Neandertaler: Stoß statt Wurf


Durch einen Holzspeer verletzt: 120.000 Jahre alte Damhirschknochen erzählen die Geschichte einer Neandertaler-Jagd. © Eduard Pop, MONREPOS Archäologisches Forschungszentrum und Museum
Gewagte Jagdtechnik: Die Neandertaler setzen ihre hölzernen Jagdspeere aus nächster Nähe ein: Sie stießen damit nach ihren Beutetieren, statt sie aus der Distanz zu werfen. Davon zeugen zwei in Sachsen-Anhalt entdeckte Damhirschfossilien, die vor rund 120.000 Jahren solche Jagdverletzungen davontrugen. Diese Funde sind die ältesten Belege für die Nutzung von Speeren als Jagdwaffen – und der erst Hinweis darauf, dass die Eiszeitmenschen ihre Speere zum Stoß einsetzten.

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Schon vor rund 300.000 bis 400.000 Jahren fertigten die Neandertaler nicht nur simple Faustkeile – sie schufen auch schon Jagdspeere aus Holz. Davon zeugen Funde solcher Speere unter anderem im niedersächsischen Schöningen und Lehringen. Doch wie setzten unsere eiszeitlichen Vettern diese Jagdwaffen ein?

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