Australien: Die anglikanische Kirche muss für Missbrauch bezahlen


Bild: WAZ

In Australien sollen rund 60.000 Missbrauchopfer mit insgesamt 2,5 Milliarden Euro entschädigt werden. Zahlen sollen das die Institutionen, deren Mitarbeiter für das Leid verantworlich sind. Um das zu finanzieren, müssen anglikanische Diozösen Kirchen und Friedhöfe verkaufen.

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Am 1. Juli tritt in Australien aller Voraussicht nach das Gesetz über die Entschädigung von Missbrauchsopfern in Kraft. Der Entschädigungsfonds ist eine der Empfehlungen der staatlichen Missbrauchskommission, die den Umgang von religiösen und weltlichen Institutionen mit sexuellem Missbrauch von Kindern untersucht hatte.

Das wird für Anglikaner, andere Kirchen und weltliche Institutionen richtig teuer. Schätzungen zu Folge werden für die insgesamt rund 60.000 Missbrauchsopfer umgerechnet 2,5 Milliarden Euro benötigt. Die Zahlungen sollen von jenen Institutionen geleistet werden, von deren Mitarbeitern die Betroffenen missbraucht wurden. Erst wenn eine Institution nicht mehr existiert oder bankrott ist, soll die öffentliche Hand als Geldgeber einspringen.

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