Deutschlands reichstes Bistum besitzt jetzt sechs Milliarden Euro


Kardinal Reinhard Marx steht dem Erzbistum München und Freising vor. (Foto: Christian Endt, Fotografie & Lic)
  • Sechs Milliarden Euro Vermögen und 750 Millionen stille Reserven: Das Erzbistum München und Freising stellt seine Bilanzen für 2017.
  • Die Kirche wehrt sich zugleich gegen Kritik, sie wolle sich mit ihrem Immobilienbesitz bereichern und kündigt an, eigene Wohnungen verstärkt günstig zu vermieten.

Von Jakob Wetzel | Süddeutsche Zeitung

Die Geldsummen sind enorm. Das Erzbistum München und Freising hat am Mittwoch seine Bilanzen für 2017 vorgelegt; das Vermögen der diversen kirchlichen Institutionen und Stiftungen summiert sich demnach auf 5,96 Milliarden Euro, hinzu kommen stille Reserven in Höhe von mehr als 745 Millionen Euro. Und doch warnt die katholische Kirche davor, so wie bisher gehe es nicht weiter: Man müsse jetzt sparen, um für Herausforderungen wie den Priestermangel oder auch den erwartbaren Rückgang der Kirchensteuereinnahmen gerüstet zu sein, sagte Generalvikar Peter Beer, Verwaltungschef des Erzbistums. Zugleich wies er Kritik zurück, die Kirche wolle sich am eigenen Besitz oder auch an dem aussterbender oder aufgelöster Klöster bereichern.

weiterlesen