„New York Times“ entlarvt chinesische Umweltverschmutzer


Polarlichter über dem Südpol – dort, wo das Ozonlocht am größten ist. (Foto: Patrick Cullis/NOAA via AP)
  • Die Unternehmer setzen das ozonschädliche Mittel ein, weil sie glauben, so Kosten zu sparen.
  • Wegen des illegalen FCKW-Einsatzes in China wird es wahrscheinlich länger dauern, bis sich der durchlöcherte Ozonschutzschild der Erde wieder erholt.
  • Bereits Mitte Mai hatten Atmosphärenforscher gewarnt, in der Luft sei weitaus mehr von der ozonschädlichen Chemikalie als erlaubt.

Von Hanno Charisius | Süddeutsche Zeitung

Große Mengen des Ozonkillers Trichlorfluormethan in der Atmosphäre stammen wahrscheinlich aus kleinen, illegalen Fabriken in Ostchina, die den Stoff benutzen, um Kunststoffe aufzuschäumen. Das geht aus einem Bericht der New York Times hervor. Die Unternehmer setzen das ozonschädliche Mittel ein, weil sie glauben, so Kosten zu sparen.

Trichlorfluormethan gehört zu den Fluorchlorkohlenwasserstoffen, kurz FCKW, die 1987 mit dem Montrealabkommen weltweit verboten wurden. Diese Stoffe zerstören das Ozon in den höheren Schichten der Erdatmosphäre und damit den natürlichen Schutzschild der Erde, der Pflanzen, Menschen und Tiere vor zu viel UV-Licht von der Sonne bewahrt. Wegen des illegalen FCKW-Einsatzes in China wird es wahrscheinlich länger dauern, bis sich der durchlöcherte Ozonschutzschild der Erde wieder erholt.

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