Die schwere Jagd deutscher Ermittler auf Dschihad-Rückkehrer


Bild: nationalreview.com
Mehrere Hundert IS-Anhänger sind aus Syrien nach Deutschland zurückgekehrt. Doch die Ermittler können den Terroristen wenig nachweisen.

Christian Unger | Hamburger Abendblatt

  50 Dollar Gehalt bekommt Deniz B. jeden Monat vom „Islamischen Staat“. Er arbeitet als Pfleger in einem Krankenhaus der Terrororganisation in Tal Afar, 60 Kilometer westlich von Mossul. 50 Dollar pro Familienmitglied, für sich selbst und seine Frau, die Deutsch-Türkin Sibel H., geboren 1987 in einer Kleinstadt im Norden Bayerns. Ein IS-Vertrauter namens „Abu Salahuddin“ bürgt für B., als dieser als Pfleger anheuern will.

Es ist Sommer 2016, der IS erleidet schwere militärische Rückschläge, doch kontrolliert er noch immer große Gebiete in Syrien und Irak, Hunderte Islamisten reisen weiterhin aus aller Welt in das Kampfgebiet. Sie schwärmen vom IS-Staat, wollen ihr „Kalifat“ aufbauen – nach rigider Scharia und mit aller Brutalität gegen jeden, der sich ihnen in den Weg stellt.

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