Ägypter: Kosmetik aus dem Chemie-Labor


Altägyptische Kosmetikbehälter. In ihnen sind bis heute Reste von Puder, Cremse und Co erhalten. © CEA/ Laurence Godart
Überraschend fortgeschritten: Schon vor rund 3.500 Jahren produzierten die Ägypter einen wichtigen Grundstoff für ihre Kosmetika mittels chemischer Synthese. Und auch die antiken Griechen synthetisierten ein begehrtes Weißpigment selbst, statt es nur aus Mineralen zu gewinnen. Das enthüllt die erste Radiokarbon-Datierung von Bleikarbonaten in solchen Kosmetikresten. Bisher galten solche mineralischen Verbindungen als nicht geeignet für die C-14-Datierung – ein Irrtum, wie die Forscher nun belegen.

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Make-up und Kosmetik sind keine Erfindung der Neuzeit – im Gegenteil. Archäologische Funde belegen, dass schon die alten Ägypter vor mehreren tausend Jahren Parfum, Hautcremes und Augenschminke herstellten und nutzten. So pflegte Pharaonin Hatschepsut ihre Haut mit einer – leider krebserregenden – Hautlotion, wie Cremereste in einem rund 3.500 Jahre alten Flakon belegen. Die hochrangigen Ägypterinnen betonten ihre Augen zudem mit einem bleihaltigen schwarzen Lidstrich.

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