So begleiten die Kirchen Konvertiten beim BAMF


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Bei zum Christentum konvertierten Flüchtlingen überprüft das BAMF, ob ihre Taufe asyltaktisch motiviert sein könnte. Zur Anhörung dürfen eigentlich Seelsorger mit. In der katholischen Kirche klappt das, andere Konfessionen hatten in der Vergangenheit Probleme.

Agathe Lukassek | katholisch.de

Konvertieren manche muslimische Flüchtlinge in Deutschland zum Christentum, um ihre Bleibeperspektive zu verbessern? Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat die Aufgabe, das zu überprüfen. Die Kirchen halten es für sinnvoll, dass in solchen Fällen ein Seelsorger bei der Anhörung des Asylbewerbers anwesend ist. In der Praxis klappte das bisher nicht immer.

Anders als in Teilen der evangelischen Kirche hat die katholische Kirche in Deutschland nach eigenen Angaben keine Schwierigkeiten. Aus den Diözesen sei der Deutschen Bischofskonferenz kein Fall bekannt, in dem eine Begleitperson der Kirche bei einer Anhörung abgelehnt worden wäre, erklärte deren Sprecher Matthias Kopp am Montag gegenüber katholisch.de. Der evangelikale Dachverband „Netzwerk-M“ hatte berichtet, dass in der Vergangenheit manche Pastoren zugelassen worden seien, andere nicht.

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