Französische Rechte: Klandestine Bündnisse im Kampf gegen „Islamisten“


Spezialeinheit der Polizei: RAID. Foto: Domenjod / CC BY-SA 4.0
Die Festnahme von ehemaligen Polizisten, Soldaten und Familienvätern, denen vorgeworfen wird, dass sie Imame, aus der Haft entlassene radikale Islamisten sowie verschleierte Frauen angreifen wollten, verweist auf ein Netzwerk

Thomas Pany | TELEPOLIS

Die Möglichkeit, dass sich Rechtsradikale organisieren, um einen bewaffneten Kampf gegen Personen, die sie als radikale Muslime identifizieren, zu führen, wurde vor ziemlich genau zwei Jahren in Frankreich ein Thema mit größerer Aufmerksamkeit.

Der damalige Chef des französischen Inlandgeheimdienstes DGSI, Patrick Calvar, warnte damals verblüffend eindringlich: „Frankreich steht am Rande eines Bürgerkriegs“. Die Warnung machte Schlagzeilen im Figaro und im L’Express und zog darüber hinaus Kreise über die Landesgrenzen hinaus.

Der Geheimdienstchef hatte zuvor vor Abgeordneten der Nationalversammlung von seiner Angst vor der Radikalisierung gesprochen und eben, wie die Berichte in den genannten Medien aufzeigten, nicht nur die Islamisten gemeint, sondern auch sogenannte „Ultrarechte“, die sich zur „Selbstverteidigung“ aufrüsten könnten und nach einer weiteren Serie von Attentaten „entsprechend loslegen“.

Am gestrigen Sonntag nahmen Spezialeinheiten der französischen Polizei zehn Männer aus dem Milieu der Ultrarechten fest, die angeblich loslegen wollten, wie hierzulande die Tagesschau berichtet. „Anschlagspläne gegen Muslime vereitelt“, lautet die Überschrift zum Bericht.

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