Die Klimamaschine tanzt polyrhythmisch


Wechselt der Atlantik von einer positiven in eine negative Schwingungsphase, erhöht sich in der Sahelzone das Risiko von Dürren wie in den 1970er Jahren. (Bild: AP)
Ozeane und Atmosphäre schwingen zwischen verschiedenen Phasen hin und her. Diese Klimaveränderungen können regional erhebliche Folgen haben. Deshalb sind Forscher bemüht, ihre Vorhersagen zu verfeinern.

Sven Titz | Neue Zürcher Zeitung

Das Klima verändert sich oft regional, ohne dass die Öffentlichkeit Notiz davon nimmt. Für einzelne Länder sind solche Veränderungen aber sehr bedeutsam, zum Beispiel weil sie Überflutungen und andere Wetterextreme hervorrufen. Temperatur und Luftdruck, Wolken und Niederschlag schwanken regional im Takt von Jahren bis Jahrzehnten. Damit wird man auch im künftigen, wärmeren Erdklima leben müssen. Darum versuchen viele Forscher, diesen Schwankungen auf die Schliche zu kommen.

Erholung der Meereises?

Glaubt man neueren Studien, stehen zwei wichtige regionale Klimaschwankungen derzeit vor einem Phasenwechsel. Sie sind an einer Art Fingerabdruck zu erkennen – charakteristischen Temperaturmustern im Ozean. Befindet sich die «Atlantische Multidekadische Oszillation» (AMO) in ihrer positiven Phase, ist das Wasser im Norden des Atlantiks wärmer und im Süden kälter als gewöhnlich.

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