Aale haben ein echtes Drogenproblem


Quelle: Getty Images/WaterFrame RM/Reinhard Dirscherl
Dass der Konsum von Drogen für uns Menschen ungesund ist, ist klar. Dass aber auch Fische darunter leiden, ist weniger bekannt. So nehmen Aale ungewollt Kokain zu sich. Mit fatalen Folgen für die sowieso schon vom Aussterben bedrohten Tiere.

Von Viola Ulrich | DIE WELT

Der Europäische Aal hat gleich mehrere Sorgen: Durch die Umgestaltungen von Flüssen für die Schifffahrt, Wasserwerken und -schleusen schrumpft sein Lebensraum. Außerdem schmeckt er gut, sodass er überfischt ist. Sein Bestand schrumpft seit Jahrzehnten. Die Weltnaturschutzunion IUCN hat ihn sogar schon auf der Roten Liste als vom Aussterben bedroht eingestuft.

Laut dem EU-Drogenbericht 2018 steigt der Kokainkonsum in Europa wieder an. Analysen zeigen, dass vor allem die Gewässer rund um die Metropolen in Großbritannien, Belgien, Spanien und den Niederlanden mit der Droge verseucht sind. Mit fatalen Folgen für die Gesundheit der Aale, wie italienische Forscher der Universität Neapel Federico II schon 2015 in einer Studie berichteten.

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