Historikerin: Menschen wussten viel über KZs


Häftlinge im KZ Sachsenhausen (Bild: Bundesarchiv, Bild 183-78612-0008 / CC-BY-SA)
Menschen in der Umgebung der Konzentrationslager Bergen-Belsen, Esterwegen und Moringen wussten nach Ansicht der Historikerin Bianca Roitsch mehr über die Zustände in den Lagern, als sie zugeben wollten. „In örtlichen Zeitungen wurde über die KZs berichtet, außerdem konnte die Bevölkerung Häftlinge wie in Esterwegen auf ihren Märschen ins Moor sehen“, sagte die Expertin dem Evangelischen Pressedienst (epd).

evangelisch.de

Für ihre Doktorarbeit an der Universität Oldenburg habe sie Quellen aus der Zeit von 1933 bis 1960 ausgewertet, sagte Roitsch. Aus amtlichen Unterlagen gehe hervor, dass zahlreiche lokale Handwerker und Gewerbetreibende regelmäßig in Konzentrationslagern gewesen seien, um sie mit Lebensmitteln zu beliefern oder Arbeiten auszuführen. In den 1933 eingerichteten KZs Moringen bei Göttingen und Esterwegen im Emsland habe mancher Anwohner als Hilfsaufseher eine Anstellung gefunden oder Häftlinge bei ihrer Arbeit auf Baustellen in der Nähe angeleitet. Zudem habe es Kontakte zu den SS-Wachmannschaften gegeben, berichtete die Historikerin.

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