Religiotie – wenn apostolische Greise von Verhütung reden


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Der Schweizer Bischof Vitus Huonder verurteilt jede Form von Verhütungsmitteln – und empfiehlt stattdessen die natürliche Familienplanung: Doch auch beim Thema Enthaltsamkeit ist für ihn nicht alles erlaubt.

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Der Schweizer Bischof Vitus Huonder (76) hat in seinem jüngsten Hirtenbrief jede Form von Verhütungsmitteln verurteilt. „Verhütung gehört zur Kultur des Todes, von welcher der heilige Papst Johannes Paul II. immer wieder gesprochen hat“, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Schreiben des Bischofs von Chur. Allerdings seien sich viele dessen nicht bewusst, weil ihnen diese Zusammenhänge nicht aufgezeigt würden.

Laut Huonder steht Verhütung nicht nur im Widerspruch zur göttlichen Schöpfungsordnung, sondern auch im Gegensatz zur ehelichen Liebe. Diese solle „vollmenschlich“, ganzheitlich, treu und ausschließlich sowie fruchtbar sein. Mit Empfängnisverhütung lehnten die Ehegatten einen Teil der Frau, ihre natürliche Fruchtbarkeit, ab. Es gehe um Handlungsweisen und um die Frage, womit der Mensch seine Geschlechtlichkeit steuere, schreibt der Bischof: „Ob er es mit seinem Charakter, mit Selbstbeherrschung tut oder ob er die Steuerung einem Verhütungsmittel beziehungsweise einem Dritten, zum Beispiel dem Arzt, überlässt.“

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