Abschottungspolitik der EU sorgt für Unmut in der Kirche


Headquarter des Konzerns.

Der EU-Sondergipfel vom Sonntag zeigt: Es gibt Bestrebungen in vielen europäischen Ländern, die Festung Europa weiter auszubauen. Häfen bleiben für Rettungsschiffe verschlossen. Der Vatikan und Bischöfe in Italien äußern sich besorgt.

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Der Vatikan hat sich gegen eine Abschottungspolitik in der Migrationsfrage gewandt. Geschlossene Türen seien keine Antwort, sagte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin am Rande einer Veranstaltung dem italienischen Pressedienst SIR in Rom. Eine Lösung sei allerdings nur in Zusammenarbeit zwischen allen europäischen Ländern zu erreichen. Dies sei zugleich ein Signal, ob es Europa überhaupt noch gebe, so der Kardinal.

Eine Antwort auf die Probleme müsse innerhalb eines „Horizonts der Humanität und Solidarität“ liegen, sagte Parolin. Das Thema Migration werde auch beim Besuch von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine Rolle spielen, sagte der Kardinal. Macron trifft an diesem Dienstag mit Papst Franziskus im Vatikan zusammen. Parolin äußerte sich am Rand einer Tagung über Religionsfreiheit, die von der US-Botschaft beim Heiligen Stuhl veranstaltet wurde.

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