Unesco erklärt Wikingerstadt Haithabu zum Weltkulturerbe


Haithabu war einer der bedeutendsten Handelsplätze der Wikinger im Mittelalter. Heute können Besucher in einem Museum erleben, wie die Menschen früher lebten Quelle: pa/dpa/Christian Hager
Vor 1000 Jahren war Haithabu für die Wikinger das Tor zu Europa. Von Schleswig-Holstein aus trieben sie Handel bis nach Bagdad. Nun hat die Unesco die Siedlung und ihre Verteidigungsanlage Danewerk zum Weltkulturerbe erklärt.

DIE WELT

Die Wikingerstätten Haithabu und Danewerk in Schleswig-Holstein sind zum Weltkulturerbe der Unesco ernannt worden. Das Welterbekomitee nahm die deutsche Bewerbung bei der Sitzung in der bahrainischen Hauptstadt Manama an. Die Stätte sei ein einzigartiges Zeugnis der Wikingerzeit und ihrer kulturellen Traditionen, hieß es zur Begründung. Bei der deutschen Delegation brach nach der Entscheidung Jubel aus.

Damit gibt es in Deutschland nun 43 Unesco-Welterbestätten. Die deutsche Unesco-Chefin Maria Böhmer zeigte sich erfreut: „14 Jahre Arbeit an dieser herausragenden Nominierung sind damit erfolgreich zu Ende gegangen.“ Jetzt gelte es, Haithabu und das Danewerk als Erbe der Menschheit zu erhalten. „Die Stätte macht deutlich, dass unsere Geschichte seit jeher vom Handel und Austausch über nationalstaatliche Grenzen hinweg geprägt ist“, sagte Böhmer.

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