Wo die Nächstenliebe endet


Viele Christen mit Rechtsdrall verdrehten das Christentum in ein antimuslimisches Abwehrbollwerk, kommentiert die Juristin Liane Bednarz in der „TAZ“. (picture alliance / Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa)
Die „TAZ“ fragt, wie das Christentum für die Politik instrumentalisiert wird – und findet Berührungspunkte zwischen Christen und Rechten. Ebenfalls in Berührung mit rechten Positionen wurde Rüdiger Safranski gebracht, zu Unrecht meint die „FAZ“.

Von Adelheid Wedel | Deutschlandfunk Kultur

„Die Abwehr der Migration macht zivilisatorische Fortschritte zunichte.“ Mit dieser genauen Beobachtung lässt sich ein Artikel in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG zusammenfassen. Gustav Seibt klingt desillusioniert, wenn er zu dem Schluss kommt: „Wieder einmal wirken ein paar Jahrhunderte wie ausgelöscht. Offenbar kann man alles zurückdrehen.“

Grausamkeit an der mexikanischen Grenze

Es geht ihm um das Maß an Grausamkeit, aufgerührt durch eine Meldung, dass amerikanische Behörden an der mexikanischen Grenze Kinder von ihren Eltern trennen lassen, wenn diese die Grenze illegal überschritten haben. „Zwischen Mitte April und Ende Mai wurden rund 2000 Kinder von ihren Familien getrennt.“ Solches Verhalten mobilisiere „ein Maximum an Ängsten. Die Grausamkeit soll hier einen unmittelbaren Zweck erfüllen, die Abschreckung“, meint der Autor.

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