Äthiopien: Auge um Auge, Dorf um Dorf


Augenheilrunde. Sofiya Mohammed ist eine „Ophtalmic Nurse“ und jeden Tag in einem anderen Dorf. Sie behandelt die Augenleiden von…Foto: CBM/argum/Thomas Einberger
In Äthiopien versuchen kleine Teams, Millionen Menschen vor Erblindung durch bakterielle Infektionen zu schützen. Es ist ein steiniger Weg.

Von Helena Wittlich | DER TAGESSPIEGEL

Es ist eng auf der Rückbank des weißen Pickups. Es ruckelt. Es ist stickig. Während der Wagen über die Feldwege holpert, stoßen bei jedem Schlagloch die Köpfe der neun Insassen an die Decke. Asphaltierte Straßen sind selten in Äthiopien. Zwar hat sich dort die ökonomische und soziale Situation in den vergangenen Jahrzehnten verbessert, doch nach wie vor gehört das Land zu den ärmsten der Welt.

Dorthin, wo die Wege schlecht sind, die Menschen keine Autos, keine Häuser, kaum medizinische Versorgung haben, steuert der Fahrer den Wagen. Die Insassen haben eine Mission – den Kampf gegen die Augenkrankheit Trachom. Sie kommt besonders häufig in den armen Regionen vor, wo es keinen Strom, kaum sauberes Wasser, keine Toiletten gibt.

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