Fasten und Kopftuch verbieten? Lehrervertreter setzt auf Reden


foto: apa/pfarrhofer Pflichtschullehrergewerkschaftschef Paul Kimberger hält Verbote für pädagogisch zweifelhaft.
Paul Kimberger möchte Kindern diese religiösen „Zumutungen“ zwar ersparen, notfalls müssten eben Lehrer Maßnahmen setzen

Lisa Nimmervoll | derStandard.at

Als ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer am vergangenen Donnerstag seine Forderung nach einem Fastenverbot für schulpflichtige Kinder deponierte, dauerte der Ramadan noch knapp neun Stunden. Mit Sonnenuntergang gegen 21 Uhr endete der muslimische Fastenmonat im heurigen Jahr am 14. Juni.

Nehammer begründete seinen Vorstoß mit „unzähligen“ Berichten von Lehrern über geschwächte Kinder: „Wenn religiöse Rituale – egal welcher Religion – die Gesundheit von Kindern gefährden, geht das eindeutig zu weit.“ Religionsfreiheit sei selbstverständlich ein hohes Gut, aber: „Wenn die Religion über dem Kindeswohl steht, ist Schluss.“

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