Menschenopfer im „deutschen Stonehenge“?


Die rund 5.300 Jahre alte Kreisgrabenanlage von Pömmelte (Rekonstruktion). Sie gilt auch als „deutsches Stonehenge“. © Diwan/ CC-by-sa 4.0
Tod beim Ritual? In einem prähistorischen Heiligtum in Sachsen-Anhalt könnten vor rund 5300 Jahren Frauen und Kinder bei Ritualen geopfert worden sein. Ihre Skelette haben Archäologen nun in Schachtgruben der Kreisgrabenanlage von Pömmelte entdeckt. Diese und weitere Funde sprechen dafür, dass diese Anlage am Übergang von der Jungsteinzeit zur Bronzezeit ein zeremonieller Ort von hoher Bedeutung war – ein deutsches Stonehenge, wie die Forscher im Fachmagazin „Antiquity“ berichten.

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Der berühmte Steinkreis von Stonehenge ist zwar das berühmteste rituelle und astronomische Monument unserer Vorfahren, aber bei weitem nicht das einzige. Auch in Deutschland errichteten Menschen schon vor tausenden von Jahren kreisförmige Anlagen aus Wällen und hölzernen Palisaden. Beispiele sind eine 2015 entdeckte jungsteinzeitliche Kreisgrabenanlage bei Helmstedt, aber auch das Sonnenobservatorium von Goseck und ein keltisches Mondobservatorium bei Villingen-Schwenningen.

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