Von Männern, Mördern und Migranten


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Nicht erst seit dem Mord an Susanna stehen Migranten in Deutschland unter Generalverdacht. Dabei gibt es eine Tätergruppe, die für weitaus mehr Morde und Vergewaltigungen verantwortlich ist. Ein Kommentar

Fabian Goldmann | TELEPOLIS

Sollten wir konsequenter abschieben? War die Aufnahme hunderttausender Flüchtlinge ein Fehler? Muss Merkel weg? Seit der Ermordung der 14-jährigen Susanna durch einen irakischen Asylbewerber diskutiert Deutschland über den Zusammenhang von Migration und Gewalt.

Daran ist nicht alles falsch. Blickt man in die Polizeistatistiken, haben Vergewaltigungen und Tötungsdelikte in den vergangenen Jahren zugenommen. Migranten sind tatsächlich leicht überrepräsentiert – auch wenn Kriminologen diesen Umstand mehr auf die sozialen Lebensverhältnisse als auf die Herkunft zurückführen.

Der Blick in die Statistik verrät aber noch einen wesentlichen signifikanteren Zusammenhang. Eine Tätergruppe ist wesentlich stärker repräsentiert und schafft es dennoch seit Jahren von der Öffentlichkeit unbeachtet davon zu kommen. Zur Veranschaulichung eine kleine Auswahl an Fällen, die es seit der Ermordung von Susanna nicht auf Titelseiten schafften:

In Rösrath bei Köln tötet ein 89-Jähriger im Streit seine 88-jährige Ehefrau +++ In München wird ein 45-Jähriger zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt, der versucht hatte, seine Ex mit dem Auto zu überfahren. +++ Im nordrhein-westfälischen Kleve beginnt die Verhandlung gegen einen 25-Jährigen, der seinen 77-jährigen Liebhaber mit Elektroschocker, Feuerlöscher und Küchenmesser zu Tode gefoltert haben soll +++ In Hamburg ermordet ein 61-Jähriger im Alkoholrausch seine Lebensgefährtin +++ In Tecklenburg bei Osnabrück erschießt ein Mann seine Ex-Frau und Mutter von vier Kindern +++ In Saarbrücken zertrümmert ein 40-Jähriger mit einer Axt den Schädel seiner Lebensgefährtin. Die fünf gemeinsamen Kinder im Alter von 3 bis 17 Jahren lässt er danach allein mit der Leiche ihrer Mutter +++ In Nürnberg ersticht ein 47-Jähriger seine 69-Jährige Mutter +++ Im Beisein der acht- und zwölfjährigen Söhne tötet in Winsen ein Mann seine Ex-Frau. +++ In Hagen nimmt das SEK einen 25-Jährigen fest. Er hatte seine Partnerin in den Hinterkopf geschossen.

Was diese Fälle vom Mord an Susanna unterscheidet: Keiner der mutmaßlichen Täter stammte aus dem Ausland. Sie alle waren Deutsche. Und dennoch gibt es eine Gemeinsamkeit, an die wir uns schon sehr gewöhnt haben, dass sie uns kaum noch auffällt: Alle Täter waren Männer.

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