Kinderheime: „Manches Heim knüpfte nahtlos an die NS-Zeit an“


Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat Schicksale von Heimkindern in der Nachkriegszeit aufgearbeitet. Petra Knötzele erzählt, wie rechtlos Kinder waren, wie sie ruhig gestellt wurden und wie Erwachsene mit Heimkinder-Biografie nach ihrer Kindheit forschen können

Lilith Becker | evangelisch.de

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat aufgearbeitet, wie die Heime in ihrer Trägerschaft mit den ihnen anvertrauten Kindern in der Nachkriegszeit bis in die 1970er Jahre umgegangen sind. Wie kam es dazu?

Petra Knötzele: 2011 wurde der Heimkinder-Fonds eingerichtet. Träger, die nach dem Zweiten Weltkrieg und bis in die 1970er Jahre Kinderheime hatten, haben eingezahlt. EKD und Diakonie haben ehemalige Heimkinder im Jahr 2011 öffentlich um Entschuldigung gebeten. Aufgrund dieser Öffentlichkeit haben sich Einzelne, die in ihrer Kindheit in Heimen gewesen sind, bei uns gemeldet. Manche wollten einfach nur ein Gespräch darüber, was ihnen geschehen ist. Bei anderen ging es auch um die Frage einer institutionellen Anerkennung.

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