Österreich: Alle von der Regierung geschlossenen Moscheen derzeit offen


foto: apa/helmut fohringer Die Moschee der Arabischen Kultusgemeinde in Wien-Mariahilf hat trotz der verkündeten Schließung durch die türkis-blaue Regierung weiterhin eine offene Tür
Vorgeworfene radikale Äußerungen eines Imams seien vor mehr als 20 Jahren in Jordanien aufgenommen worden, heißt es von der Arabischen Kultusgemeinde

Katharina Mittelstaedt | derStandard.at

Alle acht Gebetshäuser, die von der Regierung geschlossen wurden, sind derzeit offen. Das bestätigt im Gespräch mit dem STANDARD der Vorsitzende der Arabischen Kultusgemeinde, Zikri Gabal. Zu dieser gehören sieben der betroffenen Moscheen. Die achte Einrichtung, ein Gebetsraum des Moscheevereins Nizam-i Alem am Antonsplatz in Wien-Favoriten, hatte wie berichtet bereits nach einer Woche wieder aufgesperrt. Grund für die Schließung war hier ein Formalfehler gewesen, die entsprechenden Dokumente wurden dann nachgereicht.

Die Arabische Kultusgemeinde wurde von der türkis-blauen Koalition komplett aufgelöst – ein entsprechender Bescheid wurde ihr zugestellt, nachdem Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ), Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) sowie der für Kultusfragen zuständige Kanzleramtsminister Gernot Blümel (ÖVP) die Stilllegung der Kultusgemeinde in einer eigens dafür einberufenen gemeinsamen Pressekonferenz verkündet hatten.

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