Christliche Krankenhäuser pochen auf angemessene Finanzierung

Bild: tilly
Rund 500 christliche Krankenhäuser in Deutschland fordern Bund und Länder zu einer verlässlichen und angemessenen Krankenhaus-Finanzierung auf. Es bestehe großer Handlungsbedarf.

DOMRADIO.DE

Angesichts der Herausforderungen durch schwerst mehrfach erkrankte Patienten, mehr Bürokratie und Investitionsstaus der Bundesländer, müsse dringend gehandelt werden, erklärten der Katholische Krankenhausverband Deutschlands (kkvd) und der Deutsche Evangelische Krankenhausverband (DEKV) zur 4. Jahrestagung der Initiative „Christliche Krankenhäuser in Deutschland“ am Donnerstag in Berlin.

Auch für den Umbau der Pflegeausbildung und in der Notfallversorgung brauche es eine ausreichende Finanzierung und planbare Handlungsspielräume. „Die Krankenhäuser sichern im ambulanten Bereich rund um die Uhr die Notfallversorgung, obwohl dies für sie ein defizitäres Geschäft und die Belastung extrem hoch ist“, sagte der stellvertretende kkvd-Vorsitzende Ingo Morell.

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Türkei verweigert deutschem Wahlbeobachter die Einreise

Andrej Hunko (Die Linke) war bereits beim Verfassungsreferendum im April 2017 als Wahlbeobachter in der Türkei gewesen Quelle: pa/dpa/Michael Kappeler
Der Linke-Abgeordnete Andrej Hunko wollte für die OSZE als Wahlbeobachter in die Türkei reisen. Doch kurz vor dem Start des Fliegers musste er aussteigen. Die Türkei wirft ihm Sympathien für die PKK vor. Hunko nennt das „absurd“.

DIE WELT

Die türkische Regierung verweigert dem OSZE-Wahlbeobachter und Linke-Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko nach dessen Informationen die Einreise ins Land. Hunko sagte der Nachrichtenagentur dpa, der türkische Botschafter bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) in Wien habe der OSZE mitgeteilt, dass ihm die Einreise in die Türkei nicht gestattet werde. Das Auswärtige Amt und die deutsche Botschaft in Ankara seien davon nicht informiert gewesen.

Hunko war bereits beim Verfassungsreferendum im April 2017 als Wahlbeobachter in der Türkei gewesen. Er hatte in dem Zusammenhang „die undemokratischen und unfairen Bedingungen“ bei der Abstimmung kritisiert. Die türkische Regierung warf ihm Sympathien für die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK vor und zweifelte seine Objektivität an. Außenminister Mevlüt Cavusoglu veröffentlichte ein Foto Hunkos mit einer PKK-Flagge.

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Luigi-Tartufari International Prize für Axel Meyer – Herzlichen Glückwunsch

Prof. Axel Meyer, PH.D., Professor für Zoologie und Evolutionsbiologie an der Universität Konstanz.
Bild: ebenda
Der Konstanzer Biologe Prof. Dr. Axel Meyer erhält den Luigi-Tartufari International Prize der italienischen Nationalakademie

Julia Wandt Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Universität Konstanz

Gerade kehrte er von einem Sabbatical am Radcliffe Institute for Advanced Study an der Harvard University nach Konstanz zurück. Nun wird der Zoologe und Evolutionsbiologe Prof. Dr. Axel Meyer am 22. Juni 2018 in Rom mit dem Luigi-Tartufari International Prize der italienischen Academia Nazionale dei Lincei ausgezeichnet. Eines der ersten Mitglieder dieser Akademie war der italienische Universalgelehrte Galileo Galilei. Axel Meyer wird er für seine Forschung in den Bereichen Molekular-, Zell und Evolutionsbiologie verliehen. Die italienische Nationalakademie ehrt den Konstanzer Biologen für sein wissenschaftliches Gesamtwerk, für das er bereits vielfach ausgezeichnet wurde.

Axel Meyer zählt zu den weltweit führenden und meistzitierten Experten auf dem Gebiet der Evolutionsbiologie. Er hat mehrere Jahrzehnte lang gültige Lehrbuchdogmen widerlegt und leistete Pionierarbeit in der Verwendung genetischer Daten in der Evolutionsbiologie. Durch empirische Daten widerlegte das Labor von Axel Meyer das Dogma, dass Artentstehung nur durch geographische Barrieren stattfinden kann. In den Kraterseen Nicaraguas konnte er außerdem zeigen, dass sich die Evolution bei bestimmten Fischarten unabhängig voneinander wiederholt hat. Für dieses Projekt erhielt er einen ERC Advanced Grant des European Research Council (ERC), verbunden mit einer Förderung von 2,5 Millionen Euro.

Durch Verwendung genetischer Daten wurden in der Evolutionsbiologie vergleichende Analysen mit bahnbrechenden Ergebnissen möglich. So konnte Axel Meyer mit genomischen Daten zeigen, dass in den Vorfahren aller Fische eine Verdopplung des gesamten Genoms stattfand und so Fische zunächst doppelt so viele Gene hatten wie Landwirbeltiere, wie zum Beispiel Amphibien, Vögel, Reptilien und Säugetiere – einschließlich dem Menschen. Auf der Grundlage des bislang größten und informationsreichsten Datensatzes, der je analysiert wurde, war er jüngst an der Lösung des Rätsels um die entwicklungsgeschichtlichen Beziehungen zwischen Wirbeltieren beteiligt. Es konnte gezeigt werden, dass Lungenfische näher mit den Menschen verwandt sind als der Quastenflosser oder dass Schildkröten näher mit Vögeln und Krokodilen verwandt sind als mit Eidechsen und Schlangen. Die derzeitige Forschung der Arbeitsgruppe von Axel Meyer versucht eine Brücke zwischen dem äußeren Erscheinungsbild von Arten und deren genetischen Grundlagen zu schlagen, um besser zu verstehen, welche genetischen Unterschiede für Anpassungen und Artunterschiede verantwortlich sind.

Axel Meyer hat in Marburg, Kiel, Miami, Berkeley und Harvard studiert und wurde im Alter von 28 Jahren zum Assistenzprofessor an der State University in New York berufen und dort mit 33 Jahren Associate Professor mit Tenure-Track. Er erhielt Rufe von weltweit führenden Universitäten, bevor er den Ruf auf die Professur in Konstanz als Nachfolger von Hubert Markl im Alter von 36 Jahren annahm. Für seine wissenschaftliche Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen – darunter die Carus-Medaille der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (2009), den Akademiepreis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (2000) und ein Guggenheim Fellowship (1996). Den EMBO-Preis der European Molecular Biology Organisation für Kommunikation in den Lebenswissenschaften erhielt er für seine Bemühungen um die verständliche öffentliche Vermittlung komplexer wissenschaftlicher Inhalte (2007). In allen drei genannten wissenschaftlichen Gesellschaften ist Axel Meyer Mitglied. Das Magazin Cicero nahm ihn in seine Liste von 2007 der 500 wichtigsten Intellektuellen Deutschlands auf.

Die Accademia dei Lincei wurde 1603 in Rom gegründet. Ihr Engagement für die Naturwissenschaften und ihr wissenschaftlicher Ansatz auf der Grundlage der neuen experimentellen Methoden machten sie zur weltweit ersten wissenschaftlichen Akademie. Der Internationale Prof. Luigi Tartufari-Preis wird in den vier Disziplinen Mathematik, Astronomie, Physik und Chemie sowie Molekular-, Zell- und Evolutionsbiologie an italienische und internationale Forscherinnen und Forscher vergeben. Als höchste kulturelle Institution Italiens ist die heutige italienische Nationalakademie offizielle Wissenschafts- und Kulturberaterin des italienischen Staatspräsidenten.

Faktenübersicht:
• Luigi-Tartufari International Prize für den Konstanzer Evolutionsbiologen Prof. Dr. Axel Meyer
• Forschungspreis der italienischen Nationalakademie Academia Nazionale dei Lincei zeichnet das Gesamtwerk des Konstanzer Biologen aus
• Pionierarbeit durch den Einsatz genetischer und genomischer Daten.

Hinweis an die Redaktionen:
Fotos können im Folgenden heruntergeladen werden:
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Bildunterschrift:
Prof. Dr. Axel Meyer
Bild: Marco Schilling

https://cms.uni-konstanz.de/fileadmin/pi/fileserver/2018/Bilder/Mit_Daten_gegen_…
Bildunterschrift: (v.l.) Andreas Härer, Dr. Julián Torres-Dowdall, Prof. Dr. Axel Meyer und Dr. Melisa Olave.
Bild: Ricardo Rayo

Kontakt:
Universität Konstanz
Kommunikation und Marketing
Telefon: + 49 7531 88-3603
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Blutige Altersbestimmung

Bluspuren am Tatort können Rechtsmedizinern erstaunliche Dinge verraten – bald auch das Alter des Täters? © Zoka74/ istock
Verräterische Spritzer: Blutspuren könnten Rechtsmedizinern künftig das Alter von Opfern und Verdächtigen in einem Kriminalfall verraten. Denn: Bestimmte Blutbestandteile verändern im Laufe des Lebens ihre Struktur – und diese Veränderungen erlauben zuverlässige Rückschlüsse darüber, ob eine Person noch Kind, jugendlich oder erwachsen ist. Wie Forscher berichten, muss die Genauigkeit der Methode zwar noch verfeinert werden. In Zukunft könne sie die Arbeit von Tatortermittlern aber erheblich erleichtern.

scinexx

Neben Fingerabdrücken sind Blutspritzer die wohl verräterischsten Spuren an einem Tatort. So können Rechtsmediziner anhand der Form und Verteilung von Blutspuren Rückschlüsse auf den Hergang des Geschehens ziehen. Außerdem enthält Blut DNA – und damit wichtige Hinweise auf die Identität von Täter und Opfer. In Zukunft könnte die Körperflüssigkeit sogar noch ein weiteres Geheimnis lüften: das Alter desjenigen, der die roten Spuren hinterlassen hat.

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Zuviel Gülle: Europäischer Gerichtshof verurteilt Deutschland wegen Nitraten

In der Landwirtschaft ist das gesundheitsgefährdende Nitrat zum Beispiel in Düngemitteln vorzufinden. Die Salze und Ester der Salpetersäure gelangen durch den Düngvorgang ins Grundwasser. Foto: dpa
Der Europäische Gerichtshof hat Deutschland wegen Verletzung von EU-Recht verurteilt, weil die Regierung zu wenig gegen Nitrate im Grundwasser unternommen hat.

Berliner Zeitung

Das Urteil fiel am Donnerstag in Luxemburg (Rechtssache C-543/16). Nitrate stammen meist aus Düngern der Landwirtschaft. Ein Übermaß schadet der Umwelt und birgt Gesundheitsrisiken für Menschen.

Die obersten EU-Richter stellten fest, dass die Bundesrepublik gegen die maßgebliche EU-Richtlinie verstoßen habe. Auch als klar geworden sei, dass ihr Aktionsprogramm nicht ausreiche, habe die Bundesregierung nicht ausreichende zusätzliche Maßnahmen ergriffen. Deutschland wurden auch die Kosten des Verfahrens auferlegt.

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Religiöse Symbole: Der Staat muss schon den Anschein von Befangenheit vermeiden

Der Kanton Basel-Stadt verbietet dem Gerichtspersonal seit Ende Mai, religiöse Symbole zur Schau zu tragen. Das ist ein Eingriff in die Religionsfreiheit. Aber er ist gerechtfertigt.

Lucy Keller | Neue Zürcher Zeitung

Die Thematik der religiösen (zumeist: muslimischen) Symbole wird kontrovers und sehr oft emotional diskutiert. Wenn bei diesem Thema auf den Grundsatz der religiösen Neutralität des Staates zurückgegriffen wird, sei daran erinnert, dass die Schweiz nicht dieselbe strikte laizistische Tradition kennt wie etwa Frankreich.

Kopftuch, Kippa, Kreuze

In jedem Fall, so auch im Fall des Gerichtsrats von Basel-Stadt, der seinem Gerichtspersonal das Tragen von Kopftuch, Kippa, Kreuzen oder ähnlichen Symbolen in öffentlichen Gerichtsverhandlungen untersagt, erlaubt das Recht, die sich stellenden Fragen zu strukturieren und eine Lösung bereitzuhalten. Für die rechtliche Beurteilung des Falls insbesondere massgeblich sind die Grundrechte der Religionsfreiheit (aus der auch der Grundsatz der religiösen Neutralität des Staates fliesst) und der Grundsatz der Unabhängigkeit der Gerichte.

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Brandstifter von Nauen: BGH hebt Urteil gegen NPD-Politiker Maik Schneider auf

Kurz vor dem Urteil: NPD-Funktionär Maik Schneider mit Anwälten. Foto: dpa/Ralf Hirschberger
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das Urteil gegen den Brandstifter von Nauen, Maik Schneider, aufgehoben. Der BGH hat diese Entscheidung am Donnerstag auf seiner Webseite veröffentlicht.

Berliner Zeitung

Der Prozess gegen den NPD-Politiker wegen der Brandstiftung an einer als Asylbewerberunterkunft vorgesehenen Turnhalle in Nauen (Havelland) muss nun am Landgericht Potsdam neu aufgerollt werden. Schneider war in erster Instanz zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Der BGH begründete seine Entscheidung damit, dass ein Schöffe in dem Prozess Äußerungen von Schneider zu seiner Tat als „Quatsch“ bezeichnet hatte. Dieser Ausspruch habe, anders als vom Landgericht entschieden, ein Misstrauen von Schneider in die Unparteilichkeit des Schöffen gerechtfertigt, so das oberste Strafgericht.

Das heisse Gas zwischen den Galaxien sendet ein Lebenszeichen

Diese Darstellung veranschaulicht das Messprinzip. Das Röntgenlicht des fernen Quasars passiert auf seinem Weg zur Erde zwei Filamente des kosmischen Netzes. Die vom Röntgenteleskop gemessenen Absorptionslinien erlauben einen Rückschluss auf die Dichte des Gases in den Filamenten. (Bild: ESA)
18 Tage lang haben Astronomen eine weit entfernte Quelle von Röntgenlicht observiert. Der Aufwand hat sich gelohnt. Jetzt glauben sie zu wissen, wo sich der vermisste Teil der gewöhnlichen Materie verbirgt.

Christian Speicher | Neue Zürcher Zeitung

Es ist erschreckend, wie wenig wir über unser Universum wissen. Glaubt man dem Standardmodell der Kosmologie, besteht unser Kosmos fast gänzlich aus «dunklen» Materie- und Energieformen, die sich bis heute einem Nachweis entziehen. Die uns geläufige Form der Materie macht gerade einmal 5 Prozent aus – ein kleiner Farbtupfer in einem Meer aus Dunkelheit. Tatsächlich ist unsere Unwissenheit sogar noch grösser. Denn auch von der gewöhnlichen Materie wusste man bisher nur teilweise, wo sie sich verbirgt: 40 Prozent wurden vermisst. In der Fachzeitschrift «Nature» berichten Astronomen nun, sie hätten die vermisste Materie aufgespürt. Sie soll sich im heissen Medium zwischen den Galaxien verstecken.

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Mutmaßlicher Missbrauch in US-Unterkünften für Migrantenkinder

Aufnahme von der Grenze zwischen den USA und Mexico – APA/AFP
13 Betreiber solcher privater Unterkünfte stehen teils seit 2014 am Pranger. Aber nur zwei von ihnen wurde der Vertrag mit den Behörden gekündigt.

Die Presse.com

Mitten in die Debatte um die US-Praxis im Umgang mit Migrantenfamilien und Donald Trumps diesbezüglichem Einlenken platzt nun ein Bericht über den mutmaßlichen Missbrauch von Migrantenkindern. Gegen mehr als ein Dutzend Unterkünfte für Einwandererkinder in den USA sind einem Bericht zufolge Vorwürfe von Verstößen laut geworden. Die mutmaßlichen Verstöße hätten sich in privat geführten Unterkünften ereignet, in denen die Kinder langfristig untergebracht seien, berichteten das Internetportal der „Texas Tribune“ und das Center for Investigative Reporting am Mittwoch.

Demnach soll es zu körperlichem und sexuellem Missbrauch gekommen sein sowie zu Verstößen gegen die Sicherheit und Betreuung von Kindern, wie es unter Berufung auf Regierungs- und andere Berichte heißt. Behördenvertreter im Bundesstaat Texas berichteten demnach vonBundesstaat Texas .

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Was die Verwüstungen lehrten

Magdeburg vor dem Fall. Im Mai 1631 wurde die Stadt von den kaiserlichen Heeren belagert und schließlich zerstört. Das grausige…Foto: picture alliance / akg-images
Das Trauma des Dreißigjährigen Krieges grub sich tief in die Psyche der Deutschen. Analyse und Ausblick und ein Hinweis auf den Nahen Osten.

Von Herfried Münkler | DER TAGESSPIEGEL

Legt man die relativen Verluste zugrunde, so hat der Dreißigjährige Krieg stärker in die demographische Entwicklung Deutschlands eingegriffen als die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts zusammen: Am Ende des Krieges war die Bevölkerungszahl in den Gebieten, die das heutige Deutschland ausmachen, um ein Drittel zurückgegangen, viele kleinere Städte waren entvölkert, ganze Dörfer verschwunden, zuvor blühende Landschaften auf Jahrzehnte hin verwüstet. Dieser Krieg hatte in der Psyche der Menschen ein tiefes Trauma hinterlassen. Es war dies freilich kein Trauma „der Deutschen“, denn die hatten, von einer schmalen Schicht abgesehen, noch kein nationales Kollektivbewusstsein. Das Trauma bezog sich vielmehr auf Dörfer, Städte und landesherrschaftliche Gebiete. Man betete zu Gott, dass sich derlei nicht wiederholen möge. Das Politische lag auf einer Ebene jenseits dieser Traumatisierungen: Schon bald nach Friedensschluss dachte man an einigen Höfen nämlich erneut über Krieg nach – freilich über einen, der schnell geführt und nach einer großen Entscheidungsschlacht wieder beendet wurde.

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T. rex war kein Zungenakrobat

Wilde Züngelei: So beweglich wie hier dargestellt war die Zunge des T. rex wohl gar nicht. © Spencer Wright
Falsches Bild: Mit gefletschten Zähnen und herausgestreckter Zunge verfolgt der Tyrannosaurus seine Beute. Diese in der Populärkultur durchaus bekannte Darstellung scheint nicht korrekt zu sein. Denn eine Studie zeigt: Wie die meisten Dinosaurier hatte der T. rex ein äußerst kurzes Zungenbein. Dadurch war seine Zunge wie bei heutigen Krokodilen wahrscheinlich ziemlich unbeweglich. Weit herausstrecken konnte er sie somit nicht – ganz anders als etwa die urzeitlichen Flugsaurier.

scinexx

Kein anderer Dinosaurier beflügelt die Fantasie wohl mehr als der Tyrannosaurus rex. Der Mensch ist so fasziniert von diesem König der Kreidezeit-Räuber, dass er ihn immer wieder durch Kunst und Film zum Leben erweckt – der Blockbuster „Jurassic Park“ sei hier nur als eines von vielen Beispielen genannt.

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Brandenburger Polizei verschlampt Pistolen und Gewehre

Zahlreiche genehmigungspflichtige Waffen sind in Brandenburg verschwunden.Foto: Uwe Anspach/dpa
Der Verbleib von 1550 Waffen ist unbekannt: Im Umgang mit beschlagnahmten Waffen kam es bei der Polizei in Brandenburg zu erheblichen Pannen.

Von Alexander Fröhlich | DER TAGESSPIEGEL

In der Brandenburger Polizei sind von 2005 bis 2013 zahlreiche genehmigungspflichtige Waffen verschwunden – und deren Verbleib musste nachträglich mühsam kaschiert werden. Für vier Waffen – eine Vogelflinte, einen Revolver, ein Kleinkalibergewehr und eine Kleinkaliberpistole – konnte nie geklärt werden, was damit passiert ist. Das belegen interne Unterlagen, die dem Tagesspiegel vorliegen.

Der Zentraldienst der Polizei, kurz ZDPol, sollte 2013 im Auftrag der Staatsanwaltschaft Neuruppin den Verbleib von Waffen prüfen, die in den Vorjahren von der Potsdamer Polizei beschlagnahmt worden waren. Damals war intern von Bezügen zum NSU-Terrortrio die Rede, ebenso von einem Polizisten, der mit den Waffen gehandelt haben soll.

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Darum bekommt die AfD in Augsburg keine Kirchenführung

© Bild: dpa/Paul Zinken
Zum Parteitag der AfD in Augsburg Ende Juni wollte eine Gruppe die berühmte Ulrichsbasilika besichtigen. Aus der geplanten Führung wird aber wohl nichts. Kirchenführer Peter Hummel erklärt, warum er abgesagt hat.

Kilian Martin | katholisch.de

Ende Juni veranstaltet die AfD ihren Bundesparteitag in Augsburg. Wie üblich bei solchen Veranstaltungen, gibt es dabei auch ein begleitendes Kulturprogramm. Ein Vertreter der Partei hatte deshalb bei Peter Hummel, Pfarrgemeinderat an der Basilika St. Ulrich und Afra, nach einer Kirchenführung gefragt. Hummel lehnte ab – mit deutlichen Worten.

Frage: Herr Hummel, was war da los?

Hummel: Am Samstag habe ich eine Mail von einem Mann aus Gera bekommen. Er hat angefragt, ob ich zum Begleitungprogramm beim AfD-Parteitag eine Führung durch die Basilika geben kann. Ich habe dann erst einmal seinen Namen gegoogelt. Es gibt bei der AfD auch einen Arbeitskreis „Christen in der AfD“, da habe ich ihn aber nirgendwo gefunden. Auf mich kam er wohl über die Tourismus-Agentur in Augsburg, mit der ich zusammenarbeite. Ein Augsburger AfDler würde mich wohl nicht fragen, die kennen mich.

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Deutschlands reichstes Bistum besitzt jetzt sechs Milliarden Euro

Kardinal Reinhard Marx steht dem Erzbistum München und Freising vor. (Foto: Christian Endt, Fotografie & Lic)
  • Sechs Milliarden Euro Vermögen und 750 Millionen stille Reserven: Das Erzbistum München und Freising stellt seine Bilanzen für 2017.
  • Die Kirche wehrt sich zugleich gegen Kritik, sie wolle sich mit ihrem Immobilienbesitz bereichern und kündigt an, eigene Wohnungen verstärkt günstig zu vermieten.

Von Jakob Wetzel | Süddeutsche Zeitung

Die Geldsummen sind enorm. Das Erzbistum München und Freising hat am Mittwoch seine Bilanzen für 2017 vorgelegt; das Vermögen der diversen kirchlichen Institutionen und Stiftungen summiert sich demnach auf 5,96 Milliarden Euro, hinzu kommen stille Reserven in Höhe von mehr als 745 Millionen Euro. Und doch warnt die katholische Kirche davor, so wie bisher gehe es nicht weiter: Man müsse jetzt sparen, um für Herausforderungen wie den Priestermangel oder auch den erwartbaren Rückgang der Kirchensteuereinnahmen gerüstet zu sein, sagte Generalvikar Peter Beer, Verwaltungschef des Erzbistums. Zugleich wies er Kritik zurück, die Kirche wolle sich am eigenen Besitz oder auch an dem aussterbender oder aufgelöster Klöster bereichern.

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NASA Has a Plan to Defend Earth Against Asteroid Impacts

Artist’s illustration of a large asteroid headed for Earth. Credit: ESA
NASA has a plan to protect the Earth from death by asteroid, and the space agency will unveil it to the world today (June 20). But don’t panic yet, NASA says there’s no known asteroid threat right now.

By Tariq Malik | SPACE.com

In a 1 p.m. EDT (1700 GMT) teleconference today, NASA scientists will roll out a new report on the space agency’s strategy for tracking, and potentially deflecting, near-Earth asteroids that might one day pose a threat to our planet. You can follow the NASA asteroid defense webcast live here, courtesy of NASA Live.

The report, called the “National Near-Earth Object Preparedness Strategy and Action Plan,“ lays out what NASA will do over the next 10 years to safeguard the Earth from potentially dangerous near-Earth objects (NEOs). [Potentially Dangerous Asteroids in Images]

„While no known NEOs currently pose significant risks of impact, the report is a key step to addressing a nationwide response to any future risks.“ NASA officials said in a statement.

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Papst: Der Teufel ist schuld am falschen Gottesbild

Ist Gott jemand, der zwingt und verbietet? Nein, sagt der Papst. Der Teufel versuche nur, uns das vorzugaukeln. Es ist nicht das erste Mal, dass Franziskus so drastische Worte für das personifizierte Böse wählt.

katholisch.de

Die Zehn Gebote sind für Papst Franziskus keinesfalls „der Befehl eines Despoten, der verbietet und zwingt“, sondern Ausdruck der väterlichen Fürsorge Gottes. Der Teufel versuche jedoch, den Menschen ein falsches Gottesbild vorzugaukeln, sagte der Papst am Mittwoch auf dem Petersplatz. Die „tragischste der Lügen“, die die Schlange Eva erzählt habe, sei die Vorstellung eines „eifersüchtigen und besitzergreifenden Gottes“, sagte er bei seiner wöchentlichen Generalaudienz. Dabei setzte das Kirchenoberhaupt seine Katechese-Reihe zu den biblischen Zehn Geboten fort.

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Österreich: Alle von der Regierung geschlossenen Moscheen derzeit offen

foto: apa/helmut fohringer Die Moschee der Arabischen Kultusgemeinde in Wien-Mariahilf hat trotz der verkündeten Schließung durch die türkis-blaue Regierung weiterhin eine offene Tür
Vorgeworfene radikale Äußerungen eines Imams seien vor mehr als 20 Jahren in Jordanien aufgenommen worden, heißt es von der Arabischen Kultusgemeinde

Katharina Mittelstaedt | derStandard.at

Alle acht Gebetshäuser, die von der Regierung geschlossen wurden, sind derzeit offen. Das bestätigt im Gespräch mit dem STANDARD der Vorsitzende der Arabischen Kultusgemeinde, Zikri Gabal. Zu dieser gehören sieben der betroffenen Moscheen. Die achte Einrichtung, ein Gebetsraum des Moscheevereins Nizam-i Alem am Antonsplatz in Wien-Favoriten, hatte wie berichtet bereits nach einer Woche wieder aufgesperrt. Grund für die Schließung war hier ein Formalfehler gewesen, die entsprechenden Dokumente wurden dann nachgereicht.

Die Arabische Kultusgemeinde wurde von der türkis-blauen Koalition komplett aufgelöst – ein entsprechender Bescheid wurde ihr zugestellt, nachdem Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ), Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) sowie der für Kultusfragen zuständige Kanzleramtsminister Gernot Blümel (ÖVP) die Stilllegung der Kultusgemeinde in einer eigens dafür einberufenen gemeinsamen Pressekonferenz verkündet hatten.

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Ungarn verabschiedet Gesetzespaket gegen Flüchtlingshelfer

Parlament in Budapest Foto: dpa
Das ungarische Parlament hat mit großer Mehrheit ein Gesetzespaket angenommen, das die Strafverfolgung von Flüchtlingshelfern ermöglicht.

Berliner Zeitung

Die von der rechtskonservativen Regierung ausgearbeitete Vorlage, die auf die „Organisatoren illegaler Migration“ abzielt, erhielt am Mittwoch 160 Stimmen, nur 18 Abgeordnete des Parlaments in Budapest stimmten dagegen. Das von Menschenrechtlern scharf kritisierte Gesetzespaket bedroht Flüchtlingshelfer mit Gefängnisstrafen.

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„Ein trauriger Tag für das Internet und Europa“

Der Rechtsausschuss heute Vormittag. Bild: EU. Screenshot: TP
EU-Rechtsausschuss stimmt für Upload-Filter und Link-Abgaben

Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Heute Vormittag stimmte der Rechtsausschuss des Europaparlaments mit 15 zu 10 Stimmen für eine Fassung des Artikels 13 einer neuen Copyright-Richtlinie, die Online-Plattformen faktisch zum Einsatz von Upload-Filtern verpflichten dürfte. Eine etwas knappere von den Christdemokraten angeführte Mehrheit von 13 zu 12 Stimmen fand eine Fassung des Artikels 11, die Rechteinhabern fünf Jahre lang Einnahmen aus Abgaben auf so genannte „sprechende Hyperlinks“ bescheren soll (vgl. EU-Copyright-Reform: Abgeordnete stimmen für Upload-Filter und Leistungsschutzrecht).

Im Vorfeld der Abstimmung hatten unter anderem der UN-Berichterstatter David Kaye (der eine „signifikanten Rechtsunsicherheit“ befürchtet) und Internetpioniere wie Vint Cerf und Jimmy Wales vor dem Vorhaben der EU-Abgeordneten gewarnt. Sie kritisierten unter anderem, dass den Upload-Filtern auch Parodien und kritische Auseinandersetzungen zum Opfer fallen.

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Missbrauchsverdacht: Papst suspendiert Kardinal

© Bild: picture alliance / AP Photo / Robert Franklin
Als einfacher Priester in New York soll Kardinal Theodore McCarrick Kindesmissbrauch begangenen haben. Das Erzbistum hält die Vorwürfe für glaubwürdig. Nun reagiert Papst Franziskus.

Kilian Martin | katholisch.de

Kardinal Theodore McCarrick darf nicht mehr öffentlich als Priester wirken. Papst Franziskus habe den 87-Jährigen nach Vorwürfen wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger suspendiert, wie aus einer Mitteilung des Erzbistums New York hervorgeht. McCarrick war von 2001 bis 2005 Erzbischof in der US-Hauptstadt Washington. Die gegen ihn vorgebrachten Vorwürfe reichen bis in seine Zeit als Diözesanpriester in seiner Heimatstadt New York zurück.

Kardinal Dolan sollte Vorwürfe untersuchen

Die Vorwürfe wegen sexuellen Kindesmissbrauchs seien dem Erzbistum New York bereits vor einiger Zeit bekannt geworden, hieß es in der Mitteilung. Anschließend habe das Erzbistum umgehend die zuständige Staatsanwaltschaft informiert.

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