28 Millionen Opfer im Jemen: Nun droht die Lebensader des Landes gekappt zu werden


Jemeniten fliehen aus der umkämpften Stadt Hudaida. Der Hafen ist der wichtigste des Landes Quelle: Getty Images
Seit Jahren bekriegen sich Saudi-Arabien und der Iran im Jemen. Das Land ist das ärmste in der arabischen Welt. Fast alle Menschen in dem Land sind von Hilfe abhängig. Nun könnte eine Katastrophe drohen.

Gil Yaron | DIE WELT

Gepanzerte Fahrzeuge durchpflügen die Sanddünen in den Außenbezirken von Hudaida, Kampfhubschrauber geben aus der Luft Deckung. Mal um Mal greift die königliche saudi-arabische Luftwaffe an. Saudische Kriegsschiffe beschießen die an der Westküste von Jemen gelegene Stadt vom Meer aus. Seit 2014 ist die strategisch wichtige Stadt in der Hand der Huthi-Rebellen.

Die schiitische Miliz verteidigt sich mit ihrem gesamten Arsenal: Kampfdrohnen summen im Himmel, um Ziele für die Panzerabwehrraketen auszumachen, die Stellungen der sunnitischen Angreifer zerstören. Seit Beginn der Offensive vor knapp zehn Tagen sollen auf beiden Seiten Hunderte Menschen getötet worden sein, dazu eine unbekannte Zahl von Zivilisten. Verlässliche, unabhängig bestätigte Opferzahlen gibt es nicht.

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