Washington ist das Psychopathennest in den USA


Washington: Hafen der Psychopathen. Bild: Martin Falbisoner/CC BY-SA-3.0
Nach einer Untersuchung der geografischen Verteilung ist die US-Hauptstadt mit ihren Politikern, Anwälten und Medienmenschen reich an Psychopathen, die auf dem Land selten sein sollen

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Wie weit der Ansatz führt, ein Land zu verstehen, indem man die geografische Verteilung von vorherrschenden Persönlichkeitstypen oder psychischen Merkmalen wie den “ Big Five“ (Fünf-Faktoren-Modell), muss sich erst herausstellen. Im Unterschied zu anderen Verfahren, die etwa die geografische Verteilung des Wählerverhaltens oder von ökonomischen Faktoren untersuchen, sind Persönlichkeitstypen schwer zu objektivieren.

Wissenschaftler, die diesem Ansatz etwa in der 2013 im Journal of Personality and Social Psychology erschienenen Studie „Divided We Stand: Three Psychological Regions of the United States and Their Political, Economic, Social, and Health Correlates“ nachgehen, versprechen, dass sich besser regionale Unterschiede des sozialen Kapitals, des Verbrechens oder der kulturellen Diversität ablesen ließen – mit der Option, dass man absehen könnte, welche Interventionen greifen oder nicht. So würde das soziale Kapital eher in Regionen gedeihen, in denen ein freundliches und konventionelles psychologisches Profil vorherrscht. Das sei verbunden mit Warmherzigkeit, Geselligkeit, Pflichtbewusstsein und Wahrung der Konventionen. Wo solch ein Profil nicht vorhanden ist, könnten Bemühungen, soziales Kapital zu fördern oder zu schaffen, vergeblich sein.

Allerdings würden solche Regionen nicht mit Wohlergehen und einem gesunden Lebensstil einhergehen. Das finde man eher in Regionen mit hohem Anteil von entspannten und kreativen psychologischen Profilen, weswegen hier eher gesunde und langlebigere Menschen zu finden seien. Die Annahme ist, dass vorherrschende psychologische Merkmale in der regionalen Bevölkerung die „Atmosphäre“ prägen und das Verhalten beeinflussen können.

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