Nigerias Kampf um Land und Macht


foto: apa/afp/stefan heunis Auch Gotteshäuser sind vor den Angriffen der Viehhirten nicht gefeit. Dabei sind es auch die muslimischen Fulani, die ausgegrenzt werden.
In Zentralnigeria wurden seit Jahresbeginn hunderte Menschen ermordet, weit mehr als durch die Terrorgruppe Boko Haram

derStandard.at

Shetima Mohammed kann die Vorwürfe nicht mehr hören. Alleine im Bundesstaat Benue, der an das Nachbarland Kamerun grenzt und wo er Generalsekretär der Viehhalter-Organisation Miyetti Allah ist, sollen in nicht einmal fünf Monaten knapp 600 Menschen ermordet worden sein.

Das hat Gouverneur Samuel Ortom bekanntgegeben. Die Lesart ist dabei stets gleich. Viehhirten, die der ethnischen Gruppe der Fulani angehören und meist Muslime sind, ermorden sesshafte Bauern, die sich überwiegend zum Christentum bekennen. Daraus ist mittlerweile die Forderung entstanden, die Fulani zu einer internationalen Terrorgruppe mit dem Namen „Fulani Terrorists“ erklären zu lassen. An manchen Tagen sind nigerianische Zeitungen voll davon.

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