Insekten werden rar – werden Mordermittlungen dadurch schwieriger?


Campus Magazin Leichen sezieren im Medizin Studium Die Medizinstudenten Schirin Ibrahim und Alex Hungerbühler kommen erstmals mit dem toten menschlichen Körper in Berührung. Schirin Ibrahim beim Sezieren. Universität Irchel, Zürich. 19.09.2011 Bild Janine Schranz
Hunderte von Insektenarten bevölkern tote Körper – und liefern Experten eine Vielzahl an Spuren. Doch mit dieser Methode könnte es bald vorbei sein, glaubt Mark Benecke. Als mögliche Ursachen nennt er unter anderem den Einsatz von Neonikotinoiden, die zum Ende dieses Jahres in der EU weitgehend verboten sind, und Klimaveränderungen im Allgemeinen.

Von Fabian Nitschmann | Neue Zürcher Zeitung

Insekten auf Leichen können eine wichtige Hilfe bei Mordermittlungen sein. Doch das Insektensterben macht den Experten die Arbeit schwer – behauptet zumindest einer von ihnen. Doch ist das wirklich so?

In einer Leiche kann viel Leben stecken – vor allem, wenn das Herz schon länger nicht mehr schlägt. Hunderte von Insektenarten bevölkern dann den toten Körper – und liefern Experten eine Vielzahl an Spuren. Besonders bedeutend sind dabei die Larven von bestimmten Fliegen und Käfern. Doch mit dieser Methode könnte es bald vorbei sein, glaubt zumindest Mark Benecke. Der bekannte Kriminalbiologe aus Köln befürchtet, dass durch das Insektensterben wichtige Hinweise unter anderem bei Mordermittlungen verloren gehen. Andere Wissenschaftler seines Faches haben grosse Zweifel an dieser These.

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