgt werden müsse. Nach Römer 13 müssten die Gesetze der Regierung befolgt werden, „weil Gott sie zum Zweck der Ordnung erlassen hat. Ordentliche und rechtmäßige Prozesse sind in sich selbst gut und beschützen die Schwachen und Gesetzestreuen.“

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Early Earth’s Habitability Could Boost the Chances of Alien Life

An artist’s concept of the early Earth. While still fairly inhospitable compared to today, the early Earth may have had a more moderate climate and ocean temperature and pH than had been thought. Credit: NASA
The conditions on the early Earth have long been a mystery. But researchers from NASA and the University of Washington have now devised a way to account for the uncertain variables of the time, in turn discovering that our planet may have been more temperate long ago than previously thought.

By Joelle Renstrom | SPACE.com

By applying these findings to other rocky planets, the researchers conclude that the timeframe and likelihood of life persisting elsewhere is greater than first thought.

Given that we have no rocks or other material from Earth’s first 500 million years, approximations of conditions on our planet during that time have varied widely. Some picture early Earth as wracked by volcanic eruptions and bubbling with lava, while others envision a world asleep and encased in ice. [7 Theories About the Origin of Life on Earth]

Earth’s 4.5-billion-year history leaves room for many geological phases and „people have used all kinds of different geochemical datasets to get some measure of surface conditions,“ said the study’s lead author, Joshua Krissansen-Totton of the University of Washington.

The researchers focused on the Archean Eon, 4 billion to 2.5 billion years ago, shortly after the formation of Earth’s crust, atmosphere and oceans. It’s also when life likely emerged.

The difficult part is in deducing ocean pH and global temperature, about which estimates fluctuate drastically, from alkaline to corrosively acidic and from minus 13 to 185 degrees Fahrenheit (minus 25 to 85 degrees Celsius).

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Polenz: Abschottung nicht mit christlicher Verantwortung vereinbar

Der frühere CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz hält eine Abschottung in der Flüchtlingspolitik nicht mit christlicher Verantwortung vereinbar. Das „C“ für „christlich“ in den Parteinamen von CDU und CSU dürfe nicht allein beim Schutz des ungeborenen Lebens und der Stammzellforschung ernst genommen werden, sagte Polenz dem Internetportal „Kirche + Leben“ der gleichnamigen Wochenzeitung im Bistum Münster.

evangelisch.de

Es sei ebenso eine Verpflichtung, wenn es um die weltweite Gerechtigkeit und den Beistand für Menschen in Not gehe. Der CDU-Politiker aus Münster würdigte die Integrationsarbeit der bayerischen Landesregierung als „vorbildlich“. Daher sei er erstaunt, warum die CSU diesen Erfolg nicht stärker in den Vordergrund stelle, sagte Polenz. Stattdessen werde gerade in Berlin der Eindruck erweckt, dass es in der Flüchtlingspolitik eine „Tür-zu-Position“ gebe.

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Aus diesen Mittelmeerländern gelangt das meiste Plastik ins Meer

Vor lauter Müll sieht man den Strand nicht mehr: die verschmutzte Bucht Cala Vall de Boquer auf Mallorca. Foto: imago/Bluegreen Pictures
Die Zahlen sind alarmierend: Wenn wir so weitermachen wie bisher, wird es Schätzungen zufolge im Jahr 2050 mehr Plastik in den Ozeanen geben als Fische. Besonders dramatisch ist die Lage im Mittelmeer, wie die Umweltorganisation WWF warnt.

Berliner Zeitung

Obwohl das Binnenmeer nur ein Prozent des weltweiten Wassers ausmache, konzentrierten sich hier rund sieben Prozent des globalen Mikroplastiks, heißt es im neuen WWF-Report. Das Mittelmeer befinde sich durch seine Lage regelrecht „in der Plastikfalle“. Schließlich sei es umschlossen von drei Kontinenten, wodurch es nur wenig Wasseraustausch mit den großen Ozeanen gebe, schreibt der WWF in „Mittelmeer – Wege aus der Plastikfalle“. Heißt: „Der Müll, der einmal hier landet, bleibt gefangen und sammelt sich an.“

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Zurückweisung nur bei Einreiseverbot

Kleiner Kompromiss: CDU und CSU haben ihren Asylstreit vertagt. Innenminister Seehofer will Kanzlerin Merkel noch zwei Wochen Zeit geben, droht aber weiter mit einem Alleingang, sollte sie auf europäischer Ebene nicht genug erreichen.

evangelisch.de

Im heftigen Ringen um einen Kompromiss in der Asylpolitik haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) eine Einigung gefunden – zumindest für die nächsten knapp zwei Wochen. Bei zeitgleichen Pressekonferenz in Berlin und München verkündeten die CDU-Vorsitzende Merkel und CSU-Chef Seehofer am Montag, dass an der deutschen Grenze künftig zurückgewiesen wird, wer bereits nach einer Asylprüfung in Deutschland in ein anderes EU-Land zurückgeschickt worden war und daher ein Einreiseverbot hat.

Bis zum EU-Gipfel am 28. und 29. Juni will Merkel zudem weiter bilaterale Lösungen mit anderen EU-Staaten verhandeln. Sollte nach dem EU-Gipfel kein europäisches Ergebnis vorliegen, will Seehofer seinen Plan für Zurückweisungen weiterer Gruppen umsetzen. Dann könnte neuer Streit drohen.

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Italiens neue Regierung und die Kirche fremdeln noch miteinander

Im einst so katholischen Italien verstehen Politik und Kirche einander nur noch schwer. Und beim Thema Migration hört anscheinend kaum ein Italiener auf den Papst.

DOMRADIO.DE

Italiens neue rechtspopulistische Regierung und die katholische Kirche fremdeln noch miteinander – so lautet die Einschätzung vieler Kommentatoren im Land. Derweil scheint sich das aktuell prominenteste Regierungsmitglied, Innenminister Matteo Salvini, mit einigen Kirchenvertretern recht gut zu verstehen. Erst kürzlich kursierten Fotos, auf denen er bei der Abschlussfeier einer Polizeischule sehr freudig US-Kurienkardinal Raymond Burke begrüßt, der nicht gerade als ein Freund von Papst Franziskus gilt.

An sich bedeutet das erst einmal nicht viel. Aber kurz darauf ließ Salvini wissen, ein Kirchenvertreter habe ihn kontaktiert, „um mich zu bitten, den von mir begonnenen Weg fortzusetzen“. So zitierte zumindest die „Huffington Post“ den neuen starken Mann Italiens. Ob der ungenannte Kirchenmann – allzu viele wird Salvini in diesen Tagen nicht gesprochen haben – nun genau dessen Haltung meinte, Schiffen mit Migranten die Einfahrt in Italiens Häfen zu verbieten, ist unklar.

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G-20-Gegner zeitweise rechtwidrig in Gewahrsam

Mehrere Demonstranten landeten nach den Protesten rund um den G-20-Gipfel in einer extra eingerichteten Gefangenensammelstelle in Harburg
Während des G-20-Gipfels in Hamburg waren mehrere Demonstranten in Gewahrsam genommen worden. Der Freiheitsentzug war teils rechtswidrig, wie ein Gericht nun entschied.

DIE WELT

Mehrere G20-Gegner sind von der Polizei zeitweise rechtswidrig festgehalten worden. Zwar habe das Landgericht Hamburg entschieden, dass die Ingewahrsamnahmen am 7. Juli 2017 erforderlich waren, um Straftaten zu verhindern. Jedoch hätten Richter unverzüglich, aber spätestens innerhalb von zwölf Stunden nach der Festnahme über die Haft entscheiden müssen, erklärte ein Gerichtssprecher am Montag.

Tatsächlich hatte es 15 bis 40 Stunden bis zur richterlichen Entscheidung gedauert. Der Freiheitsentzug zwischen Festnahme und richterlicher Entscheidung sei in diesen Fällen rechtswidrig gewesen. Die G20-Gegner waren am Morgen des 7. Juli an der Straße Rondenbarg im Stadtteil Bahrenfeld und am Abend desselben Tages am Haus Schulterblatt 1 im Schanzenviertel festgenommen worden.

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