Buddhismus im Westen: Droht eine säkulare Abspaltung?


Beim internationalen Buddhismus-Kongress in Hamburg (Deutschlandradio / Mechthild Klein)
Zwischen 200 und 500 Millionen Menschen bekennen sich zum Buddhismus. Genauere Zahlen gibt es nicht. Die meisten Buddhisten leben in Süd- und Ostasien. Doch auch im Westen wenden sich Menschen dem Buddhismus zu, viele sehen darin aber eher eine Lebensphilosophie als eine Religion.

Von Mechthild Klein | Deutschlandfunk

Alles Bedingte ist unbeständig und vergänglich, das „Ich“ genauso wie die Welt. Das ist eine der zentralen Aussagen des Buddhismus. Und diese Formel „alles ist unbeständig“ – das gilt wohl auch für die Lehre des Buddha. In Europa verbreitet sich der Buddhismus seit gut 100 Jahren, und die 2500 Jahre alte Religion zeigt hier ein neues Gesicht. Eine säkulare Form des Buddhismus breitet sich im Westen aus und droht, sich von der traditionellen Lehre abzuspalten. Die Achtsamkeitsbewegung ist Teil davon. Aber nicht nur ihre Vertreter sagen: Die Lehre von Karma und Wiedergeburt sollte nicht mehr zentral sein im Buddhismus.

„Der Buddhismus hat so viel zu bieten: Was besteht im Sinn des Lebens? Oder wie gehe ich um mit meinen eigenen Emotionen? Da gibt es so viel, was wirklich wichtig ist oder sein könnte – dazu brauche ich nicht die Karma-Lehre und auch nicht die Wiedergeburtslehre. Das ist natürlich auch umstritten im Buddhismus – der Vorwurf würde sein, das zerstört die Grundfesten des buddhistischen Glaubens.“

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