Neandertaler: Stoß statt Wurf

Durch einen Holzspeer verletzt: 120.000 Jahre alte Damhirschknochen erzählen die Geschichte einer Neandertaler-Jagd. © Eduard Pop, MONREPOS Archäologisches Forschungszentrum und Museum
Gewagte Jagdtechnik: Die Neandertaler setzen ihre hölzernen Jagdspeere aus nächster Nähe ein: Sie stießen damit nach ihren Beutetieren, statt sie aus der Distanz zu werfen. Davon zeugen zwei in Sachsen-Anhalt entdeckte Damhirschfossilien, die vor rund 120.000 Jahren solche Jagdverletzungen davontrugen. Diese Funde sind die ältesten Belege für die Nutzung von Speeren als Jagdwaffen – und der erst Hinweis darauf, dass die Eiszeitmenschen ihre Speere zum Stoß einsetzten.

scinexx

Schon vor rund 300.000 bis 400.000 Jahren fertigten die Neandertaler nicht nur simple Faustkeile – sie schufen auch schon Jagdspeere aus Holz. Davon zeugen Funde solcher Speere unter anderem im niedersächsischen Schöningen und Lehringen. Doch wie setzten unsere eiszeitlichen Vettern diese Jagdwaffen ein?

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Kanada: Christliche Fakultät darf nicht vorehelichen oder homosexuellen Geschlechtsverkehr verbieten

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

In Kanada hat eine christliche juristische Fakultät an der Trinity Western University in British Columbia (BC) seinen Studenten verboten, vorehelichen oder homosexuellen Geschlechtsverkehr auszuüben: Die Studenten mussten sich vorab schriftlich dazu verpflichten.

SCHWULISSIMO

Nachdem die Fakultät nun Studenten wegen ausgeübten schwulen Sexes herauswarf, stellte sich das Oberste Gericht Kanadas auf die Seite der Studenten. Die Richter urteilten, Religionsfreiheit sei kein Freibrief und verurteilte damit die Diskriminierung Homosexueller durch die christliche Fakultätsleitung.

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Kirchenprojekt kämpft gegen „christlichen“ Hate-Speech

Bild: BR24
Hass und Hetze im Internet finden sich auch auf Webseiten, die sich als christlich bezeichnen, so das Fazit des Projekts „NetzTeufel“ der Evangelischen Akademie Berlin, das kürzlich erste Zwischenberichte veröffentlichte.

Von Veronika Wawatschek, Markus Kaiser | BR24

„Homosexualität bedroht Gottes Ordnung“ und „Flüchtlinge unterwandern das Sozialsystem“ – das sind nur zwei Beispielaussagen, mit denen Timo Versemann und seine Kollegen Behauptungen zusammenfassen, die sie auf Internetseiten ausfindig gemacht haben, die sich selbst als christlich bezeichnen. Auf diesen Seiten sehe man im Islam eine Bedrohung, genauso wie in der Genderforschung, die oft als Ideologie bezeichnet würde.

Rassistische und homophobe Sprache

Seit Oktober 2017 hat der evangelische Theologe für das Projekt NetzTeufel von der Akademie Berlin Internetseiten und Kommentarspalten analysiert. Finanziert wird das Projekt unter anderem vom Bundesfamilienministerium und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Timo Versemann spricht von „toxischen Narrativen“, die die Diskussionskultur vergiften würden.

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So sieht es derzeit an der Siegessäule in Berlin aus

Der Große Stern leuchtete plötzlich in gelb Quelle: dpa/-
Die Autofahrer trauen am Großen Stern ihren Augen nicht: Die Straßen rund um die Berliner Siegessäule sind komplett in gelbe Farbe getaucht. Was als Aktion gegen den Klimawandel gedacht war, stellt sich als Gefahr für Verkehrsteilnehmer heraus.

DIE WELT

Gelbe Farbe, überall: Greenpeace-Aktivisten haben die Straßen rund um die Berliner Siegessäule mit Tausenden Litern gelber Farbe so gefärbt, dass sie aus der Luft wie eine Sonne aussehen. Anlass der Aktion ist das erste Treffen der Kohlekommission der Bundesregierung am Dienstag. Unter dem Motto „Sonne statt Kohle“ fordert Greenpeace einen konsequenten Klimaschutz. Nach eigenen Angaben verwendeten die Aktivisten 3500 Liter ökologisch abwaschbarer und umweltfreundlicher Farbe.

Zunächst wurde diese mit Düsen per Lastkraftwagen auf die Straße aufgetragen. Dann wurde sie mit Bürsten und Besen verteilt. Den Rest übernahmen die Autos: Sie verbreiteten das Gelb in die Straßen rund um den Großen Stern.

„Der verschleppte Kohleausstieg ruiniert Deutschlands Klimabilanz und bremst die Modernisierung unseres Energiesystems hin zu Solar und Windkraft“, sagte Greenpeace-Sprecher Christoph von Lieven.

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Insulin: Tablette statt Spritze?

Könnte die Insulin-Spritze bald durch einfache Tabletten ersetzt werden? © Sezeryadigar/ istock
Insulin zum Schlucken: Diabetiker können künftig womöglich auf das tägliche Spritzen verzichten. Denn Forscher haben endlich eine Methode entwickelt, wie das Blutzucker-regulierende Insulin auch oral verabreicht werden kann. In ihrer Tablette schafft es das Hormon dank einer speziellen Formulierung ohne Probleme vom Mund durch Magen und Darm und von dort in den Blutkreislauf. In ersten Tests mit Tieren hat sich die Insulin-Pille bereits als wirkungsvoll erwiesen.

scinexx

Für Menschen mit Diabetes Typ 1 und starkem Diabetes Typ 2 ist sie ein steter Begleiter: die Insulin-Spritze. Weil die Insulin-produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse bei ihnen nicht mehr richtig funktionieren, müssen sich die Patienten dieses wichtige Hormon selbst injizieren. Nur dank des regelmäßigen Spritzens ist ihr Körper ausreichend mit Insulin versorgt – und der Zucker kann aus dem Blut in die Zellen transportiert werden, wo er zur Energiegewinnung benötigt wird.

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Schweiz: Gnadenlos realitätsfremd

Der grosse Teil der Menschen in der Schweiz ist besorgt über die fehlende Integration von aktiv praktizierenden Muslimen. Bild: Keystone
Wenn die SP mit patriarchalen, rückständigen muslimischen Verbänden zusammenarbeitet, verschärft sie die Nöte der muslimischen Frauen.

Franziska Laur | Basler Zeitung

Einmal mehr denken die Sozialdemokraten völlig an der Realität vorbei, wenn sie die Idee einer Anerkennung des Islams als Landeskirche portieren. Stephanie Siegrist nimmt denn in ihrem Grundlagenpapier auch fein säuberlich auseinander, wie die SP Schweiz verkennt, dass sich ein Grossteil der 400’000 Menschen mit islamischen Wurzeln in der Schweiz nicht primär als Muslime versteht und die SP Schweiz daher rund drei Viertel diskriminiert, wenn sie alle in einen Topf wirft. Sie zeigt auf, wie die Reduzierung auf die Religion, wie dies die SP tut, dieselben rassistischen Denkmuster wie die der SVP zeitigt und wie absurd das Ansinnen einer muslimischen Landeskirche ist, solange sich die islamischen Organisationen nicht an elementare Verfassungsrechte wie die der Gleichstellung von Mann und Frau halten.

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Abschottungspolitik der EU sorgt für Unmut in der Kirche

Headquarter des Konzerns.

Der EU-Sondergipfel vom Sonntag zeigt: Es gibt Bestrebungen in vielen europäischen Ländern, die Festung Europa weiter auszubauen. Häfen bleiben für Rettungsschiffe verschlossen. Der Vatikan und Bischöfe in Italien äußern sich besorgt.

DOMRADIO.DE

Der Vatikan hat sich gegen eine Abschottungspolitik in der Migrationsfrage gewandt. Geschlossene Türen seien keine Antwort, sagte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin am Rande einer Veranstaltung dem italienischen Pressedienst SIR in Rom. Eine Lösung sei allerdings nur in Zusammenarbeit zwischen allen europäischen Ländern zu erreichen. Dies sei zugleich ein Signal, ob es Europa überhaupt noch gebe, so der Kardinal.

Eine Antwort auf die Probleme müsse innerhalb eines „Horizonts der Humanität und Solidarität“ liegen, sagte Parolin. Das Thema Migration werde auch beim Besuch von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine Rolle spielen, sagte der Kardinal. Macron trifft an diesem Dienstag mit Papst Franziskus im Vatikan zusammen. Parolin äußerte sich am Rand einer Tagung über Religionsfreiheit, die von der US-Botschaft beim Heiligen Stuhl veranstaltet wurde.

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Multiresistente Keime in Elbe und Alster nachgewiesen

Siele und Klärwerke sollen die Gewässer sauber halten. Dennoch gelangen manchmal – wie jetzt in Hamburg – gefährliche Keime in die Umwelt. Muss das Abwasser gründlicher gereinigt werden?

DIE WELT

Auch in Hamburger Gewässern sind bei zwei Messungen in diesem Jahr multiresistente Erreger gefunden worden. Die gefährlichen Keime wurden in einer Probe vom 9. März an der Kläranlage Köhlbrandhöft/Dradenau an der Elbe nachgewiesen, wie der Senat auf eine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion mitteilte. Eine weitere Untersuchung am 10. April sei negativ verlaufen.

In diesem Frühjahr seien zudem alle Hamburger Gewässer erstmals auf die multiresistenten Erreger getestet worden, sagte Björn Marzahn von der Umweltbehörde. Dabei sei eine Probe vom 25. April an der Außenalster positiv gewesen. Bei zwei folgende Untersuchungen seien keine Keime gefunden worden. Die Alster diene bei starkem Regen als Überlaufbecken. Dann könnten die Erreger über das Abwasser in das Gewässer gelangen, erklärte Marzahn.

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Duterte: Gott ist dumm, wenn er Zerstörung zulässt

© Bild: picture alliance / dpa / Francis R. Malasig
Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte ist als vehementer Gegner der Kirche bekannt. Jetzt arbeitet er sich an der biblischen Schöpfungsgeschichte ab.

katholisch.de

Die Berater des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte haben dessen jüngste Provokation gegen die katholische Kirche verteidigt. Duterte hatte vergangene Woche in einer Rede die biblische Schöpfungsgeschichte mit der Aussage in Frage gestellt, dass „Gott dumm sein muss, wenn er die Zerstörung seines Werkes zulässt“. Nach Kritik von Katholiken rechtfertigten Dutertes Sprecher Harry Roque sowie sein Rechtsberater Salvador Panelo am Montag die Äußerung. Dieser führte an, der Präsident habe nicht Gott beleidigt, sondern lediglich die christliche Schöpfungsgeschichte in Frage gestellt.

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Neue grausige Erkenntnisse zum Opferkult der Azteken

Darstellung einer aztekischen Opferung im Codex Magliabechiano aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Neue Analysen von Schädeln bestätigen, dass Menschenopfer tatsächlich so vollzogen wurden – aber das Ritual damit längst noch nicht zu Ende war.
2015 stießen Archäologen in Mexiko-Stadt auf Überreste eines riesigen Schädelgestells. Die Analysen der Totenköpfe förderten blutige Details zutage

derStandard.at

So oder so ähnlich geschah es tausende Male: Auf einer Plattform des pyramidenförmigen Templo Mayor („Großer Tempel“) in Tenochtitlan schnitt der Priester den Brustkorb des Opfers auf und entnahm ihm das noch schlagende Herz. Solche Menschenopfer gaben laut der Mythologie der Azteken den Göttern Nahrung und sicherten das Fortbestehen der Welt. Damit war das Ritual noch lange nicht beendet.

Die Leiche wurde an einen anderen Ort gebracht, wo die Priester mit scharfen Messern aus Obsidian den Kopf vom Rumpf trennten. Mit routinierten Schnitten entfernten sie die Haut und die Muskeln, bis nur mehr der nackte Schädel übrig blieb, in den dann seitlich zwei breite Löcher gebohrt wurden. Dann wurde der Schädel neben andere waagrecht auf eine Stange geschoben.

Schädel am Tzompantli

Hunderte solcher Stangen bildeten zusammen einen sogenannten Tzompantli, ein riesiges Gestell, das der Zurschaustellung der Totenschädel diente. Und das konnten ziemlich viele sein: Der spanische Konquistador Bernal Díaz del Castillo schätzte in seiner Chronik der Eroberung Mexikos, dass auf einem einzigen Tzompantli über 100.000 Stück aufgereiht waren.

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Französische Rechte: Klandestine Bündnisse im Kampf gegen „Islamisten“

Spezialeinheit der Polizei: RAID. Foto: Domenjod / CC BY-SA 4.0
Die Festnahme von ehemaligen Polizisten, Soldaten und Familienvätern, denen vorgeworfen wird, dass sie Imame, aus der Haft entlassene radikale Islamisten sowie verschleierte Frauen angreifen wollten, verweist auf ein Netzwerk

Thomas Pany | TELEPOLIS

Die Möglichkeit, dass sich Rechtsradikale organisieren, um einen bewaffneten Kampf gegen Personen, die sie als radikale Muslime identifizieren, zu führen, wurde vor ziemlich genau zwei Jahren in Frankreich ein Thema mit größerer Aufmerksamkeit.

Der damalige Chef des französischen Inlandgeheimdienstes DGSI, Patrick Calvar, warnte damals verblüffend eindringlich: „Frankreich steht am Rande eines Bürgerkriegs“. Die Warnung machte Schlagzeilen im Figaro und im L’Express und zog darüber hinaus Kreise über die Landesgrenzen hinaus.

Der Geheimdienstchef hatte zuvor vor Abgeordneten der Nationalversammlung von seiner Angst vor der Radikalisierung gesprochen und eben, wie die Berichte in den genannten Medien aufzeigten, nicht nur die Islamisten gemeint, sondern auch sogenannte „Ultrarechte“, die sich zur „Selbstverteidigung“ aufrüsten könnten und nach einer weiteren Serie von Attentaten „entsprechend loslegen“.

Am gestrigen Sonntag nahmen Spezialeinheiten der französischen Polizei zehn Männer aus dem Milieu der Ultrarechten fest, die angeblich loslegen wollten, wie hierzulande die Tagesschau berichtet. „Anschlagspläne gegen Muslime vereitelt“, lautet die Überschrift zum Bericht.

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Mehr Krebs bei Flugbegleitern

Wer als Flugbegleiter arbeitet, hat ein deutlich höheres Krebsrisiko, wie eine US-Studie bestätigt. © spooh/ iStock
Wer über den Wolken arbeitet, lebt gefährlich. Denn Flugbegleiter erkranken deutlich häufiger an Krebs als die normale Bevölkerung, wie eine US-Studie jetzt bestätigt. Beim weiblichen Kabinenpersonal steigt das Brustkrebsrisiko im Schnitt um die Hälfte, das Risiko für Tumor im Magen-Darm-Trakt verdoppelt sich sogar fast. Ursachen für das höhere Krebsrisiko sind wahrscheinlich vor allem die stärkere Belastung mit kosmischer Strahlung, aber auch Schlafmangel und Schichtdienste, wie die Forscher berichten.

scinexx

Die Erde schützt ihre Bewohner durch gleich mehrere Schutzschilde vor der harten Weltraumstrahlung – glücklicherweise. Denn die energiereichen Teilchen aus dem All können schwere Zellschäden anrichten und Entartungen, Missbildungen und im schlimmsten Fall sogar den Tod verursachen.

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Viel Heuchelei nach der Erdogan-Wahl

Foto: Glenn Fawcett / gemeinfrei
Nach der Wahl in der Türkei melden sich in Deutschland noch mal die Heuchler zu Wort. Auch manchem Trump-Kritiker hierzulande geht es eher um verletzten Nationalstolz als um Emanzipation

Peter Nowak | TELEPOLIS

In der Türkei haben sämtliche Oppositionsparteien den Wahlsieg von Erdogan bei der Präsidentenwahl erstaunlich schnell anerkannt. Auch im Ausland stellen sich Erdogan-Gegner auf eine langjährige Herrschaft ihres Kontrahenten mit der neuen Machtfülle nach der geänderten Verfassung ein.

Erstaunlich verhalten waren die Töne von Kristian Brakel von der Böll-Stiftung Istanbul im Deutschlandfunk-Interview. Er drückte sogar die Hoffnung aus, dass Erdogan jetzt, wo er sein Wahlziel erreicht hat, einen weniger polarisierenden Regierungsstil praktizieren werde.

Derweil übt sich der grüne Politiker Cem Özdemir in einer für seine Zunft seltenen Profession der Wählerbeschimpfung. Bezogen auf Autokorsos von feiernden Erdogan-Anhängern in deutschen Städten monierte Özdemir:

Die feiernden deutsch-türkischen Erdogan-Anhänger jubeln nicht nur ihrem Alleinherrscher zu, sondern drücken damit zugleich ihre Ablehnung unserer liberalen Demokratie aus. (…) Das muss uns alle beschäftigen.

Cem Özedemir

Nun würde man sich solche harschen Töne von allen Parteien gegenüber den Wählern von AfD und Co. wünschen. Da kommen aber fast immer die Standardfloskeln, dass man natürlich die Sorgen und Nöte der Wähler verstehe und sie auch bestimmt in der Mehrheit keine Rassisten seien. Özdemirs Äußerungen machen schon den Eindruck, als seien Deutsch-Türken Wähler zweiter Klasse.

Zumal schon wie bei den letzten Wahlen der Türkei auch dieses Mal nicht die Mehrheit aller in Deutschland lebenden Menschen mit türkischen Wahlrecht Erdogan gewählt haben, sondern nur die, die sich an der Wahl beteiligt haben.

Wenn dann in vielen Medien behauptet wird, „die Türken“ in Deutschland hätten mit Mehrheit Erdogan gewählt, ist das falsch. Wäre es nicht angebracht, das klarzustellen, bevor man die Wahlentscheidung der Mehrheit der türkischen Wähler kritisiert, die in Deutschland an der Wahl teilgenommen haben?

Und wie passt es zu Özdemirs Diagnose, dass die Erdogan-Wähler die Ablehnung der liberalen Demokratie ausdrücken, obwohl sie in Deutschland mehrheitlich Parteien wie SPD, Grünen und Linken wählen würden?

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Berliner Schulen sollen keine Burkinis kaufen

Burkinis sind allen Berliner Bädern erlaubt.Foto: Rolf Haid/dpa
Von der Schule finanzierte Burkinis für den Schwimmunterricht? Das soll es in Berlin nicht geben. Schulsenatorin Scheeres sieht für den Kauf die Eltern in der Pflicht.

Von Ronja Ringelstein | DER TAGESSPIEGEL

Berliner Schulen werden wohl nicht auf die Idee kommen, Burkinis – also Ganzkörperbekleidung zum Schwimmen – für Schülerinnen anzuschaffen. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) schließt zwar den Burkini im Schwimmunterricht nicht aus, aber für die Anschaffung der Badebekleidung seien die Eltern selbst zuständig, sagte Scheeres.

Vor rund zwei Wochen war bekannt geworden, dass ein Gymnasium in Nordrhein-Westfalen Burkinis besorgt hatte, um sie an Schülerinnen im Schwimmunterricht auszugeben. So wollte die Schule dafür sorgen, dass muslimische Schülerinnen keine Ausrede haben, um nicht am Schwimmunterricht teilzunehmen.

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Antarctica Is Getting Taller, and Here’s Why

In an illustration of the Amundsen Sea Embayment in West Antarctica, a cutaway reveals the bedrock below the ice, as well as Earth’s crust (brown layer), the bottom of the lithosphere (red area) and the mantle (yellow) underneath. Credit: Planetary Visions/ESA
Bedrock under Antarctica is rising more swiftly than ever recorded — about 1.6 inches (41 millimeters) upward per year. And thinning ice in Antarctica may be responsible.

By Mindy Weisberger | SPACE.com

That’s because as ice melts, its weight on the rock below lightens. And over time, when enormous quantities of ice have disappeared, the bedrock rises in response, pushed up by the flow of the viscous mantle below Earth’s surface, scientists reported in a new study.

These uplifting findings are both bad news and good news for the frozen continent.

The good news is that the uplift of supporting bedrock could make the remaining ice sheets more stable. The bad news is that in recent years, the rising earth has probably skewed satellite measurements of ice loss, leading researchers to underestimate the rate of vanishing ice by as much as 10 percent, the scientists reported. [Images of Melt: Earth’s Vanishing Ice]

Interplay between bedrock and mantle in Antarctica is just one of the many geologic processes that happen all over our dynamic planet. Under Earth’s crust cover, the molten mantle extends over 1,796 miles (2,890 kilometers) down to Earth’s core. Mantle movement is known to ripple up and affect the crust’s tectonic plates, as these plates ride convection currents in the mantle’s outermost part, known as the lithosphere.

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Militärbischof Rink: Soldaten als Friedensmächte achten

Sigurd Rink, die Apocalypse. bearb. BB

Der evangelische Militärbischof Sigurd Rink hat dazu aufgerufen, Soldatinnen und Soldaten als Friedensmächte zu achten. Die Bundeswehr eröffne mit ihren Einsätzen in anderen Ländern Entwicklungschancen, die am „gerechten Frieden“ ausgerichtet seien, sagte Rink am Montag zum Abschluss eines Internationalen Protestantischen Soldatentreffens in Südfrankreich dem Evangelischen Pressedienst (epd). Mit ihren internationalen Kontakten wirke die Militärseelsorge an diesem Prozess mit.

evangelisch.de

Das 67. Internationale Protestantische Soldatentreffen war am Sonntagabend in Méjannes-le-Clap zu Ende gegangen. Zu der Veranstaltung der französischen Militärseelsorge unter dem Motto „Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch…“ kamen 400 Teilnehmer aus 18 Nationen, darunter 150 Deutsche. Das Soldatentreffen gibt es seit 1951. Damals trafen sich 15 französische Soldaten, um sich über ihren christlichen Glauben auszutauschen.

Ungeklärter Tod eines NSU-Brandermittlers

Grafik: TP
Frank Dieter Stolt war Brandsachverständiger und kritisierte die offiziellen Ermittlungen – Familie hat Obduktion in Auftrag gegeben

Thomas Moser | TELEPOLIS

Der international bekannte Brandermittler und Kriminaltechniker Frank Dieter Stolt ist im Alter von 62 Jahren in einem Krankenhaus in Mannheim gestorben. Weil die Todesursache unklar ist, hat die Familie von Stolt privat eine Obduktion in Auftrag gegeben.

Von öffentlichem Interesse ist der Fall, weil Stolt auch im Rahmen der NSU-Ermittlungen mit Untersuchungen beauftragt war. Dabei äußerte er sich öffentlich auch kritisch zu manchen Ermittlungen.

So beispielsweise im Zusammenhang mit dem Brand des Wohnmobils in Eisenach am 4. November 2011. In dem Fahrzeug waren die beiden mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos tot aufgefunden worden. In der ARD-Dokumentation „Die Akte Zschäpe“ von 2015 kritisierte Stolt unter anderem das Verhalten des Polizeichefs Michael Menzel, der sich in das Wohnmobil begeben und mit einer Harke darin herum gesucht hatte.

Außerdem wurde eine dort entdeckte Polizeiwaffe herausgeholt, die später als die eines Polizeibeamten identifiziert wurde, der im April 2007 in Heilbronn Opfer eines Anschlages geworden war, bei dem seine Kollegin Michèle Kiesewetter starb.

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‚DDR-Bischof‘ Feige beschimpft Kritiker als ‚vorkonziliar‘

Deutscher „Ökumene“-Bischof Feige verliert im Eucharistie-Streit die Nerven und beschimpft Kritiker: „Das Kirchenbild mancher Kritiker erinnert mich an die DDR“

kath.net

Der Magdeburger Bischof Gerhard Feige greift im Rahmen des deutschens Streites um die Spendung der Heiligen Eucharistie an Protestanten erneut Krititiker umstrittenen Aussagen an. Feige, der sich offensichtlich mit dem Vatikanschreiben zum Eucharistie-Streit nicht abfinden kann, beschimpft jetzt Kritiker seiner Positionen in der FAZ als „vorkonziliar“. Wörtlich meint Feige: „Einige wollen um jeden Preis ein System aufrechterhalten, in dem das Lehramt beziehungsweise die Bischöfe die Regeln aufstellen. Abweichungen werden entweder geduldet, solange sie das System nicht in Frage stellen, oder sollen als Gnadenakt wahrgenommen werden. Wir hingegen setzen letztlich auf einen geistlichen Weg und die Gewissensentscheidung des Einzelnen. Da wird Macht abgegeben. Das wollen wohl manche nicht, vielleicht, weil sie einem vorkonziliaren Kirchenbild verhaftet sind.“

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Australische Katzen töten 650 Millionen Reptilien im Jahr

Im Schnitt tötet jede verwilderte Katze 225 Reptilien pro Jahr. (Bild: Vadim Ghirda / AP Photo)
Verwilderte Katzen in Australien leiden unter Fressattacken. Ihre bevorzugten Opfer: Reptilien.

Neue Zürcher Zeitung

Eidechsen und andere Kriechtiere müssen sich in Australien vor verwilderten Katzen in Acht nehmen: Laut einer am Montag veröffentlichten Studie töten die wild lebenden Katzen auf dem Kontinent pro Jahr insgesamt 650 Millionen Reptilien.

Seit europäische Siedler Katzen nach Australien mitbrachten, starben einige Reptilienarten gänzlich aus. «Im Schnitt tötet jede verwilderte Katze 225 Reptilien pro Jahr», sagte der Studienleiter John Woinarksi von der australischen Charles-Darwin-Universität.

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Ex-Leibwächter Bin Ladens wird abgeschoben

Ein Justizbeamter geht über den Flur eines Zellentrakts einer Abschiebehafteinrichtung in Darmstadt (Symbolbild).Foto: Arne Dedert/dpa
Obwohl er als Gefährder gilt, war lange unklar, ob ein 42-jähriger Tunesier aus Deutschland abgeschoben werden kann. Durch einen neuen Bescheid des Bamf ist dies nun möglich.

DER TAGESSPIEGEL

Ein seit vielen Jahren in Deutschland lebender früherer Leibwächter des getöteten Terrorchefs Osama bin Laden ist festgenommen worden und soll abgeschoben werden. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) habe in einem Bescheid ein bislang anerkanntes Abschiebehindernis widerrufen, teilte ein Sprecher der Stadt Bochum mit. Die Polizei Bochum habe Sami A. am Montag festgenommen, als er seiner täglichen Meldeauflage auf einer Polizeiwache nachgekommen sei. Durch den Bescheid sei nun eine Abschiebung möglich. Die „Bild“-Zeitung hatte zuerst berichtet.

Die Abschiebung des 42-jährigen Tunesiers wird den Angaben zufolge nun von der Ausländerbehörde vorbereitet. Abschiebehaft sei beantragt, sagte der Sprecher der Stadt Bochum. Nähere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

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