Türkei verweigert deutschem Wahlbeobachter die Einreise


Andrej Hunko (Die Linke) war bereits beim Verfassungsreferendum im April 2017 als Wahlbeobachter in der Türkei gewesen Quelle: pa/dpa/Michael Kappeler
Der Linke-Abgeordnete Andrej Hunko wollte für die OSZE als Wahlbeobachter in die Türkei reisen. Doch kurz vor dem Start des Fliegers musste er aussteigen. Die Türkei wirft ihm Sympathien für die PKK vor. Hunko nennt das „absurd“.

DIE WELT

Die türkische Regierung verweigert dem OSZE-Wahlbeobachter und Linke-Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko nach dessen Informationen die Einreise ins Land. Hunko sagte der Nachrichtenagentur dpa, der türkische Botschafter bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) in Wien habe der OSZE mitgeteilt, dass ihm die Einreise in die Türkei nicht gestattet werde. Das Auswärtige Amt und die deutsche Botschaft in Ankara seien davon nicht informiert gewesen.

Hunko war bereits beim Verfassungsreferendum im April 2017 als Wahlbeobachter in der Türkei gewesen. Er hatte in dem Zusammenhang „die undemokratischen und unfairen Bedingungen“ bei der Abstimmung kritisiert. Die türkische Regierung warf ihm Sympathien für die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK vor und zweifelte seine Objektivität an. Außenminister Mevlüt Cavusoglu veröffentlichte ein Foto Hunkos mit einer PKK-Flagge.

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