Kirchenprojekt kämpft gegen „christlichen“ Hate-Speech


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Hass und Hetze im Internet finden sich auch auf Webseiten, die sich als christlich bezeichnen, so das Fazit des Projekts „NetzTeufel“ der Evangelischen Akademie Berlin, das kürzlich erste Zwischenberichte veröffentlichte.

Von Veronika Wawatschek, Markus Kaiser | BR24

„Homosexualität bedroht Gottes Ordnung“ und „Flüchtlinge unterwandern das Sozialsystem“ – das sind nur zwei Beispielaussagen, mit denen Timo Versemann und seine Kollegen Behauptungen zusammenfassen, die sie auf Internetseiten ausfindig gemacht haben, die sich selbst als christlich bezeichnen. Auf diesen Seiten sehe man im Islam eine Bedrohung, genauso wie in der Genderforschung, die oft als Ideologie bezeichnet würde.

Rassistische und homophobe Sprache

Seit Oktober 2017 hat der evangelische Theologe für das Projekt NetzTeufel von der Akademie Berlin Internetseiten und Kommentarspalten analysiert. Finanziert wird das Projekt unter anderem vom Bundesfamilienministerium und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Timo Versemann spricht von „toxischen Narrativen“, die die Diskussionskultur vergiften würden.

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